Je suis Charlie

Je suis Charlie

Sonntag, 22. Dezember 2013

Der alljährliche Trubel vor Weihnachten

So, dieser recht turbulente Tag, der auf einen noch viel turbulenteren Tag folgte, neigt sich dem Ende zu und wir nähern uns nebenbei auch noch mit Riesenschritten Heiligabend! Wie ich allerdings auf die Idee kommen konnte, dass es toll sei, noch "kurz" unsere Küche bis Heiligabend zu erneuern und diverse Möbel zu lackieren, weiß ich nicht.
Aber mein lieber Mann hat wie immer bei solche Plänen mitgemacht und nun tummeln sich die Inhalte diverser Küchenschränke im Wohnzimmer - überall. Sollten die Schränke bis Weihnachten nicht mehr ganz trocken werden und eingeräumt werden können, weiß ich immerhin, wie ich den Baum dekoriere, so ein paar Tassen und glitzerndes Besteck machen sich doch bestimmt perfekt im Baum!

Wie auch immer, irgendwie ist über dem Ganzen das Lesen dieses Wochenende tatsächlich etwas kurz gekommen, aber das geht vermutlich fast allen so kurz vor Weihnachten so. Immerhin sind (fast) alle Karten schon geschrieben und die Planung für die nächsten Tage steht. Und wenn dann jetzt bald die gemütlichere Zeit kommt, gibt es doch nichts Schöneres, als sich mit einem schönen Tee und einem guten Buch hinzusetzen und die Ruhe zu genießen!

In diesem Sinne wünsche ich Euch Allen wunderschöne Weihnachtstage!

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Challenges, Challenges, Challenges...

Wie überall, gibt es auch viele gute Vorsätze für 2014 in der Welt der Bücherverrückten bei LovelyBooks, daher lockten mich dort so viele Challenges, dass ich doch schwach geworden bin und mich gleich für vier verschiedene Challenges eingetragen habe.

Da lockte zum Einen " Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014", außerdem noch  "Die Challenge mit Niveau" für anspruchsvollere  Romane und damit das dann nicht zu anstrengend wird, kam noch die "Liebesroman-Challenge" hinzu. Und damit ich mich auch wirklich nicht langweile, habe ich mich dann doch noch schnell für die "Jugendbuch-Challenge" angemeldet.

Und fast wäre es mir entschlüpft, aber auch die Fantasy-Challenge "Eine Reise durch phantastische Welten" hat es mir angetan, so dass ich auch da mein Glück versuchen werde! Fünf sind es also insgesamt...

Ich bin gespannt, was daraus wird, zum Glück lese ich ja sehr viel und sehr schnell, so dass das eigentlich locker zu schaffen sein sollte, aber eine Herausforderung ist es schon. 
Davon abgesehen ist es aber natürlich auch eine ganz wunderbare Ausrede, möglichst viele neue Bücher kaufen zu müssen, egal wie viele sich hier schon so tummeln! 

Dienstag, 17. Dezember 2013

Aller Anfang....

Nachdem ich jetzt schon bestimmt eine Stunde lang hier sitze und überlege, was man alles so als ersten bedeutungsschwangeren Post auf einen noch jungfräulichen Blog schreiben kann, habe ich jetzt beschlossen, dass ich doch einfach mal losschreibe!

Eigentlich wollte ich ja nie einen Blog haben, weil es doch schon so viele gibt, aber irgendwie kam mit einer Buchrezension nach der anderen dann doch das Bedürfnis auf, sich auch noch anderweitig über Bücher auszutauschen, denn darum, genau darum soll es auf diesem Blog gehen: Bücher, Lesen und das Lesen von Büchern!

Ich freue mich immer über interessierte Kommentare oder Diskussionen, weil ich es  liebe über Bücher zu reden.
Bücher sind doch einfach eine Welt für sich, für jede Stimmung gibt es das richtige Buch, für jedes Lebensalter und jede Lebenslage. Wenn man die Seiten öffnet, geht die Fantasie auf Wanderschaft und entführt einen in ganz andere Zeiten und andere Welten.

Gelesen habe ich schon immer, immer, das heißt seit 45 Jahren minus der Zeit, die ich brauchte, bis ich mein erstes Bilderbuch halten konnte.
Früher fand man mich zum Entsetzen meiner Eltern oft auch mit einem Buch vor der Nase auf der Straße wieder, jeder Schulweg, egal wo, überall schleppte ich ein Buch mit mir herum und las. Das war nicht immer ungefährlich, aber erstaunlicherweise ist mir nie etwas passiert.
Meistens hatte ich auch mehr als ein Buch "in Arbeit" und meine Bücher fanden sich wohl verteilt überall in der ganzen Wohnung wieder, unter anderem auch gerne mal im Schrank oder im Kühlschrank.

Heute verteile ich die Bücher nicht mehr ganz so großzügig im Haus, aber dafür unterstützen mich meine beiden Töchter und lassen ihre Bücher ebenfalls überall liegen.

Da wir alle gerne lesen, tummeln sich hier mittlerweile recht viele Bücher und die Lieblingsaufgabe meines Mannes ist es, neuen Regalplatz zu schaffen. Man stelle sich also ein Haus vor mit vielen vielen Regalen und vielen vielen Büchern und mittendrin, da sitzen wir gemütlich, trinken Tee und lesen.

Mal gucken, was sich hier so ergibt, ich bin gespannt, was mich in der Blogger-Welt so erwartet!

Ira

Donnerstag, 12. Dezember 2013

„Die Rockstar-Reihe, Band 2: Blind Date mit einem Rockstar“ - Theresa Sporrer

Kennt hier jemand den ersten Band der Rockstar-Reihe etwa noch nicht? Nein? Dann würde ich doch erst mit dem anfangen, es lohnt sich nämlich! :)




Blind Date mit einem Rockstar von Teresa Sporrer 
Verlag : Impress 
ISBN: 9783646600360

Der Klappentext

Wenn sich Serena einer Sache ganz sicher sein kann, dann dieser: Rockstars sind allesamt Schweine! Ja, vielleicht hat die Sache zwischen ihrer Freundin Zoey und Acid ein Happy End gehabt, aber das war ja mal eine totale Ausnahme. Ganz anders sieht es mit seinem Bassisten Simon aus, der ihr nicht nur rein sportlich immer wieder das Herz bricht, sondern auch gerne so tut, als ob er sie nicht kenne. Mag sein, dass er wie ein junger Gott aussieht mit seinen hohen Wangenknochen, den galant geschwungen dunkelbraunen Haaren und verboten grünen Augen, sein Charakter ist trotzdem so schwarz wie der Teufel selbst. Da hilft nur eins: Ablenkung! Denken zumindest ihre besten Freundinnen, die ihr eifrig ein paar Blind Dates organisieren. Nur leider hat keiner damit gerechnet, dass Simon da bald mit von der Partie ist …



 Für Fans von Zoey und Acid, den Protagonisten des ersten Bandes "Verliebe dich nie in einen Rockstar", ist dieser Band natürlich ein Muss, auch wenn ich gestehen muss, dass ausgerechnet Serena diejenige der Freundinnen ist, mit der ich am Wenigsten warm wurde - "damals" im ersten Band und nun geht es in diesem Buch ausgerechnet um sie und Simon, den Bassisten von Acids Band. Mit ihrer Angewohnheit, von sich selbst immer in der dritten Person zu sprechen, ging sie mir teilweise etwas auf die Nerven, aber ich wollte ja nun auch unbedingt wissen, wie es weitergeht.

In diesem Buch ist Serena immer noch ganz klar Serena wie sie leibt und lebt - und manchmal auch liebt- , aber sie wuchs mir doch im Laufe des Buches ans Herz.
Auch dieser Band, auch wenn er nicht ganz an den ersten herankommt, lebt von den witzig-spritzigen Unterhaltungen und den markanten Charakteren, die in gewohnt fesselnder Weise dargestellt sind.

Der Weg dahin ist zwar sehr steinig und Serena macht es sich nicht leicht, aber irgendwann muss sie erkennen, dass Simon ja doch - halt, falsch, natürlich hasst Serena Simon inbrünstig und tut alles, um ihn zu vergraulen, obwohl er ja doch verflixt gut aussieht und...äh ja, einen absolut schrecklichen und verdammenswerten Charakter hat, jawohl!

Wer nun Sorge hat, dass Serenas Geschichte zu sehr der von Zoey und Acid ähneln könnte, dessen Sorge kann ich zwar verstehen, die hatte ich nämlich auch, aber die Autorin hat hier gut die Kurve bekommen und eine ganz andere witzige und unterhaltsame Geschichte daraus gemacht.

Dieser Band hat zwar durchaus Luft nach oben, wie man so schön sagt, aber auch er ist witzig und es lohnt sich, ihn zu lesen.

 ★★★

Sonntag, 1. Dezember 2013

Die Große Wildnis - Piers Torday



 Die Große Wildnis von Piers Torday
Aus dem Englischen von Petra Koob-Pawis


Ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-570-15796-1
Verlag: cbj


Hier einmal der Klappentext, damit Ihr wisst worum es überhaupt geht:

 In einer Welt, in der keine Tiere mehr existieren, kommt sich auch der 12-jährige Kester manchmal vor wie der Letzte seiner Art. Zumindest in dem Mentorium für Problemkinder, in dem er lebt und wo alle so tun, als sei mit ihm etwas nicht in Ordnung. Als er dann auf einen Schwarm sprechender Tauben trifft, denkt Kester, jetzt werde er völlig verrückt.

Aber diese Tiere haben ihm etwas mitzuteilen …
Sie befreien Kester und bringen ihn in die Wildnis zu einem Ort, an dem die letzten wilden Tiere verborgen vor der Welt überlebt haben. Ihr weiser Anführer, ein mächtiger Hirsch, bittet Kester um Hilfe, und gemeinsam begeben sie sich auf eine große Reise, begleitet von einem vorwitzigen Wolfsjungen, einer eitlen Katzendiva, einer tanzenden Feldmaus, einer philosophischen weißen Taube und einem eigensinnigen Mädchen namens Polly.

Ein großartiger Abenteuerroman – dramatisch, bildgewaltig und gefühlsgeladen.



