Je suis Charlie

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Donnerstag, 6. Februar 2014

Die Schattensurfer - Hubert Wiest

Und hier ein Jugendbuch, das mich zwar nicht gänzlich überzeugen konnte, das ich aber dennoch gerne gelesen habe.



Die Schattensurfer von Hubert Wiest
Verlag : Lomoco Publishing 
ISBN: B00GSF6NUW


Der Klappentext:

Die Schattensurfer – ein Jugendroman über Geheimnisse in einer vernetzten Welt. Die vierzehnjährige Sansibar möchte endlich im Netzwerk von RUHL aufgenommen werden. Alle wollen aufgenommen werden. Ihre beste Freundin gehört längst dazu. Sansibar lernt wie besessen für die Aufnahmeprüfung. Sie ist bereit, alle Gedanken mit dem mächtigen Netzwerk zu teilen. Nur die einzige Erinnerung an ihre verschwundene Mutter will sie für sich alleine behalten. Computergenie Luan hat nur ein Ziel, Programmierer zu werden. Doch mit einem Diebstahl ruiniert er seine ganze Zukunft und muss fliehen. Sansibar will Luan helfen, oder sind es nur seine tintenblauen Augen, die sie süß findet? Auf jeden Fall hat sie Luan noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen, aber genau das behauptet Luan. Die beiden haben keine Zeit die Sache zu klären und Luan ist überzeugt, dass Sansibar ihn verraten hat. Da macht Kalawesi, der Besitzer eines Vergnügunsparks, Luan ein unglaubliches Angebot. Zum Selberlesen, Vorlesen, Zuhören, Zittern, Bibbern, Mitfiebern und Genießen! Selbst im hintersten Winkel des Internets ist vermeintlich Privates längst öffentlich. Wohin führt diese Entwicklung? Wie lange bleiben unsere Gedanken noch geheim? Oder muss das Wort Geheimnis bald aus unserem Wortschatz gestrichen werden? Was wäre wenn…? Die Schattensurfer zeichnen ein Zukunftsszenario ohne zu moralisieren oder zu werten. Abwechselnd aus der Perspektive von Luan und Sansibar geschrieben sind die Handlungsstränge ineinander verwoben und zeigen die Träume und Ziele zweier Teenager in einer oberflächlich bunten Welt. Aber sind sie auch bereit für ihre Wünsche gegen RUHL zu kämpfen? Doktor Tornham und die Sipos verkörpern das totalitäre Netzwerk. Mit Emotionen und Irrationalität gibt Vergnügunsparkbesitzer Kalawesi viel Farbe in die technisierte Welt. Ein Buch, in dem es nicht um Technik sondern um Menschen geht.



Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Es liest sich locker weg, allerdings sehe ich die Zielgruppe weniger im All-Age-Bereich, sondern schon eher im frühen Teenager- oder späten Kinderbuchalter.

Warum ich dennoch nur drei Sterne vergebe, liegt daran, dass mir zum Schluss dann doch einiges zu glatt ging, bzw. mir hier dann doch etwas zu große Fragezeichen offen blieben, wie und warum alles so funktioniert. Hier tauchen leider gen Ende doch einige größere Widersprüchlichkeiten auf, die mich zwar nur bedingt beim Lesen selbst, aber nach dem Zuklappen des Buches dann doch etwas mehr beschäftigten.

Die Sprache ist im Hinblick auf die oben beschrieben Leserschaft durchaus angemessen und gut lesbar. Die Personen bleiben leider ein wenig blass, allerdings sind Handlung und Umgebung selbst gut nachvollziehbar und plastisch beschrieben.

Sansibar, die eifrig für ihre Kristallprüfung lernt, um endlich, endlich auch einen Kristall zu bekommen und somit ein vollwertiges und anerkanntes Mitglied von RUHL werden zu können, trifft zufällig auf Luan. Luan ist zwar ein Computergenie, musste aber in die Verbotene Stadt fliehen, nachdem er beim Stehlen erwischt wurde. Warum ist Luan nur so überzeugt, dass er Sansibar aus dem Waisenhaus kennt, wo sie doch bei ihrem Vater lebt? Sie kann sich an nichts erinnern, aber er weiß ihren Namen und warum ist er sich so sicher, sie zu kennen?
Noch ehe sie weiß, was eigentlich los ist, überschlagen sich die Ereignisse und die beiden geraten in große Gefahr, als sie sich gegen das System stellen...

Trotz der Schwächen war es eine spannende, kurzweilige und fantasievolle Lektüre, die ich gerne gelesen habe.

 ★★★




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