Je suis Charlie

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Donnerstag, 30. Januar 2014

Kissing - Katrin Bongard

Und ein weiteres langersehntes Buch aus der Feder von Katrin Bongard, das mich glücklicherweise auch wieder nicht enttäuschte, im Gegenteil. Auch "Kissing" hat gute Chancen, es bei mir auf die Liste der vielfach gelesenen Bücher zu schaffen.

Erst einmal muss ich allerdings sagen, dass ich die Wartezeit  ja doch seeeeeeehr lang fand, weil ich schon sehr gespannt auf das Buch war. Als ich dann aber feststellte, dass noch ein zweiter Band herauskommt, hatte ich ja schon etwas Bedenken, weil ich bei sowas immer Sorge habe, dass es zu einem bösen Cliffhanger kommt.
Okay, ein Cliffhanger ist es dennoch, aber so wie er da steht, kann ich ihn der Autorin verzeihen, insbesondere, da ja "Kissing more" schon im April herauskommen soll.

Aber jetzt erst einmal zu diesem ersten Band:




Kissing von  Katrin Bongard
Verlag : Red Bug Books 
ISBN: 9783943799507


Hier einmal der Klappentext als Info: 



Verführung, Liebe, Freundschaft und alles dazwischen Die Eltern der attraktiven Studentin Emmy stecken mitten in einer unguten Scheidung, kein Wunder, dass sie wenig Lust auf eine feste Beziehung hat. Um die Bewerber auf Abstand zu halten, schließt sie einen Deal mit ihrem schwulen Freund Julian. Auf Partys geben sie vor, ein Paar zu sein und können sich so stressfrei amüsieren. Bis Julian sich in Noah verliebt und Emmy für ihn die Kundschafterin spielen soll ...



Emmy, die Protagonistin,  ist ein ganz toller Charakter, der mir ausgesprochen gut gefällt. Sie ist einfach rundherum tough, kann zupacken und fährt eine alte Enduro. Lediglich die Sache mit dem Verliebtsein, die ist etwas problematisch, da sie gerade durch eine recht unschöne Scheidung ihrer Eltern gefühlsmäßig verunsichert ist.
Praktischerweise braucht ihr Freund Julian etwas Rückendeckung, damit niemand mitbekommt, dass er schwul ist, so dass die Beiden immer als Paar auftreten und somit kommt Emmy auch gar nicht erst in die Verlegenheit, wirklich jemanden an sich heranzulassen.

Alles kein Problem, so lange, bis sich beide, Emmy und Julian in Noah verlieben, Noah mit den leuchtenden blauen Augen, Noah, der auf einmal da war und den keiner von beiden vergessen kann.
Plötzlich bricht alles auseinander und Emmy muss feststellen, dass es Dinge gibt, um die man kämpfen muss, wenn man sie nicht verlieren will.

In dem unverwechselbaren Stil von Katrin Bongard, werden hier auf sensible und behutsame, aber dennoch klare Art viele Themen angesprochen, wie etwa Freundschaft, Verlust, Liebe, Sexualität und der Umgang mit all diesen Gefühlen.

Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band dieser Mini-Reihe und kann auch dieses Buch von Katrin Bongard wieder einmal uneingeschränkt empfehlen.

 ★★★★★


Mittwoch, 29. Januar 2014

Ganze Tage im Café - Sólveig Jónsdóttir

Und hier eine Rezension eines Buches, das ich bei LovelyBooks im Rahmen einer Leserunde gelesen habe. Spannend fand ich, wie dieses Buch die Gemüter spaltete, die einen fanden es von der Grundstimmung her extrem negativ, die anderen realistisch und positiv optimistisch:




Ganze Tage im Café von Sólveig Jónsdóttir
Verlag : Insel Verlag 
ISBN: 9783458359814 

Den Klappentext zu zitieren, erspare ich mir lieber, das ich ihn  eher als irreführend empfinde. Er vermittelt einen ganz anderen Eindruck vom Buch und den Geschehnissen dort, als die, die sich einem tatsächlich beim Lesen dann zeigen und streckenweise sind die Fakten auch nicht ganz zutreffend, die dort erwähnt werden, also - lassen wir ihn lieber weg!


Für mich ist die Grundaussage des Buches:

"Nicht immer meint das Leben es gut mit einem, aber es kommt immer darauf an, was man selber dann daraus macht."
Mir selbst hat das Buch gut gefallen und ich finde es auch nicht zu negativ.
Im Buch stoßen wir auf eine Gruppe von vier Frauen, deren Wege sich im Laufe der Handlung immer mal wieder locker kreuzen und die jede für sich an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen sind.