Eine Dystopie für Kinder, die sich definitiv auch für Jungen eignet - das sah schon mal interessant aus! Und auch beim weiteren Reinlesen gefiel mir das Buch sehr.

Kester ist aus Gründen, die er nicht kennt, seit viel zu langer Zeit in einem Heim eingesperrt. Die Welt ist recht karg geworden, es gibt keine Tiere mehr, kein vernünftiges Essen und die Menschen müssen an sicheren Plätzen leben, um vor der "Roten Pest" geschützt zu sein, der Seuche, die die Welt so verändert hat.

Seit dem Tod seiner Mutter hat Kester kein Wort mehr gesprochen, egal wie man im Heim versucht, ihn zum Sprechen zu bewegen. Eines Tages stellt er fest, dass er nicht nur hören, kann, was die Tiere sprechen, die da auf einmal in seinem Zimmer auftauchen, sondern sie verstehen ihn auch! Ausgerechnet er soll ihnen helfen, die Welt, genauer einige letzte überlebende Tiere zu retten.
Die Tiere führen Kester auf einen gefährlichen Weg, der ihn weit fort führt von dem Mentorium, dem Heim, in dem er gelebt hat. Nicht alle möchten, dass er und seine Begleiter ihr Ziel erreichen. Kester wächst im Laufe ihrer Reise über sich hinaus, immer unterstützt von seinen Mitreisenden, einem Hirsch, einem Kakerlak, etlichen Tauben und... ja, und noch einige andere gesellen sich im Laufe der Reise zu ihnen, aber nicht alle werden ihr Ziel erreichen.

Das Buch ist fesselnd geschrieben, man schlägt wie gebannt Seite um Seite um und will wissen, wie es weitergeht.

Die Geschichte gefällt mir und auch ihre Umsetzung finde ich durchaus sehr gelungen, was mir jedoch nicht gefällt, ist das Ende, das in meinen Augen zu abrupt kommt und das ich auch nicht so ganz überzeugend finde. Nichtsdestotrotz kann ich dieses Buch empfehlen und erfreulicherweise ist es auch ein Buch, dass sich sogar auch für Jungen gut eignet und einmal kein Krimi oder dergleichen ist.


 ★★★★

Samstag, 30. November 2013

Café der Nacht - Susann Julieva



Café der Nacht - Susann Julieva 

Broschiert: 328 Seiten 
Verlag: Dead Soft Verlag; Auflage: 1 (15. November 2013) 
ISBN-10: 3944737245

Der Klappentext verspricht schon einiges:

Zwanzig Jahre nach seiner Schließung ist das legendäre „Café der Nacht“ in Vergessenheit geraten. Einst war es kreative Keimzelle einer Aufsehen erregenden Künstlergemeinde, die Ikonen hervorbrachte, wie den genialen Schauspieler Dean Monroe, der viel zu jung verstarb. Als Maxim die mysteriöse Nachricht erhält, dass er neuer Besitzer des Cafés werden soll, beginnt eine aufregende Reise zurück in seine Vergangenheit, in der er mit alten Freunden, vor allem aber mit der Erinnerung an Monroe, seiner großen, unerfüllten Liebe konfrontiert wird. Je tiefer Maxim gräbt, um den Rätseln des Cafés der Nacht auf die Spur zu kommen, desto stärker wird ein unglaublicher Verdacht: Ist Monroe vielleicht gar nicht wirklich tot und war sein frühes Ableben nur inszeniert? Gibt es am Ende für ihre Liebe eine zweite Chance?



Und das, was ich dann zu lesen bekam, gefiel mir dann noch viel besser! Dieses Buch hat mich völlig mitgerissen!
Eigentlich ist es eher ruhig und in einer unwahrscheinlich schönen Sprache geschrieben, jedoch zog es mich sofort in seinen Bann und ich war von ihm gefesselt.

Ich habe das Café geliebt und mit Maxim und den anderen dort miterlebt, was alles passierte, wie gefeiert und geliebt und gelitten wurde.

Etliche wunderbare und unwahrscheinlich interessante Persönlichkeiten, die sehr sensibel und schön gezeichnet sind, erwachen vor einem farbenprächtigen, und faszinierenden Hintergrund in der Vergangenheit zum Leben.
Vor dieser Kulisse geht Maxim, der unverhofft das mittlerweile geschlossene Café geerbt hat mit der Bitte, es wieder aufleben zu lassen, auf die Suche nach der Vergangenheit und nach einer Erklärung für dieses Erbe.

Die Autorin lässt eine wunderbare Zeit in einer ganz besonderen Gemeinschaft aufleben und als Leser begleitet man Maxim nur zu gerne auf seiner Suche nach dieser Vergangenheit und begegnet Menschen wie  Monroe, Vida und Ariel und begleitet sie eine Zeitlang.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

  ★★★★★


Die Wassermühle - Nikola Hahn







"Die Wassermühle" von Nikola Hahn

Roman. 
Vollständig überarbeitete Neuausgabe mit einem ausführlichen, illustrierten Literaturglossar. 
eBook, ca. 650 Seiten, sw- u. Farbillustrationen, 
ISBN 978-3-944177-02-


Der Klappentext


Klaus Winterfeldt ist Streifenpolizist, seit zwanzig Jahren verheiratet und mit seinem Leben ziemlich zufrieden. Sein Beruf macht ihm Freude, seine beiden Kinder findet er gelungen und sein Eheleben in Ordnung.

Hedi Winterfeldt ist Krankenschwester, seit zwanzig Jahren verheiratet und gründlich unzufrieden. Ihr Sohn liest heimlich Schwangerschaftsratgeber, ihre Tochter hört Musik, dass sich die Nachbarn beschweren und ihr Mann verbringt seine Abende lieber mit seinem Kumpel als mit ihr. Als Hedi überraschend eine alte Wassermühle im Odenwald erbt, gerät das Leben der Winterfeldts gehörig aus den Fugen …
 
Ein Roman über die alltägliche Suche nach dem Glück. Eine Geschichte zum Lachen und Weinen, voller Herz, Witz und Wahrheit.





Nachdem ich schon den "Garten der alten Dame" von Nikola Hahn sehr gerne gelesen habe, freute ich mich schon auf dieses gänzlich andere Werk aus ihrer Feder. Erfreulicherweise wurde ich nicht enttäuscht, sondern auch dieses Buch fesselte mich und bescherte mir etliche schöne Lesestunden.

"Die Wassermühle" ist ein gut zu lesender und fesselnder Roman, der durch seine wunderbaren Charaktere und seine gute Story besticht.
Die Geschehnisse werden auf sehr einfühlsame Art und Weise beschrieben und auch die Personen überzeugen durch ihre Tiefe und Authentizität.

Nach zig Jahren glücklichens Ehelebens, gerät das Leben der Familie Winterfeldt auf einmal aus den Fugen: Hedi hat die uralte, leicht baufällige  Wassermühle ihrer Großtante geerbt und beschließt, dort leben zu wollen. Weder ihr Mann Klaus, noch ihre beiden halbwüchsigen Kinder sind davon wirklich begeistert und so kriselt es gewaltig. Als auch noch Hedis alte Klassenkameradin, eine erfolgreiche, aber recht eigenwillige Malerin dazu kommt und zu Hedi in die Mühle zieht, wird das Chaos perfekt.

Ich habe das Buch ausgesprochen gerne gelesen und kann es jedem uneingeschränkt empfehlen, der gute Bücher mit realitätsnahen Personen und Ereignissen mag!


 ★★★★


Freitag, 29. November 2013

Unter dem Vampirmond - Versuchung - Amanda Hocking

Unter dem Vampirmond - Versuchung von  Amanda Hocking


Broschiert: 320 Seiten 
Verlag: cbt (3. Oktober 2011)
ISBN-10: 3570161358



Der vielversprechende Klappentext:

Als die 17-jährige Alice Bonham den faszinierenden Jack trifft, steht ihre Welt Kopf. Jack ist aufregend anders: Er liebt rosa Chuck Taylors, fährt ein schnelles Auto und ist nicht vor Sonnenuntergang ansprechbar. Bald verbringt Alice jeden Abend mit Jack. Dann lernt sie seinen umwerfenden Bruder Peter kennen: Ein Blick genügt und Alices Knie werden weich. Doch Peter sprüht vor Hass. Alice verliebt sich rettungslos in beide Brüder, die so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind. Doch das ist nicht ihr größtes Problem – denn Jack und Peter sind Vampire …

Die zwiespältige Realität -  einerseits, vielleicht auch dank der wirklich guten Lesung, habe ich das Buch sehr gerne und mit Spannung gehört, aber ich habe dennoch des Öfteren mal die Augen verdreht oder gedacht, warum um alles in der Welt es denn jetzt so extrem kompliziert sein muss.

Die Charaktere fand ich witzig und interessant, außerdem auch gut beschrieben, auch die Geschichte selbst war eigentlich nicht schlecht, allerdings fehlten mir manchmal doch ein wenig der Pepp oder eine gewisse Straffung des Geschehens.

Die beiden Liebenden, die nicht zueinander kommen können, die Liebe, die alle komplett vereinnahmt, die liebende (Vampir)familie, die lustig-fröhliche Schwägerin mit der unbeschwerten Art, die Entfremdung von den sterblichen Freunden - das waren durchaus Elemente, die mir nicht unbekannt waren.

Trotz Allem allerdings, habe ich es, wie bereits eingangs erwähnt, gerne gehört und wenn ich den zweiten Teil in die Finger bekomme, werde ich auch den hören oder lesen und mich darauf freuen. Meine Tochter (13) hat das Buch ebenfalls sehr gerne gehört und möchte ebenfalls gerne wissen, wie es weitergeht.

Hier muss jeder, denke ich, selber sehen, wie er das Buch findet, eine klare Empfehlung kann ich nicht aussprechen, weil es doch sehr Geschmacksache ist.
Für das Hörbuch kann ich allerdings unbedingt eine Empfehlung aussprechen, ich bin sehr angetan von der tollen Umsetzung und der Sprecherin.

