Je suis Charlie

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Sonntag, 19. Januar 2014

Eine Liebe zwischen den Zeiten - Sabine Neuffer



Den heutigen Tag habe ich wieder einmal mit einem Buch aus dem dotbooks Verlag verbracht, eine überaus angenehme Gesellschaft, wie ich sagen muss. Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, es ist überzeugend geschrieben, fesselt von der ersten Seite an und besticht durch seine faszinierende Handlung. 




Eine Liebe zwischen den Zeiten von Sabine Neuffer
Seiten: (ca.) 398
Verlag: dotbooks Verlag
ISBN: eBook 978-3-95520-419-8

Der Klappentext sprach mich gleich an:

Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? Er war ein Fremder und schien so nah.

Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude …

Eine schicksalhafte Begegnung, zwei Leben und eine Liebe, die wie ein Stern in finsterer Nacht leuchtet!



 Dieses Buch zog mich vom ersten Moment an in seinen Bann, ich habe es kaum aus der Hand gelegt, bis ich die letzten Zeilen gelesen hatte, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.

Die Autorin hat es geschafft, einen überzeugenden und interessanten Plot auf fesselnde Weise zu vermitteln. Die Personen sind authentisch und unwahrscheinlich gut beschrieben, so dass ich mich sehr schnell in sie hineinfühlen konnte.
Man merkt dem Buch an, dass es im Hinblick auf die historischen Elemente gut recherchiert und gut durchdacht ist. Das offensichtliche Problem bei Büchern mit einer Zeitreisethematik ist ja meist, dass es doch irgendwo Punkte gibt, wo es unlogisch wird oder wo kleine Unstimmigkeiten auftauchen. Dies war bei "Eine Liebe zwischen den Zeiten" nicht der Fall. Dort, wo tatsächlich einmal kleinere "Brüche" im Zeitgeschehen durch Lea durch irgendwelche Dinge, die sie in die Vergangenheit bringt, provoziert werden, sind diese thematisiert und erklärt, so dass auch sie stimmig sind und passen.

Der Blick auf die Ereignisse und die Persönlichkeiten  im Jahr 1938 ist absolut überzeugend und sehr eindringlich dargestellt. Als Leserin fiebert man mit Lea mit, wenn es darum geht, ob es ihr gelingt, die Menschen in der Vergangenheit, die ihr lieb geworden sind, vor den Schrecken des Dritten Reichs zu retten. Auch ihr Erleben der Stadt selbst und der Atmosphäre dort ist sehr authentisch dargestellt und zieht den Leser in das Geschehen hinein.

Leas Überlegungen bezüglich der Geschlechterrollen, ihre Erkenntnisse im Hinblick auf die verschiedenen Persönlichkeiten um sie herum und die Beziehung zu den Menschen in ihrem Leben, sind ebenfalls sehr überzeugend dargestellt.


Als Lea in dem Haus ihrer Großmutter, das sie überraschend geerbt hat, auf eine Art "Übergang " in die Zeit vor 70 Jahren, in das Braunschweig von 1938 stößt, lernt sie den jüdischen Arzt Daniel, seine Tochter Miriam und seine kleine Enkelin Maxi kennen, denen das Haus damals gehörte.
Bei ihren Besuchen in der Zeit, ist sie erschüttert von dem damals schon deutlich spürbaren Antisemitismus und ihr wird immer deutlicher bewusst, in welcher Gefahr Daniel und seine Familie schweben, mit denen sie schon sehr bald viel mehr verbindet als eine einfache Freundschaft.

Sie merkt aber auch immer mehr, dass deren Leben in irgendeiner Weise mit dem ihren verknüpft sein muss, da noch zu ihrer Zeit die Wohnung von Daniel fast vollständig erhalten ist, fast wie ein Museum, obwohl ihre eigenen Großeltern viele Jahrzehnte lang dort gelebt haben. Überhaupt stellt sich ihr langsam die Frage, welche Rolle ihre Großeltern inne hatten und wie es dazu kam, dass diese das Haus übernommen haben.

Mit Hilfe ihres Freundes Carl, eines alten Freundes ihres Vaters, macht sie sich daran zu ergründen,  was sich damals genau zugetragen hat, während  sie gleichzeitig darum kämpft, Daniel und seine Familie dazu zu überzeugen, so schnell wie möglich das Land zu verlassen....

Mit hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

★★★★★




Kommentare:

  1. Hallo Ira,
    Lisa und Ich haben dich für den "Unter 200 Follower Tag" getagged. Wir hoffen du hast Spaß dabei :)

    Liebe Grüße Patricia :)

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  2. Das Buch wandert doch gleich mal auf meine WuLi! Danke!

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