Ausgangspunkt ist zumeist ein Verlust oder eine Trennung und das Buch folgt den Frauen auf ihrem Weg, mit diesem Schicksalschalg umzugehen. Sie treffen nicht immer die besten Entscheidungen, aber hey - wer tut das schon? Manchmal denkt man, ob es jetzt wirklich sein musste, ob der zehnte Gin oder der xte Mann oder...nicht vielleicht doch besser in der Kneipe geblieben wären, aber jede geht ihren eigenen Weg mit seinen Höhen und Tiefen und reift daran.

Mir zeigt das Buch, dass das Leben manchmal böse Überraschungen für uns parat hat, dass aber auch andere Zeiten kommt, wenn man diese zulässt und wenn man selber bereit ist, etwas dafür zu tun, dass sich die Dinge ändern.

Das Buch ist gut geschrieben, springt allerdings zwischen den Frauen hin und her, so dass man keine zu großen Lesepausen machen sollte, um den Faden nicht zu verlieren. Einen besonderen Reiz stellen für uns Deutsche ja auch die ungewohnten isländischen Namen dar, die es anfangs  ein wenig komplizierter machen, die Menschen sofort zuzuordnen.

Die Personen sind sehr vielfältig und eher komplexere Charaktere, auf die man sich ein wenig einlassen muss.

Mir hat das Buch gefallen, auch wenn es vermutlich nicht jedermanns/fraus Geschmack ist. Hier sind Buchtitel und Cover etwas irreführend, da sie in meinen Augen einer locker-leichte Geschichte suggerieren. Das ist es mit Sicherheit nicht, aber es ist für mein Empfinden eine Geschichte, bei der es sich durchaus lohnt, sie kennenzulernen. 

★★★★


Dienstag, 28. Januar 2014

Und die nächste Lesung bei den Bücherpiraten....

...ist Schuld daran, dass uns heute ein Neuzugang ins Haus flatterte:




Naomi & Ely von Rachel Cohn und David Levithan 
Verlag : cbt 
ISBN: 9783570306826 

Die Lesung war wieder richtig schön und hat einfach Spaß gebracht! Ich fand es nur sehr schade, wie viele Plätze im Publikum noch frei waren, weil der Einsatz, die viele Arbeit und nicht zuletzt (sondern eher allem voran!) auch das tolle Ergebnis eigentlich ein ausverkauftes Haus verdient hätten!

Es handelte sich wieder um eine inszenierte Lesung, die von vier Schülern dargeboten wurde, nicht immer perfekt, aber gerade darum mit viel Charme und Überzeugungskraft. Wie schon bei der Lesung gestern, dauerte es nur kurze Zeit, bis man als Zuhörer gebannt lauschte und mitten drin in der Geschichte war. 

Drei der Schüler lasen die Rollen von Naomi, Ely und Bruce, Bruce dem Zweiten, wohlgemerkt. Naomi ist in Ely verliebt ist, aber mit Bruce dem Zweiten zusammen, weil Ely sich leider nicht für Mädchen interessiert, auch wenn Naomi sich das schon seit langem sehr wünscht. Ely und Naomi haben eine ganz klare No-Kiss-List, doch einer steht leider nicht da drauf - Bruce der Zweite. ja, genau, Naomis Bruce, genau der. Der, den Ely plötzlich küsst und der selber nicht weiß, was ihm passiert, als er merkt, dass ihm dieser Kuss viel bedeutet und er ihn nicht vergessen möchte.

 Die Gefühle der Personen, als auf einmal alles auseinanderbricht und Naomi und Ely keine Einheit mehr bilden, als Bruce sich diesen ganzen neuen Gefühlen stellen muss, kamen sehr schön rüber. 

Auch die musikalische Untermalung auf der Gitarre zum Beginn und zum Ende der Lesung waren sehr schön und bildeten einen runden Abschluss. 

Und jetzt muss ich erst einmal das Buch lesen, leider ließ die Lesung nämlich die alles entscheidende Frage offen - werden Naomi und Ely sich wieder versöhnen?

Morgen vormittag geht es dann zur nächsten Lesung von "Liebe macht Anders" von und mit Karen-Susan Fessel, abends geht es dann weiter (ja, wir sind im Lesungsfieber!!!) zu einer weiteren inszenierten Lesung von "15 Jungs, 4 Frösche und 1 Kuss" von E. Lockhardt.

Meine Rezension zu "Liebe macht Anders" findet sich ja schon hier auf dem Blog 
(http://cupofteaandbook.blogspot.de/2013/11/liebe-macht-anders-karen-susan-fessel.html)  und jetzt bin ich erst einmal gespannt auf die Autorin und die dazugehörige Lesung morgen!