★★★

Mein Herz zwischen den Zeilen - Jodi Picoult




 Mein Herz zwischen den Zeilen von Jodi Picoult 

Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
Verlag: Bastei Lübbe (Boje); Auflage: Aufl. 2013 (19. Juli 2013)
ISBN-10: 3414823659


Hier kommt auch gleich der Klappentext für dieses schöne Buch für junge Leserinnen ab 12:

"Hilf mir" - Deliah kann es kaum fassen, als sie diese Nachricht in ihrem Lieblingsbuch findet. Offensichtlich hat Oliver, der umwerfend gut aussehende Prinz der Geschichte, die Bitte speziell für sie hinterlassen. Und tatsächlich: Schnell §stellen die beiden fest, dass sie über die Grenzen der Buchseiten hinweg miteinander sprechen können. Doch das reicht ihnen schon bald nicht mehr aus. Oliver ist schon lange genervt von seinem Märchen, das er immer wieder durchspielen muss, §sobald ein Leser das Buch aufschlägt. Und er findet Gefallen an Deliah, die so anders ist als die langweilige Prinzessin Seraphima, die er sonst immer küssen muss. Da ist es doch klar, dass er endlich zu ihr will! Und Deliah: Die hat sich §längst Hals über Kopf in ihren Märchenprinzen verliebt. Und ist begeistert von der Idee, Oliver aus dem Buch herauszuholen. Doch wie können die beiden es schaffen, die Grenzen zwischen ihren so unterschiedlichen Welten zu überwinden?

"Mein Herz zwischen den Zeilen" ist schon mal optisch ein kleiner Hingucker. Das Cover ist witzig und die Hardcover-Ausstattung mit Lesebändchen wirkt sehr schön und edel.

Die Geschichte selbst wird auf verschiedenen Ebenen, bzw. aus mehreren Perspektiven erzählt, die aber deutlich durch eine andere Schriftfarbe abgegrenzt sind, so dass man als Leser nicht in Gefahr gerät, durcheinander zu kommen.

Das Buch besticht durch seine witzig-warme Handlung, den flüssigen Schreibstil und die sympathischen Charaktere.

Als Delilah auf einmal feststellen muss, dass sich ihr Lieblingsbuch verändert hat, traut sie ihren Augen kaum. Doch als dann auch noch Oliver, der heldenhaft-schlaue Prinz aus dem Buch zu ihr spricht, zweifelt sie selbst an ihrem Verstand. Da Oliver unglücklich ist und das Buch verlassen möchte, in dem er sich gefangen fühlt, fangen die Beiden an, einen Weg zu suchen, wie man ihn aus dem Buch befreien könnte. Doch so einfach ist das natürlich nicht...

Ich habe das Buch gerne gelesen, es ist eine liebenswerte und nette Geschichte für alle, die Märchen und Romantik lieben!



 ★★★★

Donnerstag, 28. November 2013

Wir in drei Worten - Mhairi McFarlane

Wir in drei Worten von Mhairi McFarlane 

Taschenbuch: 496 Seiten 
Verlag: Knaur TB (1. Oktober 2013)
ISBN-10: 3426514532
Und wieder einmal der Klappentext für den ersten Eindruck:

Rachel und Ben. Ben und Rachel. Zu Uni-Zeiten waren sie unzertrennlich. Beste Kumpels waren sie. Die Welt konnte ihnen nichts anhaben. Doch in der Nacht vor der Abschlussfeier ist etwas passiert. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen. Zehn Jahre und 781 erfolglose Google-Suchen später stehen sie sich unerwartet gegenüber. Alles ist wieder wie früher. Und doch ist es ganz anders. Ben ist verheiratet, und Rachel hat sich gerade von ihrem Verlobten getrennt.
Beim Lesen des Klappentextes, fühlte auch ich mich erst ein wenig an "Zwei an einem Tag" erinnert, das mich inhaltlich zwar ansprach, aber sich irgendwie letztlich doch recht zog. Von daher war ich sehr positiv überrascht, als ich mit "Wir in drei Worten" begann, das mich sofort für sich einnahm und mir einige intensive und vergnügliche Lesestunden ohne vergleichbare Längen bescherte.

Natürlich ist es kein Buch, dessen Geschichte das Rad neu erfindet oder die Literaturwelt revolutioniert, aber es ist ein schönes Buch, mit Charakteren, die mir durchaus sehr sympathisch sind und deren Geschichte mich gut unterhalten hat.

Rachel und Ben haben sich viele Jahre nicht gesehen, als sich ihre Wege (nicht ganz) unverhofft wieder kreuzen. Rachel hat sich gerade von ihrem langjährigen Freund und Verlobten Rhys getrennt und versucht, sich ein eigenes Leben aufzubauen, Ben ist verheiratet.
Leider muss Rachel feststellen, dass sie sich von Ben immer noch angezogen fühlt, doch auch Rhys, mit dem sie immerhin 13 Jahre lang zusammen war, ist ihr nicht ganz gleichgültig.
Auch die Beziehungen von Rachels Freundinnen sind weit davon entfernt, perfekt zu sein, im Gegenteil. Trotzdem begegnet Rachel an vielen Ortem Unverständnis darüber, dass sie sich nicht einfach ein wenig besser mit ihrer Beziehung zu Rhys arrangiert hat, nachdem sie nun schon so lange zusammen waren.

Ein Buch, in dem es darum geht, was eine Beziehung ausmacht und darum, wann und ob es sich lohnt für eine Beziehung zu kämpfen. Wie viel von einem selbst darf man verleugnen und wie viele Kompromisse muss man eingehen, wenn man jemanden liebt? Wann ist es richtig oder auch einfach der bessere Weg, eine Beziehung zu beenden als sich immer weiter durchzuhangeln?

Ich habe das Buch gerne gelesen und kann es durchaus empfehlen.
★★★★

Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich - Miriam Covi

Der Klappentext:

Lügen haben runde Bäuche! Weil ihre Cousine heiratet, reist Nina Behringer nach Rocky Harbour an der kanadischen Atlantikküste. Früher hat sie hier oft ihre Sommerferien verbracht – bis Matt ihr das Herz brach. Vierzehn Jahre ist das nun her. Vierzehn Jahre und zehn Kilogramm. Wieso muss ihr da als allererstes nach ihrer Ankunft Matt über den Weg laufen, der zu allem Überfluss noch attraktiver ist als damals - und kein bisschen zugenommen hat? Und warum muss ihre reizende Cousine auf Ninas Bauch starren und entzückt fragen, ob sie schwanger sei? Kurzerhand bejaht Nina die indiskrete Frage. Diese kleine Bauchlüge erweist sich aber als äußerst unpraktisch, als ihr klar wird, dass ihre Gefühle für ihre erste große Liebe alles andere als erkaltet sind. Dumm nur, dass ihr Ex nichts mehr hasst als Lügner. Als auch noch der Rest von Ninas exzentrischer Familie auftaucht, nimmt das Chaos in den kanadischen Wäldern seinen Lauf ...


Eine nette, wunderbare Liebesgeschichte, die mir sehr gut gefallen hat, weil sie spannend und schön ist, aber nicht zu klassisch-kitschig. Oft habe ich laut gelacht, um im nächsten Moment stellvertretend für die Protagonistin vor Scham im Boden zu versinken.

Interessante, gut dargestellte Protagonisten, eine schöne Story in einer mindestens genauso schönen Landschaft und die eine oder andere unerwartete Wendung, die dafür sorgt, dass der Spannungsbogen erhalten bleibt - eindeutig gut gelungen.

Als Nina aus dem Flugzeug steigt, hofft sie nur, dass sie nach ihrer Ankunft in Kanada nicht sofort Matt begegnet.
Nicht nur, dass er ihr damals das Herz gebrochen hat, außerdem ist sie seitdem nicht nur älter geworden, sondern hat auch noch zugenommen, ganze zehn Kilo. Aber, wie sollte es anders sein - der erste, dem sie nach der Landung begegnet ist natürlich ausgerechnet Matt.
Dass ihr dann noch als Erklärung für ihren Bauch diese kleine dumme Lüge rausrutscht, macht die Situation nicht unbedingt einfacher und als auch der Rest ihrer Familie die beschauliche Gegend heimsucht, wird es immer turbulenter.

Flüssig geschrieben, tolle Charaktere und eine wunderbare Geschichte - ich kann das Buch eindeutig empfehlen!

 ★★★★

Weil ich Layken liebe - Colleen Hoover

 Der Klappentext machte mich doch schon sehr neugierig:

Nach dem Unfalltod ihres Vaters zieht die 18-jährige Layken mit ihrer Mutter und ihrem Bruder von Texas nach Michigan. Nie hätte Layken gedacht, dass sie sich dort bereits am ersten Tag Hals über Kopf verliebt. Und dass diese Liebe mit derselben Intensität erwidert wird. Es sind die ganz großen Gefühle zwischen Layken und Will. Das ganz große Glück – drei Tage lang. Denn dann stellt das Leben sich ihrer Liebe mit aller Macht in den Weg…


 Aber die Umsetzung, die gefiel mir noch besser, dies ist definitiv ein Buch, das mich mitgerissen hat und mich hat mitfiebern und mitbangen lassen. Ich habe es unwahrscheinlich gerne gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen, so sehr hat mich die Geschichte um Layken und Will gefesselt.

Ungewöhnliche und überaus sympathische Protagonisten in einer ebenso ungewöhnlichen wie verfahrenen Situation, das Ganze in einer schönen und eindringlichen Sprache, die den Leser bannt.

Kaum steigt Layken an ihrem neuen Wohnort aus dem Auto, begegnet sie Will, dem Nachbarsjungen, mit dem sie sich auf Anhieb gut versteht. Laykens und Wills Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer, egal wie groß ihre Gefühle füreinander sind und wie sehr beide diesen Halt auch brauchen könnten, ihre Liebe darf nicht sein. Doch wie meidet man jemanden, der nebenan wohnt, wenn sich auch noch beide kleinen Brüder in beiden Häusern wie zu Hause fühlen?

Ich habe mit Layken und Will mitgelitten, ich habe die Kraft der Sprache in den Slams bestaunt, ich habe Kel, Caulder, Eddie, Gavin, Julia und all die anderen großen und kleinen Charaktere liebengelernt und war enttäuscht, als ich die letzte Seite umklappen und das Buch schließen musste.

