Je suis Charlie

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Mittwoch, 29. Januar 2014

Ganze Tage im Café - Sólveig Jónsdóttir

Und hier eine Rezension eines Buches, das ich bei LovelyBooks im Rahmen einer Leserunde gelesen habe. Spannend fand ich, wie dieses Buch die Gemüter spaltete, die einen fanden es von der Grundstimmung her extrem negativ, die anderen realistisch und positiv optimistisch:




Ganze Tage im Café von Sólveig Jónsdóttir
Verlag : Insel Verlag 
ISBN: 9783458359814 

Den Klappentext zu zitieren, erspare ich mir lieber, das ich ihn  eher als irreführend empfinde. Er vermittelt einen ganz anderen Eindruck vom Buch und den Geschehnissen dort, als die, die sich einem tatsächlich beim Lesen dann zeigen und streckenweise sind die Fakten auch nicht ganz zutreffend, die dort erwähnt werden, also - lassen wir ihn lieber weg!


Für mich ist die Grundaussage des Buches:

"Nicht immer meint das Leben es gut mit einem, aber es kommt immer darauf an, was man selber dann daraus macht."
Mir selbst hat das Buch gut gefallen und ich finde es auch nicht zu negativ.
Im Buch stoßen wir auf eine Gruppe von vier Frauen, deren Wege sich im Laufe der Handlung immer mal wieder locker kreuzen und die jede für sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen sind.

Ausgangspunkt ist zumeist ein Verlust oder eine Trennung und das Buch folgt den Frauen auf ihrem Weg, mit diesem Schicksalschalg umzugehen. Sie treffen nicht immer die besten Entscheidungen, aber hey - wer tut das schon? Manchmal denkt man, ob es jetzt wirklich sein musste, ob der zehnte Gin oder der xte Mann oder...nicht vielleicht doch besser in der Kneipe geblieben wären, aber jede geht ihren eigenen Weg mit seinen Höhen und Tiefen und reift daran.

Mir zeigt das Buch, dass das Leben manchmal böse Überraschungen für uns parat hat, dass aber auch andere Zeiten kommt, wenn man diese zulässt und wenn man selber bereit ist, etwas dafür zu tun, dass sich die Dinge ändern.

Das Buch ist gut geschrieben, springt allerdings zwischen den Frauen hin und her, so dass man keine zu großen Lesepausen machen sollte, um den Faden nicht zu verlieren. Einen besonderen Reiz stellen für uns Deutsche ja auch die ungewohnten isländischen Namen dar, die es anfangs  ein wenig komplizierter machen, die Menschen sofort zuzuordnen.

Die Personen sind sehr vielfältig und eher komplexere Charaktere, auf die man sich ein wenig einlassen muss.

Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es vermutlich nicht jedermanns/fraus Geschmack ist. Hier sind Buchtitel und Cover etwas irreführend, da sie in meinen Augen einer locker-leichte Geschichte suggerieren. Das ist es mit Sicherheit nicht, aber es ist für mein Empfinden eine Geschichte, bei der es sich durchaus lohnt, sie kennenzulernen. 

★★★★


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