Wir waren bei einer Lesung der Bücherpiraten...

Gestern war die erste Lesung bei den Bücherpiraten ( http://www.buecherpiraten.de/ ) im Rahmen der diesjährigen 8. Jugendbuchtage der Bücherpiraten, die dieses Jahr unter dem Titel "Toastbrot&Tastbrotine" laufen und sich mit den Rollen von Mädchen und Jungen in den verschiedensten Konstellationen auseinandersetzen.

Wie gesagt, gestern war die erste Lesung und meine Töchter und ich waren einfach nur begeistert!
Die Messlatte für die künftigen Lesungen dieser Woche ist jetzt natürlich recht hoch, aber ich bin sehr zuversichtlich, dass uns auch die anderen Veranstaltungen gefallen werden.

Aber zurück zu diesem Abend - das Thema war die  Graphic Novel "Mädchen" von flix.



mädchen von flix
Verlag: Carlsen Verlag 
ISBN 978-3-551-78181-9 


Mit Hilfe eines Beamers und einer Gitarre, schafften es die vier Schüler nicht nur, den Text und die Stimmung des Comics genial rüberzubringen, sondern sie schafften es auch, dass das Publikum wie gefesselt da saß und die Zeit wie im Flug verging. Toll dargestellt und stimmungsvoll inszeniert, hat die gestrige Veranstaltung einfach wahnsinnig viel Spaß gebracht und wird mit Sicherheit nicht die letzte gewesen sein, die wir diese Woche besucht haben. 

Man merkt, dass die Schüler sehr viel Zeit und Mühe auf die Inszenierung verwendet haben, die sich aber definitiv auch ausgezahlt hat. Unter Anderem haben sie ein Wochenende darauf verwandt, mit einem Schauspieler ihre Texte durchzugehen und mit ihm daran zu arbeiten, die Persönlichkeiten richtig rüberzubringen - ausgehend vom gestrigen Abend kann man nur sagen, dass ihnen das sehr erfolgreich gelungen ist! Das war aber nicht die einzige Zeit, die sie in diese Lesung investiert haben, insgesamt hat es wohl gut ein halbes Jahr gedauert, bis die Lesungen so standen, wie sie uns jetzt im Laufe der Woche präsentiert werden. Ich bin schon sehr gespannt, wir haben bereits mehrere Lesungen ins Visier gefasst, zu denen wir auch sehr gerne hingehen möchten. Heute Abend wird das erst einmal eine ebenfalls von Schülern inszenierte Lesung zu "Naomi und Ely" von Rachel Cohn sein. Ich bin gespannt und freue mich schon sehr darauf!


Donnerstag, 23. Januar 2014

Frisch angekommen.... The House of Hades - Rick Riordan

Ohh, das ist doch mal einen Post wert - heute hat mein Warten endlich ein Ende gehabt und ...Trommelwirbel....Trommelwirbel... eben brachte unser Paketbote mir mein langersehntes





The Heroes of Olympus: The House of Hades  

von 

Rick Riordan

 aus dem Disney Press-Verlag  

 

  Ja, falls Ihr es nicht schon erraten habt - ich liebe die Bücher von Rick Riordan und sie stehen hier alle in Englisch und Deutsch. Auf Englisch, weil ich sie lesen muss, sobald sie herauskommen und auf Deutsch, weil meine Familie komischerweise meutert, wenn ich ihnen einzureden versuche, dass es doch reicht, wenn wir sie auf Englisch haben.

Rick Riordans Bücher gehören zu denen, die wir auch heute noch gerne mal gemeinsam lesen und vorlesen, weil wir alle seinen trockenen Humor lieben und die Bücher einfach unwahrscheinlich spannend sind.

Ich bin immer wieder von der tollen Übersetzung von Gisbert Haefs begeistert, der den Originalton einfach sehr gut einfängt, allerdings war ich die letzten Mal sehr entsetzt, wie schlecht die Umsetzung in den deutschen Hardcovern war. Ich erwarte bei einem Hardcover eines renommierten Verlages eigentlich einen Text, der nicht auf allen Seiten von Rechtschreib- und Druckfehlern  strotzt, aber leider scheint das hier nicht möglich zu sein.

Egal wie, ich freue mich schon auf jeden Fall auf das Lesen des Buches!