Mir hat dieses Buch rundum gut gefallen, sowohl die Sprache als auch die Handlung sind wunderbar und auch die personen sind einfach etwas Besonderes. Kein 0815-Liebesroman, keine gewöhnlichen Personen, sondern ausgeprägte Persönlichkeiten, die ihren Weg finden. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen!
Obwohl dieses Buch der erste Teil ist, ist es in sich abgeschlossen und rund, so dass es jederzeit auch alleine gelesen werden kann.


★★★★★

Mittwoch, 27. November 2013

Lost Places - Johannes Groschupf







Lost Places von Johannes Groschupf

Verlag : Oetinger Taschenbuch 
ISBN: 9783841502483



Klappentext:

 Verfallene Gebäude und verlassene Plätze - ein Roman mit Sog!

Die Jugendlichen Chris, Moe, Kaya, Steven und Lennart sind Urban Explorers: Im nächtlichen Berlin erkunden sie stillgelegte Fabriken, leer stehende Häuser und verfallene Krankenhäuser. Doch was als aufregendes Abenteuer beginnt, wird bald ein riskantes Unterfangen. Denn die verlassenen Gebäude bergen nicht nur Charme, sondern auch Schrecken. Als die Freunde in einem halb verfallenen Haus eine Leiche entdecken, vermuten sie, dass die Motorradgang Bandidos dahintersteckt. Und dann wird es plötzlich so richtig gefährlich ...

Atemraubend. Unheimlich. Fesselnd. Tauchen Sie ein in die verborgenen Lost Places!




Mir und meiner Tochter hat das Buch "Lost Places" von Johannes Groschupf sehr gut gefallen.

Gut und flüssig geschrieben, mit einem Anteil an (authentisch und nicht peinlich wirkender) Jugendsprache, die das Ganze atmosphärisch abrundete, ansprechende und sehr anschauliche Beschreibungen und überzeugende Charaktere, so dass sich das Buch schnell weglas.
Okay, das lag zum Teil auch mit daran, dass es streckenweise doch sehr spannend wurde und weder meine Tochter noch ich das Buch wirklich aus der Hand legen mochten, um nur ja schnell zu wissen, wie es weitergeht.

"Urban Explorers" nennen sie sich, die Menschen, deren Hobby es ist, leerstehende alte Gebäude zu erkunden, immer nach dem Motto: "Take nothing but pictures, leave nothing but your footprints." Auch Chris, Moe, Steven, Kaya und Lennart zählen sich zu den Urban Explorers.
Doch dann kommt der Tag, wo sie eine Tür zu viel öffnen und eine Kette von Ereignissen startet, bei der sie zu spät erkennen, dass sie lieber hätten versuchen sollen, sie anzuhalten, denn - es ist nie gut, wenn man ins Visier der Bandidos gerät ...

Mir gefiel die Art und Weise, wie Johannes Groschupf die Orte beschrieb, die die Gruppe um Chris und Moe besichtigt, aber auch der Spannungsbogen war insgesamt sehr hoch und ließ mich durch die Seiten fliegen.

Es gibt Szenen, wo sich die Teenager nicht immer ganz so verhalten, wie ordentliche Eltern sich das wünschen würden, aber - hey, es sind Teenager und Mist haben wir alle mal gebaut.

Einige kleinere Schwächen z.B. bei der Darstellung der weniger präsenten Mitglieder der Gruppe,  die doch etwas blasser bleiben, ändern nichts daran, dass es ein spannendes und gut geschriebenes Buch ist, das ich gerne weiterempfehle!

★★★★

Der Look - Sophia Bennett


















Der Look von Sophia Bennett
Verlag : Carlsen 
ISBN: 9783551520456


Klappentext:

Das kann nur ein Perverser sein, bestenfalls ein Verrückter, auf keinen Fall aber ein echter Modelscout! Schließlich hat er nicht Ava, sondern Ted angesprochen und ihr seine Visitenkarte in die Hand gedrückt. Ted, die flache Bohnenstange mit der buschigen Monobraue und der Vogelnestfrisur. Und ausgerechnet sie soll "den Look" haben? Dabei sieht doch eigentlich ihre Schwester Ava wie ein Filmstar aus. Trotzdem macht Ted einen Termin bei der Modelagentur. Denn Ava besteht darauf - und Ava ist krank. Und Ted würde alles tun, damit Ava sich besser fühlt ...
"Der Look" überraschte mich sehr, da ich zwar mit einem netten und gut zu lesenden Buch gerechnet hatte, allerdings hatte ich, wie ich gestehen muss, doch mit weniger Tiefe und einer einfacheren Story gerechnet. 






Ich kannte bereits die anderen Bücher der Autorin und wusste zwar, dass sie durchaus auch ernstere Themen anspricht, allerdings habe ich das sonst nicht als so eindringlich und in sich stimmig empfunden, wie bei diesem Buch.

Das Buch selbst ist gut und flüssig geschrieben und es hat eine interessante und schöner, dabei aber auch sehr fesselnde Geschichte.

Dank der gut ausgeführten, sehr sympathischen Charaktere, fiebert man als Leser bis zum Ende mit.

Ted wird von einem Modelscout angesprochen, sie und nicht etwas, ihre Schwester Ava, die doch viel besser aussieht als Ted. Das kann ja eigentlich nichts sein - oder doch?
Auch als der vermeintliche Perverse (oder verrückte?) sich tatsächlich als Modelscout einer ernst zu nehmenden Agentur entpuppt, will Ted eigentlich nicht hingehen, aber Ava sieht das anders und gegen Avas Willen kommt Ted nicht an.
Ava möchte ihre Schwester unterstützen, um jeden Preis, ob Ted will oder nicht. Doch plötzlich ist es Ava, die die Unterstützung braucht, als ihre Welt von heute auf morgen auf den Kopf gestellt wird.

Ein schönes Buch über das Leben, die Liebe, darüber, wie man füreinander da ist und die Besinnung darauf, was wirklich wichtig ist.
Das Ganze ist eingebettet in eine nette und witzige Geschichte über die Mode und das Geschäft mit der Mode - eine klare Leseempfehlung von mir!

 ★★★★★

Allein unter Superstars - Sonja Bullen






Allein unter Superstars von Sonja Bullen
Verlag : PINK! 
ISBN: 9783864300196 


Der Klappentext

Ihre Mutter ist eine Staranwältin, ihre Schwester eine Sportskanone: In Jills Familie sind alle Superstars – außer ihr! Höchste Zeit also, dass Jill ihr einzigartiges Talent entdeckt. Dann gibt vielleicht auch Amy, die Giftschlange aus der Schule, endlich Ruhe. Unterstützt von Paul, ihrem gut aussehenden Kumpel, stolpert Jill vom Chor zum Trampolinkurs, von der Schauspiel-AG zur Casting-Show und von einem Fettnäpfchen zum nächsten. Und übersieht dabei fast, wer der wahre Superstar in ihrem Leben ist …



Jill ist nichts Besonderes, ganz und gar nicht und das in einer Familie, wo irgendwie jeder, aber auch wirklich jeder ein Super-Talent zu sein scheint.

Zielstrebig versucht Jill, endlich etwas zu finden, worin sie einfach richtig gut ist und womit sie berühmt werden kann. Tja, gar nicht so einfach, wenn man doch eher etwas tolpatschig und jedes Fettnäpfchen und jeden Stolperstein mitnimmt.
Immer an ihrer Seite ist ihr Freund Paul, ihr bester Kumpel seit Urzeiten, der sie nach jedem Fehlschlag, jedem blauen Fleck und jeder peinlichen Situation wieder aufbaut - egal wie oft am Tag das nötig ist.

Etliche Erfahrungen weiter, findet Jill etwas, was ihr wirklich Spaß bringt und lernt auf dem Weg auch noch, dass man manchmal vielleicht etwas suchen muss, aber dass es sich lohnt, seine eigenen Talente zu erkunden und sie lernt auch, dass es manchmal gar nicht die großen Leistungen sind, die einen Menschen für einen anderen zum Superstar werden lassen.

Ein warmes, witziges Buch über die Schwierigkeit, seinen eigenen Weg zu finden und darüber, was das Wesentliche im Leben ist - und außerdem auch noch ein frisches Jugendbuch, das durch einen flüssigen und guten Schreibstil und liebenswerte Charaktere besticht!

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

★★★★

Dienstag, 26. November 2013

Der Duft des Regens - Frances Greenslade




Der Duft des Regens von Frances Greenslade 
Verlag : Insel Verlag 
ISBN: 9783458359555

Klappentext

In den weiten Wäldern Kanadas wachsen die Schwestern Maggie und Jenny glücklich und behütet auf. Sie lieben die Ausflüge zu den Seen, sammeln Pilze und Beeren, abends spielen sie mit den Eltern Karten. Doch die Welt der beiden Mädchen gerät vollkommen aus den Fugen, als der Vater bei einem Unfall ums Leben kommt. Und wenig später gibt die Mutter die Schwestern auch noch bei einer fremden Familie in der Stadt in Obhut vorübergehend, sagt sie. Tage werden zu Wochen, Wochen zu Monaten, Monate zu Jahren. Die Mutter kehrt nicht zurück.§Auf sich gestellt, lernen Maggie und Jenny schnell, dass sie sich gegenseitig halten müssen, um den Boden nicht unter den Füßen zu verlieren. Sie entwickeln einen ungeahnten Überlebenswillen stets begleitet von der Sehnsucht nach ihrer Mutter. Einige Jahre später macht sich Maggie schließlich auf, sie zu suchen. Sie kehrt zurück in die mächtigen Wälder, an die Orte ihrer Kindheit §Frances Greenslade erzählt eine berührende und starke Geschichte von Müttern und Töchtern, von der einzigartigen Liebe zweier Schwestern, von Verlust und Verletzlichkeit, aber auch von Sehnsucht, Hoffnung und ungebrochener Zuversicht


 
Das Buch "Der Duft des Regens" entwickelte sich für mich ganz anders als erwartet. Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht vom Klappentext habe abschrecken lassen, der Begriffe wie "Tragik" und "herzzerreissend" verwendet, um dieses Buch zu beschreiben.

Diese Begriffe werden dem Buch für mein Empfinden gar nicht gerecht, ich verbinde eher Melancholie und innere Stärke mit diesem Buch.

Es geschehen traurige und furchtbare Dinge im Leben der beiden Mädchen, ja, viel zu viele für diese viel zu jungen Mädchen, aber dennoch gehen die beiden Mädchen nicht unter, sondern suchen sich ihren Weg, gemeinsam.

