Je suis Charlie

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Dienstag, 30. September 2014

Kissing one more - Katrin Bongard


Es ist da......und es ist soooooo schön!









Kissing one more von Katrin Bongard
Verlag: Red Bug Books


Die Buchbeschreibung:


Kissing one more
Kolja ist attraktiv und charmant, die Liste der von ihm gebrochenen Herzen endlos. Doch diesmal hat es ihn selbst erwischt und der schüchterne Julian scheint sich nicht für ihn zu interessieren.
Emmy ist mit beiden befreundet und glaubt fest daran, dass die Jungs zusammengehören und sich nur besser kennenlernen müssen. Doch auch Emmy weiß nicht, dass Koljas Leben nicht so problemlos ist, wie es nach außen erscheint.



Uff, das war vielleicht mal wieder eine emotionale Sache, dieses Buch. Ich bin von Katrin Bongard ja schon einiges gewohnt, aber hier musste ich doch ab und an arg schlucken. Nicht nur, dass die Protagonisten, die ich im Laufe der letzten Bücher schon sehr ins Herz geschlossen habe, doch die eine oder andere nicht ganz so glückliche Entscheidung trafen (und mich damit auch nicht wirklich glücklich machten), nein, es war insgesamt eine ganz schöne Achterbahn der Gefühle.

Insgesamt auf jeden Fall wieder rundum gelungen und ein wunderbares, warmes Buch, das allen Problemen zum Trotz viel Lebensfreude ausstrahlt. Die Freundschaft der Protagonisten, die hier doch immer wieder einmal auf die Probe gestellt wird, ist beständig, obwohl keiner perfekt ist, Fehler sind erlaubt, Anderssein ist erlaubt, es gibt eine gegenseitige Akzeptanz, die aber auch die Menschen um sie herum mit einschließt.

Die Protagonisten entwickeln sich im Laufe der Bücher immer weiter, sie reifen an dem Erlebten, manchmal scheitern sie auch, aber es ist immer jemand da, der sie auffängt. Als Leser begleitet man sie auf ihrem Weg und erlebt mit, wie sie langsam aber sicher erwachsener werden und mit sich und ihren Gefühlen ins Reine kommen und lernen, auch mit ihren Schwächen zu leben.

In diesem Buch steht mit Kolja und Julian ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt, das versucht, sich zu finden oder auch erst einmal zu sich selbst zu finden, vielleicht aber auch wirklich zueinander. Gerade am Beispiel von Julians Familie und deren Umgang mit seiner Sexualität, wird wieder deutlich, dass es immer noch nicht selbstverständlich ist, dass ein Mensch einfach so sein und lieben darf, wie er ist.

Ich finde es sehr schön, mit welchem Fingerspitzengefühl und wie sensibel die Gefühle der Protagonisten wieder dargestellt werden und mit welcher Selbstverständlichkeit und Akzeptanz sie einander begegnen. Es wird auch deutlich, dass es manchmal richtig sein kann, loszulassen oder anderen einfach Raum zu geben, aber manchmal muss man auch bereit sein, sich auf mehr, auf tiefere Gefühle und größere Verpflichtungen einzulassen.

Am Ende des Buches war ich um einige Taschentücher ärmer und wäre zu gerne ein Teil dieser Truppe unwahrscheinlich sympathischer und allen Widrigkeiten und Schicksalsschlägen zum Trotz auch lebensfroher Charaktere geblieben, die mich durch ihren Zusammenhalt und ihre Stärke beeindruckt haben.

Ein rundum rundes und gelungenes Ende einer Reihe, die mir unwarscheinlich gut gefallen hat und die definitiv zu den Bücherreihen gehört, die ich immer mal wieder hervorkrame und lese, weil ich wieder einmal Zeit mit Emmy, Noah und ihren Freunden verbringen möchte.

 ★★★★★ 



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