Mittwoch, 22. Januar 2014

Damian - Rainer Wekwerth

Und hier eine Rezension zu meiner heutigen Leküre. Aus unerfindlichen Gründen stand das Buch schon länger im Regal ohne gelesen worden zu sein, das musste jetzt geändert werden. Immerhin wusste ich schon, dass Rainer Wekwerth gut schreiben kann, da ich die beiden Labyrinth-Bücher von ihm schon ausgesprochen spannend fand und sie sehr sehr gerne gelesen habe. Umso gespannter war ich also, ob dieses Buch genauso gut ist.



Damian  von Rainer Wekwerth 
Verlag : Arena 
ISBN: 9783401504636 

Der Klappentext klingt ja schon mal  sehr sehr gut:

 Laura will eigentlich nur ein paar aufregende Tage in Berlin verbringen. Doch hinter der Fassade der Großstadt verbirgt sich eine Welt, in der Engel und Dämonen einen erbitterten Kampf austragen. Als Lara sich in Damian verliebt, weiß sie nicht, dass er dazu ausersehen ist, eine dunkle Prophezeiung zu erfüllen. Bald bedroht ein gut gehütetes Familiengeheimnis nicht nur ihre Liebe zu Damian, sondern auch ihr Leben.


Ich habe dieses Buch geradezu verschlungen, da ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht, weil es so spannend war. 

Mir gefielen sowohl die ungewöhnliche Handlung als auch die außergewöhnlichen Charaktere, bei denen nichts nur gut oder nur schlecht, nur schwarz oder nur weiß ist. Im Gegenteil, die Charaktere sind ausgesprochen facettenreich und interessant dargestellt  und entwickeln sich im Laufe der Geschichte deutlich weiter.

Auf fesselnde Weise erzählt der Autor Rainer Wekwerth die Geschichte von Laura und Damian. Laura, die wegen ihres schrecklichen Liebskummers von zu Hause nach Berlin zu ihren Großeltern geflüchtet ist, um dort auf andere Gedanken zu kommen, lernt gleich an einem der ersten Abende dort auf recht spektakuläre Weise einen geheimnisvollen jungen Mann kennen, Damian. Bald jedoch muss Laura erkennen, dass nicht nur Damian Geheimnisse vor ihr hat, sondern auch ihre Großeltern, die ihn zu kennen scheinen.Als Laura dann auch noch feststellt, dass auch ihre Mutter nicht ehrlich zu ihr war, versucht sie, auf eigene Faust die Geheimnisse ihrer Familie zu lüften, doch  das, was sie dabei entdeckt, erschüttert ihr Leben völlig. Nichts ist so wie es schien und Laura erkennt, dass sie mitten in den ewigen Kampf zwischen Gut und Böse hineingezogen wurde...

Spannungsreich und toll geschrieben, hat mich dieses Buch sofort in seinen Bann gezogen. Ab und an, was bei mir normalerweise eher selten vorkommt, musste ich inne halten, um die Personen ein wenig zu sortieren, weil recht viele Nebenschauplätze mit vielen ungewöhnlichen Personen und nicht ganz so eingängigen Namen auftauchen, bei denen ich manchmal kurz überlegen musste, um sie korrekt zuordnen zu können.

Auf jeden Fall kann ich dieses Buch jedem Fantasy-Liebhaber, der nicht gerade eine "Engel-Allergie" hat, ganz klar empfehlen!

★★★★★


Lübecker Jugendbuchtage 27. bis 31. Januar 2014

Nächste Woche sind wieder die Lübecker Jugendbuchtage bei den Bücherpiraten: www.buecherpiraten.de/

Da ich (fast) alle Lesungen, die in diesem Rahmen stattfinden,  sehr vielversprechend finde, werde ich nächste Woche wohl viel unterwegs sein müssen, um zu allen Terminen zu können. Bei einer Lesung weiß ich leider schon, dass ich da nicht hinkönnen werde, weil ich da einen andern Termin habe, aber sechs andere Events locken mich.

Wer wissen will, was es alles für Lesungen gibt, kann hier einmal gucken: http://www.buecherpiraten.de/files/Jugendbuchtage/jbt_14_programm_internet.pdf

Ich finde, da sind sehr viele interessante Beiträge dabei und hoffe, dass ich genug Zeit habe, um mir möglichst viel davon anzugucken!
Danach werde ich natürlich berichten, wie es war.