Nach dem Tod des Vaters, müssen Maggie und Jenny mit ihrer Mutter ihr altes Zuhause verlassen. Als ihre Mutter sie dann bei entfernten Bekannten ihres Vaters abliefert und nicht wieder auftaucht, als schließlich auch die spärlichen Briefe ausbleiben, müssen die beiden Mädchen sehr schnell lernen, alleine klar zu kommen.
Schließlich beschließt Maggie, dass es an der Zeit ist, sich auf die Suche nach ihrer Mutter zu machen...

Starke und tolle Charaktere, ein schöner, flüssig zu lesender Schreibstil, eine wunderbare Atmosphäre - ein wirklich schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle.

 ★★★★

Magdalena Himmelstürmerin - Rudolf Herfurtner






 Magdalena Himmelstürmerin von Rudolf Herfurtner
 Verlag : Gerstenberg Verlag 
 ISBN: 9783836957076

Klappentext:

Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luder predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen - und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr.

 
"Magdalena Himmelstürmerin" ist ein sehr dichtes, unwahrscheinlich informatives, aber dabei trotzdem ausgesprochen spannend zu lesendes Buch über ein junges Mädchen, das zur Zeit Martin Luthers dabei ist und die durch seine Thesen und Ideen verursachten gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen miterlebt.
Unversehens gerät auch sie in den Strudel der Ereignisse ...

Einerseits erfährt man sehr viel über das Leben der Menschen der damaligen Zeit, andererseits wird auch Magdalenas Geschichte sehr spannend und mitreissend geschildert, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legte. Ich hatte mir zwar eine interessante Lektüre erhofft, wurde aber sehr positiv überrascht, weil es auch eine wirklich spannende und unterhaltsame Rahmengeschichte war.
Beim Lesen dieses Buches wurde mir aber auch das erste Mal klar, was für eine Auswirkung Luthers Denken hatte, wie sehr er die damalige Gesellschaft gespalten und auch aufgerüttelt hat.

Ein wirklich tolles und unterhaltsames Buch über die Reformationszeit, das dank der plastischen und interessanten Schilderung der Gesellschaft der damaligen Zeit nicht nur für Leute interessant sein dürfte, die etwas über die Entwicklung des  Glaubens und den Glauben damals erfahren wollen, sondern auch für junge (oder auch ältere) Menschen, die einfach etwas über diese Zeit des Umbruchs erfahren wollen.

Jugendgerecht geschrieben, ausgesprochen informativ - rundum gelungen!
 
★★★★★

Stella Menzel und der goldene Faden - Holly-Jane Rahlens

Wer "Everlasting" von Holly-Jane Rahlens kennt, weiß vermutlich schon, dass sie sehr gut schreibt, aber das ist dann auch schon die einzige Gemeinsamkeit, die diese beiden Bücher haben. "Stella Menzel" ist ein schön geschriebenes Märchen für Kinder und Junggebliebene und ganz ganz anders als "Everlasting".









Stella Menzel und der goldene Faden von Holly-Jane Rahlens
Verlag : Rowohlt Taschenbuch 
ISBN: 9783499216619 


Der Klappentext

Stella Alisa Menzel erbt von ihrer Ururgroßmutter Galja Nussbaum eine Decke aus blauer Seide, verziert mit silbernen Sternen und Schneeflocken, die mit einem goldenen Faden eingefasst ist. Stella liebt diese Decke und die Geschichten ihrer Familie, die damit verbunden sind. Während Stella heranwächst, erlebt auch der zauberhafte Stoff die verschiedensten Verwandlungen: vom Kleid zur Bluse, dann zur Weste, dann zur Tasche und zuletzt zu einer Schleife an einem Hut. Am Ende schenkt Stellas Mutter ihrer Tochter ein selbstgemachtes Buch mit allen Geschichten und Bildern dieses Stoffes - das Buch, das der Leser in den Händen hält.





Ein wunderschönes Buch, das den Leser mit einer märchenhaft anmutenden Erzählung über eine Familie und über das, was eine Familie und ihre Wurzeln ausmacht, verzaubert.

Der Leser begleitet sowohl Stella als auch den wertvollen Seidensatin, den einst Stellas Urgroßmutter bestickte, auf einer langen und turbulenten Reise durch die Zeit.
Wie aus einem großen Stück Stoff, der einem kleinen Mädchen gehört, im Laufe der Jahre ein immer kleiner werdendes Stück Stoff eines immer älter werdenden Mädchens wird und wie dieses Stück Stoff die bewegte Geschichte der Gamilie repräsentiert, wird hier wunderbar dargestellt.
In einer auch für jüngere Leser gut verständlichen und sehr liebevollen Weise, erzählt Holly-Jane Rahlens diese Geschichte, die nicht nur Kinder verzaubern kann. 

Der goldene Faden, der die Geschehnisse vom Anfang bis zum Ende verbindet oder -wie Stellas Mutter es formuliert: Der goldene Faden, der unsere Vergangenheit mit unserer Zukunft verbindet - zieht sich auch illustratorisch durch das gesamte Buch, das auch sonst einfach schön gestaltet ist. EIn Buch zum Blättern, Lesen, Stöbern und Lieben - und vielleicht auch eine Inspiration, die eigenen Erinnerungen ein wenig zu sammeln und weiterzugeben.

 ★★★★★

Montag, 25. November 2013

Heiß - Gerd Schilddorfer

Ein Buch eines meiner Lieblingsautoren, dessen Bücher ich unwarscheinlich gerne lese und den ich auch menschlich sehr schätzen gelernt habe:




Heiß von Gerd Schilddorfer 
Verlag : Hoffmann und Campe 
ISBN: 9783455404265 

Der Klappentext:

Eine mörderische Jagd nach dem größten Geheimnis der Antike. Ein alter, weiser Künstler im Hindukusch, grausam ermordet. Eine schöne Archäologin, niedergestochen in Alexandria. Ein Berliner Nachtwächter mit durchgeschnittener Kehle. Die Spuren führen zu einem sagenumwobenen Grab in der Sahara, seit Jahrhunderten bewacht von Skorpionen, dessen Geheimnis so kostbar ist, dass Menschenleben wenig zählen ... John Finch, der nicht mehr ganz junge, dafür umso tollkühnere Pilot, erhält einen fast unmöglichen Auftrag: Er soll den Polizeichef einer pakistanischen Kleinstadt ausfliegen, der hinter dem Mord an dem alten Mann westliche Geheimdienste vermutet und so plötzlich zum Gejagten wird. Für Finch ist kein Auftrag zu gefährlich - doch in Europa angekommen, beginnt für Finch und seine Verbündeten ein Wettlauf um ihr Leben. Sie haben in ein Wespennest gestochen: Ihre Gegner sind nichts weniger als dem unbekannten Grab Alexanders des Großen und einem verschwundenen Geheimdienstarchiv auf der Spur. Eine atemlose Jagd rund um den Globus und quer durch die Zeiten beginnt ...

 
 Nachdem mein Mann und ich von Gerd Schilddorfers Thriller "Falsch"  hellauf begeistert waren, warteten wir schon sehnsüchtig auf diesen zweiten Band der Reihe um den Piloten John Finch.

Kurz gesagt, wir wurden nicht enttäuscht, im Gegenteil! Auch "Heiß" ist wieder ein unwahrscheinlich spannendes Buch mit einer raffiniert aufgebauten Geschichte mit Liebe zum Detail ohne jedoch dabei langatmig oder gar langweilig zu werden.

Ein gewisses reichliches Quentchen Humor, viel Spannung, eine fesselnde, mehrsträngige Geschichte, deren Zusammenhänge sich erst nach und nach offenbaren und tolle vielschichtige Charaktere mit Ecken und Kanten und einfach viel Persönlichkeit, die dem Leser auch lange nach dem Beenden des Buches im Gedächtnis bleiben, machen dieses Buch aus.

Es ist schwierig, den Inhalt anzureissen, ohne zu viel zu verraten, darum möchte ich dafür lieber auf den Klappentext verweisen, als hier lange herumzudrucksen.

Wer das Buch liest und "Falsch" noch nicht gelesen hat, sollte allerdings gewarnt sein: Es gibt Anzeichen dafür, dass die Lektüre dieser Bücher zu einem "Schilddorfer-Virus" führt, anders kann ich mir nicht erklären, warum kurz nach dem Lesen von "Falsch" auch die Bände der "Ewig"-Trilogie von Gerd Schilddorfer und David Weiss ihren Weg in unser Bücherregal gefunden hatten.

Man kann dieses Buch auf zwei Arten lesen: Einmal liest man es als spannenden Abenteuer-Schmöker und genießt einfach nur den ausgefeilten Schreibstil und die fesselnde Handlung oder man kann sich die ganzen Elemente und Motive, die hier  verarbeitet wurden, auch näher angucken.
In dem Fall wird man mit einer Fülle interessanter Informationen belohnt, die einen auch dazu bringen, sich mit einigen im Buch erwähnten Punkten über die Lektüre des Buches hinaus näher zu befassen, da Gerd Schilddorfer hier etliche Fakten eingearbeitet hat, die es wert sind, sie noch einmal genauer zu betrachten.
Wie auch immer man das Buch liest - es ist ein Gewinn!


 ★★★★★



Sonntag, 24. November 2013

Loving - Katrin Bongard


Okay, wer mich kennt, der weiß, dass ich eine gewisse Schwäche für Bücher von Red Bug Books  habe. Irgendwie war es Liebe ab der ersten Zeile bei mir und den Büchern von Katrin Bongard, ich mag ihren unnachahmlichen Schreibstil und ihre Art, die Personen zu beschreiben einfach sehr und bin bisher bei keinem Buch enttäuscht worden. Sie sind immer auch Geschichten um junge Liebe und um junge Menschen, aber sie gehen auch immer ein wenig tiefer und geben einem etwas zum Nachdenken und das alles in einer schnörkellosen und klaren Sprache, die es auf den Punkt trifft, aber es dennoch schafft, beim Lesen wunderbare Bilder entstehen zu lassen und einem die Geschichte nahe zu bringen.
Aber nun genug der Einleitung, hier kommt die Rezension:








Loving von Katrin Bongard
Verlag : Red Bug Books 
ISBN: 9783943799279


Der Klappentext:

Mit dem Partyleben an der Schule hat Ella nicht viel zu tun, lieber liest sie und bloggt über Bücher. Als sich ihre beste Freundin Zoe in Luca, den Casanova der Schule, verliebt, kann sie das nicht verstehen- bis sie ihn näher kennenlernt und feststellt, dass er nicht nur extrem attraktiv, sondern auch intelligent und sensibel ist. Sich nicht zu verlieben - einfach unmöglich.


 Ein weiteres Buch aus der Feder von Katrin Bongard und ein weiteres Buch, das mir einfach nur richtig gut gefallen hat.
"Loving" richtet sich vom Inhalt her eher an etwas ältere Jugendliche, die sogeannten New Adults.
Auch wenn Katrin Bongard durchaus auch mit Klischees spielt und einige Typen und Charaktere erst einmal vertraut und altbekannt erscheinen, setzt sie sich doch immer wieder davon ab und rückt ihre Figuren noch einmal in ein anderes Licht.
Ella und Luca - zwei Menschen wie Tag und Nacht, deren Positionen in der Hackordnung der Schule eigentlich klar sind - auf den ersten Blick. Aber auf den zweiten Blick sieht manches auf einmal doch wieder ganz anders aus, nicht nur in der Hackordnung.
Mir gefiel sehr, wie hier die Unsicherheit und der Zauber der ersten, auch körperlichen, Liebe eingefangen werden und wie Dinge wie Freundschaft und Vertrauen immer wieder neu beleuchtet werden.
Die Personen sind toll beschrieben, so dass man sich als Leser problemlos in sie hineinversetzen kann und mit ihnen mitfiebert.
Ganz nebenbei werden Themen angerissen wie etwa der Umgang mit Sozialen Netzwerken, die einem zu denken geben, dabei aber nie so übermäßig präsent sind, dass sie zu belehrend wirken, sondern die einfach nur Teil der Erzählung sind.
"Loving" ist wieder einmal eine sehr sensibel erzählte, schön geschriebene und fesselnde Geschichte, in der sich junge und jung gebliebene Erwachsene wiederfinden.
Von mir wieder eine klare Leseempfehlung, auch wenn das Ende gerne ein wenig länger hätte sein dürfen!

★★★★★


Ach ja, eh ich es vergesse - dieses Buch war es übrigens, das mich neugierig gemacht hat auf das Bloggen und somit mit schuld ist, dass Ihr Euch jetzt durch meine Seiten hier lesen müsst - und es ist schuld daran, dass ich nicht nur dieses Buch, sondern auch "Pride and Prejudice" mittlerweile xmal gelesen und den Film dazu geguckt habe, also - ganz schön viel Verantwortung für so ein kleines Buch, oder? ;-)

Feuerherz - Jennifer Wolf

Und noch einmal eins der Bücher, die mir in 2013 besonders gut gefallen haben:





Feuerherz von Jennifer Wolf 
Verlag : Carlsen  Impress 
ISBN: 9783646600216 

Der Klappentext

Die siebzehnjährige Lissy ist das wohl schlagfertigste Mädchen ihrer Klasse und nimmt auch in den kritischsten Situationen kein Blatt vor den Mund. So hart ihre Schale aber auch sein mag, so weich ist doch der Kern. Denn eigentlich wünscht sie sich nichts anderes als die übrigen Mädchen: die Freundin von Ilian Balaur zu werden, dem bestaussehendsten Typen der ganzen Schule. Eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Dachte sie zumindest immer. Bis sie einsehen muss, dass alles, was ihr bislang vollkommen unmöglich erschien, durchaus existieren kann. Und das gilt nicht nur für die Zuneigung von Ilian Balaur …



 Tja, Lissy, die Protagonistin dieses Buches, ist wirklich nicht auf den Mund gefallen, sondern extrem schlagfertig und sehr direkt. Ein echt toughes Mädchen also - allerdings mit einer Schwäche: Ilian Balaur. Ausgerechnet der gutausehendste Junge der ganzen Schule muss es sein, in den sie sich verguckt hat. Wie gut sind die Chancen, dass so ein Kerl sich auch in sie verliebt? Nun ja.

Aber dies wäre natürlich kein Buch, wenn das Leben oder die Geschichte  nicht doch immer mal wieder Überraschungen mit sich bringen würde und Lissy erkennt, dass vieles möglich ist, was sie nie für möglich gehalten hätte.

In Lissy findet der Leser eine tolle facettenreiche Persönlichkeit, die einerseits zwar stark und selbstbewusst ist und sich zu behaupten weiß, andererseits aber auch sensibel, verständnisvoll und einfühlsam ist.

Auch Ilian ist nicht nur der heisse Kerl von nebenan, der Mädchenschwarm schlechthin, der er auf den ersten Blick zu sein scheint, sondern ebenfalls eine komplexe Persönlichkeit, die sich dem Leser nach und nach erschließt.

Die Geschichte um Lissy und Ilian ist sehr fantasievoll, dabei toll geschrieben und wartet mit vielen Wendungen auf, die den Leser an den Reader fesseln.
Als ich die letzte Seite gelesen hatte, musste ich erst einmal tief Luft holen, da es doch einiges gab, was mich heftig mitfiebern und vor Spannung kaum atmen ließ.

Kurz gesagt, mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen!












Das Buch der Fälscher - Charlie Lovett


Und hier eins meiner liebsten Bücher des Jahres 2013:
  




Das Buch der Fälscher von Charlie Lovett
Verlag : Insel Verlag 
ISBN: 9783458175834



Der Klappentext:

"Wales konnte kalt sein im Februar " Das spürt auch Peter Byerly, Buchhändler und Antiquar, der sich nach dem tragischen Tod seiner geliebten Frau in ein Cottage in einem verschlafenen walisischen Dorf zurückgezogen hat. Als ihm durch Zufall ein Manuskript mit handschriftlichen Randnotizen von William Shakespeare in die Hände fällt, scheint ein Traum wahr zu werden, etwas Aufregenderes kann es für einen begeisterten Bibliophilen kaum geben. Aber ist es wirklich echt? Oder doch nur eine geschickte Fälschung? Gemeinsam mit der lebenslustigen Liz, die den schüchternen Peter aus seinem Schneckenhaus locken will, versucht er, die Wahrheit herauszufinden. Als sich die Ereignisse überschlagen und ein brutaler Mord geschieht, wird den beiden klar, dass es nicht bloß um eine literarische Sensation geht, sondern tatsächlich um Leben und Tod. §In seinem mitreißenden Roman erzählt Charlie Lovett die atemberaubende Geschichte eines Manuskripts, das ein jahrhundertealtes Geheimnis birgt, und zugleich eine bewegende Liebesgeschichte. §"Peter schlug die erste Seite auf. Was er auf der Titelseite las, verschlug ihm den Atem. Er wusste, hier hatte er etwas gefunden, das den restlichen Inhalt der Kassette blass aussehen ließ. Falls dieser Text komplett war, könnte das genau die Art von Schatz sein, von der er immer geträumt hatte. Als er die ersten Seiten umblätterte und einige der an den Rand gekritzelten Notizen entzifferte, war es wie ein Schlag in den Solarplexus."


 Ein wirklich schönes Buch, das mir ausgesprochen gut gefallen hat.

In einer leicht verträumten, etwas nostalgisch anmutenden Atmosphäre, die perfekt zum Thema passt, entfaltet sich vor dem Leser die Geschichte eines Manuskriptes mit Anmerkungen eines bedeutenden Autors, dessen Existenz von großer Bedeutsamkeit wäre, wenn - ja, wenn man denn nachweisen könnte, dass das besagte Manuskript tatsächlich echt ist.

Doch zurück zum Anfang, zumindest zum Anfang des Buches. Peter Byerly, ein passionierter Buchhändler und Bücherliebhaber, hat erst vor Kurzem seine Frau verloren, die ihm sehr viel bedeutete.
Seine Versuche, wieder in sein Leben zurückzukehren, führen ihn -wie sollte es anders sein- in einen alten Buchladen, wo ihm ein Aquarell in die Hände fällt, das ihn aus der Lethargie und der Trauer holt, in der er seit dem Tod seiner Frau gefangen ist.
Die Suche nach dem Maler dieses Bildes führt ihn auf eine Odyssee, im Verlaufe derer er eine große Entdeckung macht - ein Manuskript mit Randnotizen Shakespeares, der Traum eines jeden Literaturliebhabers! Leider ist er nicht der einzige Mensch, der sich für das Manuskript interessiert und einige der Interessenten gehen offensichtlich sehr skrupellos vor...

Das Buch verläuft in mehreren, abwechselnd erzählten Handlungssträngen, in einem findet sich die Geschichte des Manuskriptes, zum Anderen erfährt der Leser wie Peter und seine Frau zueinander gefunden haben, während sich im Hauptstrang die Jagd nach dem Manuskript entfaltet.

Ein Buch, das mir viel Freude bereitet hat und das ich nicht nur, aber auch Bücherliebhabern uneingeschränkt empfehlen kann!


★★★★★

Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren - Sarah N. Harvey








Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren von Sarah N. Harvey 
Verlag : dtv 
ISBN: 9783423650014

Der Klappentext

Für Royce ist es ein turbulentes Jahr. Erst zieht er mit seiner Mutter quer durch Kanada, damit diese in der Nähe ihres uralten Vaters Arthur sein kann, und dann soll Royce sich auch noch selber um den Greis kümmern. Gegen Cash, versteht sich. Arthur ist ein ausgemachtes Biest, ein grantiger alter Kauz, der schon mehrere Pflegekräfte vergrault hat und auch seinen Enkel auf eine harte Probe stellt. Doch der lässt sich nicht alles gefallen und hat schon bald einen Stein im Brett von Arthur.


Das Buch "Arthur oder Wie ich lernte, den T-Bird zu fahren", hat mich sehr überrascht.

Nach dem Klappentext hatte ich eine Art Road Trip von Großvater und Enkel erwartet, bekam aber eine andere, viel tiefgehendere, dabei aber witzige und gleichzeitig nachdenklich stimmende Geschichte geboten.

Die Autorin packt auch Tabu-Themen wie Tod und schwere Krankheit und den Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, auf eine sehr einfühlsame Art und Weise an, immer auch mit einer gewissen Leichtigkeit und dennoch sensibler Ernsthaftigkeit, die das Buch gut lesbar machen.

Als Royce von seiner Mutter den Auftrag bekommt, sich um seinen Großvater zu kümmern, natürlich nur gegen entsprechende Bezahlung, ist er erst einmal nicht wirklich begeistert. Ein uralter Mann, der immer grantig ist, dessen Klamotten und er selbst auch schon mal bessere Tage gesehen haben und dann noch der zarte Duft der Ungepflegtheit - nun ja.

Als es durch Royce' unbekümmerte Wissbegierde und Neugier zu einer langsamen Annäherung der Beiden kommt, wird auch Arthur zugänglicher, bis er schließlich Royce in sein Geheimnis einweiht - in seiner Garage steht noch ein vorbildlich gepflegter, startbereiter Ford Thunderbird - der T-Bird.

Damit tun sich natürlich neue Möglichkeiten auf, wobei Royce letztlich feststellt, dass man nicht immer weit weg fahren muss, um große Erfahrungen und große Entdeckungen zu machen. Manchmal reicht es schon, genauer hinzuhören und sich mit den Menschen um einen herum auseinander zu setzen.

Ein sensibel und fesselnd geschriebenes Buch, dessen interessante Charaktere mir ebenfalls sehr gefallen haben. 

Edelweißpiraten - Dirk Reinhardt







Edelweißpiraten von Dirk Reinhardt 
Verlag : Aufbau TB 
ISBN: 9783746629902

Der Klappentext

Sie wollten nicht wegsehen - da wagten sie alles! Der 16-jährige Daniel freundet sich mit dem alten Josef Gerlach an. Aber etwas zwischen ihnen bleibt unausgesprochen. Da überlässt ihm der alte Mann sein Tagebuch. Es erzählt, wie Gerlach als 14-Jähriger die HJ verlässt und sich einer Clique anschließt, die sich »Edelweißpiraten« nennt. Ihr Markenzeichen: lange Haare und coole Klamotten. Ihr Motto: Freiheit! Zunächst beginnt alles ganz unpolitisch. Doch als die Lage immer schlimmer wird, planen sie gefährliche Aktionen gegen die Nazis ... Je tiefer Daniel in diese vergangene Welt eintaucht, desto mehr fühlt er sich Gerlach verbunden. Und er erkennt, was die Edelweißpiraten mit ihm und seiner eigenen Geschichte zu tun haben.


Bei diesem Buch fällt es mir nicht leicht, eine Bewertung zu schreiben, weil ich das Buch als sehr intensiv empfunden habe und es dadurch manches Mal auch zur Seite legen musste, um den Inhalt ein wenig sacken zu lassen.

Dirk Reinhardt erinnnert mit diesem Buch an die Edelweißpiraten, eine Gruppe oppositioneller Jugendlicher, die meist der Arbeiterklasse entstammten. Auf Grund ihrer politischen Überzeugung und ihrer daraus resultierenden Aktionen, wurden die Edelweißpiraten sowohl von der HJ als auch der SS und der Gestapo verfolgt und nicht wenige von ihnen wurden dabei inhaftiert, gefoltert oder getötet.

In diesem Buch verbindet Dirk Reinhardt geschickt durch die Art seiner Erzählung die Gegenwart und die Vergangenheit und lässt sowohl Zeitzeugen als auch die heutige Generation zu Worte kommen.
In Tagebuchform finden sich Rückblenden, die die Geschichte einer zwar fiktiven, aber dennoch realen Gruppe der Edelweißpiraten erzählen. Real, weil die Figuren um Flint, Kralle, Gerle, Tilly und wie sie alle hießen, zwar erfunden sind, aber hier stellvertretend für viele reale Personen der damaligen Zeit stehen.

Mich hat das Buch sehr bewegt und mich auch noch lange beschäftigt. Nicht zuletzt bleibt immer auch die Frage stehen, welches Recht ein Mensch haben kann, anderen die Freiheit zu nehmen. Nichts anderes wollten die Edelweißpiraten - die Freiheit, so zu sein, wie sie sind oder wie Tilly es einmal im Buch formuliert: Sie waren Leute, die nichts weiter wollten als Luft zum Atmen, 'n Weg zum Wandern und 'n Lied zum Singen.

Gerade für Jugendliche finde ich das Buch sehr interessant, weil es von ganz normalen Jugendlichen handelt, die durch die politische Situation in die Opposition rutschten und die Konsequenzen dafür tragen mussten.

Das Buch "Edelweißpiraten" gibt einen guten Überblick über den Alltag und das Leben der Jugendlichen der Nazi-Zeit und auch über die gesellschaftlichen Mechanismen, die die jungen Leute von Anfang an ins System einbinden sollten. Gleichzeitig ist es spannend zu lesen, so dass es auch unwilligere Leser packen dürfte, wodurch es sich für mein Empfinden auch gut als Schullektüre eignet. Dazu trägt außerdem auch noch der im Buch zu findende Download-Link für weiterführendes, bzw. schulbgleitendes Material als Hilfe bei.

Aber auch außerhalb der Schulen kann ich das Buch uneingeschränkt jedem empfehlen, der etwas über diese sonst ja eher unbekannte Gruppe und ihre Zeit erfahren möchte.

★★★★★

Zwei lange Unterhosen der Marke Hering - Ariel Magnus




Zwei lange Unterhosen der Marke Hering von Ariel Magnus
Verlag : Kiepenheuer & Witsch 
ISBN: 9783462044607

Der Klappentext wird dem Buch leider nur zu einem geringen Teil gerecht: 

Die bewegende Geschichte einer außergewöhnlichen Großmutter Emma ließ sich mit 22 Jahren auf der Suche nach ihrer blinden Mutter freiwillig ins Konzentrationslager Theresienstadt und später nach Auschwitz deportieren und wäre ihrer Mutter auch auf dem Weg in die Gaskammer nicht von der Seite gewichen, hätten nicht die Nazis selbst sie aufgehalten. Der argentinische Autor Ariel Magnus will diese Frau, seine Oma, näher kennenlernen und beginnt, ihr Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Entstanden ist ein überaus humorvolles und unkonventionelles Porträt einer Holocaust-Überlebenden, die seit 50 Jahren in Brasilien lebt und die in ihrer Authentizität mit allen Klischees bricht, die ohne Bitterkeit oder Selbstmitleid zeigt, wie vielschichtig das Leben ist, auch in den dunkelsten Zeiten. Ariel Magnus und seine temperamentvolle Großmutter reisen dabei zwischen Deutschland, Brasilien und Argentinien hin und her, sie streiten, provozieren, überraschen, und so entfaltet sich vor dem Leser ein Kaleidoskop von unpathetischer Menschlichkeit, familiärer Wärme und pragmatischen Lebensentscheidungen. Ein Buch, das trotz seines ernsten Themas voller Komik und Lebensfreude ist. »Ich hab doch meine Freiheit, und Freiheit ist so viel wert. Das Wort ist klein, aber der Inhalt ist riesig.«


Dieses Buch ist anders und ganz besonders ist es anders als eigentlich alle Bücher, die ich jemals mit einem Bezug zum Holocaust gelesen habe. Mit Sicherheit ist es auch das, was es so besonders macht, aber nicht nur. Vielmehr ist es die Mischung aus einem leichten humorvollen Ton, der sich dennoch immer respektvoll mit dem ja nun wahrlich nicht ganz einfachen Thema befasst, ein Ton, der auch die Großmutter liebevoll und respektvoll mit all ihren Eigenarten beschreibt und nicht zuletzt ist es auch die Persönlichkeit der Großmutter selbst, die Eindruck macht.
Der Autor, der sich auf das Wagnis eingelassen hat, seine sehr bemerkenswerte, aber nicht ganz einfache Großmutter zu interviewen und mehr über sie und ihre Zeit in Deutschland herauszufinden.
Die Großmutter, die als Jüdin zur Zeit des Dritten Reiches lebte, als junges Mädchen und spätere Frau, die in dieser Zeit alles und jeden verloren hat, zeigt sich einerseits sehr stark, jedoch wird immer wieder auch deutlich, wie sehr sie auch heute noch mit den Erinnerungen an diese Zeit zu kämpfen hat und was dort eigentlich alles passiert ist, was nie hätte passieren dürfen.
Ganz nebenbei nur wird es erwähnt, streckenweise fast beiläufig, selbstverständlich, nie dramatisch, nie anklagend, so dass der Leser manches Mal genauer hinschauen und noch einmal genau lesen muss, was eigentlich passiert ist.
Gerade diese Beiläufigkeit führte bei mir allerdings des Öfteren dazu, dass es mich mehr traf als jeder Vorwurf oder jede weit ausgeführt Anklage es vermocht hätten.
Man sollte dieses Buch allerdings nicht nur als Buch über den Holocaust lesen, das ist es nicht. Es ist ein Buch über eine starke und eigenwillige Frau, die auch den Holocaust überlebt hat und es ist auch ein Buch über eine ältere Frau, die manchmal recht sprunghaft und nicht immer ganz zusammenhängend erzählt, hier sollte man bereit sein, sich darauf einzulassen. Wenn man das kann, hat man hier ein sehr beeindruckendes und intensives Buch, dasmir sehr gut gefallen hat.

Samstag, 23. November 2013

Junimond - Katrin Bongard








Junimond von Katrin Bongard
Verlag : Red Bug Books 
ISBN: B00C42NWQ6

Allein der Klappentext macht doch schon neugierig, oder?

„Ein intensives, sonniges Buch über Film, Freundschaft & Liebe“ Olivia, Ares und Nick sind Freunde seit dem Kindergarten, wohnen in der gleichen Gegend, gehen auf die gleiche Schule, sehen sich täglich. Als Stella in ihre Gegend zieht, verändert sich das sensible Gleichgewicht der Gruppe. Als die Freunde für ein Filmprojekt in das Haus von Stella ziehen, wird klar, dass die Tage der Kinderfreundschaft vorbei sind und ein Sommer voller Liebe beginnt. „Ich liebe die Filmzitate, sie allein sind schon das Lesen wert.“ „Das Buch ist wie ein kleiner Independent-Film: sonnig, sympathisch und mit einer großen Liebe zum Film.“



Und dahinter verbirgt sich wieder ein weiteres wunderschönes Buch aus der Feder von Katrin Bongard. Kennzeichnend für ihre Bücher, finde ich unter anderem immer die Vielschichtigkeit der Handlung und den spannenden und mitreißenden Schreibstil der Autorin.

In jedem der Bücher, die ich bis jetzt von ihr gelesen habe, verstecken sich hinter den offensichtlichen Themen wie hier Liebe und Freundschaft noch viele andere Themen. Manches macht einen betroffen, anderes sprachlos, mal schlägt man die Hände über dem Kopf zusammen oder regt sich auf, aber nie ist es uninteressant oder überflüssig. Meist lässt es einen mit dem einen oder anderen Gedanken zurück, der auch über das Buch hinaus noch beschäftigt.

Die Charaktere kommen immer als ganze Persönlichkeiten daher, die sehr facettenreich und authentisch dargestellt werden.

Der Handlungsstrang ist nie so geradlinig, wie es auf den ersten Blick aussieht, sondern es gibt viele Dinge, die sich nach und nach erschließen und eine sehr komplexe und fesselnde Handlung ergeben. In diesem Buch verknüpfen sich u.a. Liebe, Freundschaft, FIlm und Geschichte zu einer wirklich spannenden und toll geschriebenen Story, die den Leser mitreißt. Bei aller Ernsthaftigkeit, die die Themen teilweise haben, bleibt der Schreibstil jedoch immer locker und leicht, so dass sich das Buch einfach gut lesen lässt.

Stella zieht mit ihrer Mutter in ein halbverfallenes Haus mitten im "Bonzenviertel" in der Gegend um Potsdam. Eigentlich wollte sie gar nicht aus Berlin Mitte weg und schon gar nicht in so eine Gegend, wo alle Geld zu haben scheinen, nur sie nicht. Als dann auch noch ihr Lehrer sie ausgerechnet mit den drei "Musketieren" Nick, Ares und Olivia für das anstehende Filmprojekt zusammensteckt, ist sie wenig begeistert. Auch die Musketiere müssen sich entscheiden, ob sie Stella in ihre Gruppe reinlassen.
Im Zuge des Filmprojektes machen sie viele spannende Entdeckungen und finden viel über ihr Viertel und die dazugehörige Historie heraus - aber auch über sich selbst und ihr Verhältnis zu den anderen.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

★★★★★


Liebe macht Anders - Karen Susan Fessel

Leider ist dies mal wieder eins der Bücher, bei dem durch eine falsche Zuordnung beim leser falsche Erwartungen geweckt werden. Es ist ein wirklich tolles Buch über das Anders sein, Anfeindungen und Freundschaft, aber es ist definitiv kein Thriller.




Liebe macht Anders von Karen Susan Fessel 
Verlag : Kosmos 
ISBN: 9783440133460 

Der Klappentext:

Anders ist neu in der Klasse. Er sieht super aus und hat etwas Geheimnisvolles an sich. Schnell entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen ihm und Sanne. Das passt Robert, dem bisher unangefochtenen Sunnyboy und Ex-Freund von Sanne überhaupt nicht und er beginnt in Anders‘ Vergangenheit zu graben: Nicht nur, dass der Typ keinen Facebook-Account hat – man findet ihn überhaupt nirgends im Netz. Irgendetwas ist da faul! Als Robert entdeckt, dass der Neue gar kein „richtiger“ Mann ist, wird es gefährlich für Anders. Richtig gefährlich. Und Sanne muss hilflos dabei zusehen.

 "Liebe macht Anders" wirft den Leser gleich mitten ins Geschehen hinein. Es ist etwas passiert, offensichtlich hat es ein Unglück gegeben.

Anfangs machten mir die häufigen Perspektivwechsel ein wenig zu schaffen, insbesondere, da viele in Form von Zeugenaussagen geschrieben sind. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, lockerten sie das Geschriebene wiederum auch auf.

Anders ist neu in der Klasse, gleich vom ersten Moment an wird deutlich, dass er auch anders ist. Er ist nicht wie die anderen Jungen, sondern wirkt besonders und hat eine ganz eigene Art.

Obwohl ihn etliche Schüler, insbesondere dieMädchen ziemlich umschwärmen, schließt er sich Pascal an, ausgerechnet Pascal, den alle nur Pickelgesicht nennen.

Als dann auch noch ausgerechnet Sanne, fü die Robert seit Jahren schwärmt,  anfängt, sich für Anders zu interessieren, wird es Robert zu viel. Bisher war er der unbestrittene King der Klasse und hat diese Position auch genossen und auf einmal kommt Anders daher und alle wenden sich von Robert ab.

Er fängt an Anders hinterher zu spionieren und stößt auf einige Ungereimtheiten, Ungereimtheiten, die ihn immer weiter und weiter graben lassen. Schließlich führen  diese Nachforschungen zu Anfeindungen gegenüber Anders, der durch seine andere Art aus dem Rahmen fällt...

Mir hat das Buch gut gefallen, es hat mich zum Nachdenken und Mitfiebern und Mithoffen gebracht und ich kannes nur empfehlen.

Boy Nobody - Allen Zadoff





Boy Nobody von Allen Zadoff 
Verlag : bloomoon 
ISBN: 9783845800059 

Der Klappentext

Sie wollten den perfekten Soldaten: Einen, der in jeder Situation zuschlagen kann, einen, der keine Angst oder Zuneigung kennt. Einen, der sein Zielobjekt jederzeit schnell und effektiv aus dem Weg räumen kann, ohne sich emotional zu verstricken. Sie bekamen Boy Nobody. Er ist 16, ohne Namen oder Geschichte. Und er macht einen unverzeihlichen Fehler - er beginnt, sich zu verlieben ...

  
Tolle Idee, gut umgesetzt - eigentlich. Trotzdem wurde ich mit dem Buch nicht wirklich warm. Ja, ich wollte wissen, wie es weitergeht, es war spannend, es war...ganz viel, aber mir fehlte etwas.

Insgesamt ist mir der Ton, die Erzählweise einfach zu distanziert und ich werde mit dem Protagonisten einfach nicht warm. Natürlich passt seine Art genau zu seiner Ausbildung, zu seinem Leben und in sich ist alles stimmig, aber darum mag ich ihn und seine Erzählweise trotzdem nicht. Ob es nun daran liegt, dass es mir widerstrebt, mir vorzustellen, dass man Kindern so eine Ausbildung angedeihen lassen könnte oder ob es tatsächlich nur mit dem Schreibstil zusammenhängt, ich weiß es nicht.

Die Grundidee des jugendlichen Auftragskillers, der emotionslos von Auftrag zu Auftrag zieht, finde ich durchaus interessant. Dieser Auftrag jedoch ist brisanter und gefährlicher als alle anderen vorher. Nicht nur die Zielperson ist etwas Besonderes, nein, der Auftrag muss auch in wenigen Tagen ausgeführt werden, deutlich schneller als sonst üblich. Das wäre alles nicht weiter problematisch, wenn Boy Nobody tatsächlich in jeder Hinsicht und in BNezug auf jede Person so eiskalt wäre, wie er es gelernt hat, aber bei diesem Auftrag gibt es auf einmal einen Faktor, den er nicht hatte einplanen können - Amy, die Tochter des Bürgermeisters.

Das Buch ist definitiv mal etwas anders, eine interessante Idee mit einer an sich stimmigen Umsetzung, auch wenn ich nicht damit warm wurde.

Wer Probleme mit diesem emotionsarmen, eher kühl-distanzierten Stil hat, wird an dem Buch vermutlich weniger Freude haben, obwohl es handwerklich wirklich gut gemacht ist, interessante und vielschichtige Chraktere aufweist und eine spannende Story hat.

Lilith Parker, Band 3: Lilith Parker, und das Blutstein-Amulett - Janine Wilk





Lilith Parker, Band 3: Lilith Parker, und das Blutstein-Amulett von Janine Wilk 
Verlag : Planet Girl 
ISBN: 9783522503259 

Der Klappentext:

Nichtsahnend sitzen Lilith, Matt und Rebekka in einem gemütlichen Kaffee, als sie plötzlich ein Hilferuf aus Chavaleen, dem Reich der Vampire erreicht. Ihr Anführer Vadim Alexandrescu liegt im Sterben. Lilith soll sofort nach Rumänien reisen, um mit ihren Banshee-Kräften seinen Tod zu verhindern. Angekommen in der unterirdischen Vampirstadt kann Lilith nicht glauben, was sie durch ihre Banshee-Kräfte erfährt - es hat sich ein Verräter eingeschlichen in die Gemeinschaft der Vampire. Lilith muss verhindern, dass das Schattenportal wieder geöffnet wird und Bonesdale und die gesamte Menschenwelt von Dämonen bedroht werden.


Dies ist der absolut spannende dritte Band der Reihe um Lilith Parker und ihre Freunde aus Bonesdale, dem Ort, wo immer Halloween ist - oder so.

Diesmal reist Lilith mit ihren Freunden nach Rumänien, weil die dort lebenden Vampire, langjährige Verbündete der Nocturi, bedroht werden.
Dort angekommen, muss Lilith feststellen, dass auch sie selbst und ihre Freunde in großer Gefahr sind....

Wer die ersten beiden Bände bereits gelesen hat, was tunlichst der Fall sein sollte, damit man die Geschehnisse in diesem Buch überhaupt wirklich verstehen kann, hat Lilith und ihre Freunde ja schon kennen- und vermutlich auch lieben gelernt.

In diesem Buch schildert Janine Wilk in gewohnt humorvoller und mitreissender Weise die Ereignisse, so dass trotz der streckenweise fast düsteren und teilweise auch traurigen Ereignisse immer eine gewisse Leichtigkeit bleibt, die das Buch auch für junge Leser und Leserinnen geeignet sein lässt.

Die Personen, die dem Leser meist ja schon bekannt sind, werden gewohnt plastisch und anschaulich geschildert, so dass man ein gutes Bild bekommt, auch die Sprache ist flüssig und schön zu lesen.

All denen, die die ersten beiden Bände schon kennen und lieben, kann ich auch diesen dritten Band nur ans Herz legen, er lohnt sich auf jeden Fall!