Unter 200 Follower Tag

Einen ganz lieben Dank an Lisa und Patricia vom Blog "Der Bücherstapel" http://derbuecherstapel.blogspot.de/2014/01/unter-200-follower-tag.html#comment-form , die meinen Blog hier für den "Unter 200 Follower Tag" getaggt haben! Okay, unter 200 ist bei diesem Blog-Baby lieb ausgedrückt, aber unter 20 hätte vermutlich auch etwas albern geklungen! ;-)

Mit dem Taggen wurden zehn Fragen gestellt, die ich hier beantworten muss und dann wiederum stelle ich zehn Fragen. Getaggt werden nur die, die unter 200 Followern haben :) 


Die Regeln:
1. Den Tagger als Dankeschön verlinken!
2. Die gestellten 10 Fragen vom Tagger beantworten!
3. 10 neue Fragen stellen!
4. 5 Blogger taggen, die unter 200 Leser haben und ihnen mitteilen, dass sie getaggt wurden
5. Zurücktaggen ist nicht erlaubt!

 
Dann will ich doch gleich einmal die Fragen von Lisa und Patricia beantworten:

    Welches Buch hast du am häufigsten gelesen?
Puhhhhhhhhh....Matt Ruff, "Fool on the hill" ist da sehr verdächtig, aber ganz sicher bin ich mir da nicht.

    Welches Buch ist das älteste was du besitzt?
Ein Gedichtband meines Ur-Ur-Großvaters, der 1910 herausgegeben wurde,

    Welches Buch fandest du am schlechtesten?
Dazu möchte ich mich gerne in Schweigen hüllen...

    Welches Buch sollte deiner Meinung nach verfilmt werden?
Die Reihe um die Fuentes-Brüder von Simone Elkeles, daraus ließe sich bestimmt einiges machen, allerdings müssten die Schauspieler hundertprozentig passen.

    Leihst du dir auch Bücher aus oder möchtest du sie lieber selber im Regal stehen haben?
Ich leihe mir ganz viele aus - und wenn sie mir wirklich gut gefallen, muss ich sie danach dann trotzdem noch selber haben.

    Welcher Buchtitel passt am wenigsten zum Buch oder wurde deiner Meinung nach am schlechtesten übersetzt?
Es gab einen, über den ich mich fürchterlich geärgert habe, aber ich habe leider vergessen, welches Buch das war...

    Wer ist dein Lieblingsautor/Lieblingsautorin und warum?
Da gibt es mehrere, zum Beispiel Katrin Bongard und Gerd Schilddorfer, die einfach völllig unterschiedlich schreiben, so dass man sie gar nicht vergleichen kann.

    Wenn dein Lieblingsbuch verfilmt werden würde, wer sollte den Protagonisten verkörpern?
Ups, keine Ahnung, ich weiß gar nicht, ob man das überhaupt vernünftig verfilmen könnte, ehrlich gesagt.

    In welchem Buch würdest du gerne leben und wieso?
Tom Sawyer und Huckleberry Finn - weil ich die Zeit und die Umgebung sehr spannend finde und sehr sehr gerne einmal mit einem Raddampfer auf dem Mississppi fahren würde.

    Harcover oder Taschenbuch?
Edler Hardcover, praktischer Taschenbuch, wobei die TBs optisch ja auch schon aufholen. Angenehmer zum Halten sind auf jeden Fall die Taschenbücher, aber ein Hardcover fühlt sich doch noch schöner an.

 

Meine Fragen an Euch:

1. Welches Genre liest Du am Liebsten?
2. Hast Du ein Lieblingsbuch  und wenn ja, welches ist das? 
3. Wo liest Du am Liebsten?
4. Liest Du auch eBooks oder eher nicht so gerne?
5. Erinnerst Du Dich noch an Dein Lieblingsbuch in der Grundschulzeit?
6. Kaufst Du nur neue oder auch gebrauchte Bücher? 
7. Und wo kaufst Du Deine Bücher, eher online oder vor Ort in einer Buchhandlung?
8. Welche der aktuellen Buch-Verfilmungen des letzten Jahres hat Dir am Besten gefallen?
9. Gibt es eine Verfilung auf die Du Dich besonders freust?
10. Hörst Du gerne Hörbücher?



 Ich habe getaggt
(und hoffe, dass sie Spaß an der Aktion haben)

und last but not least


Sonntag, 19. Januar 2014

Eine Liebe zwischen den Zeiten - Sabine Neuffer



Den heutigen Tag habe ich wieder einmal mit einem Buch aus dem dotbooks Verlag verbracht, eine überaus angenehme Gesellschaft, wie ich sagen muss. Das Buch hat mir ausgesprochen gut gefallen, es ist überzeugend geschrieben, fesselt von der ersten Seite an und besticht durch seine faszinierende Handlung. 




Eine Liebe zwischen den Zeiten von Sabine Neuffer
Seiten: (ca.) 398
Verlag: dotbooks Verlag
ISBN: eBook 978-3-95520-419-8

Der Klappentext sprach mich gleich an:

Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? Er war ein Fremder und schien so nah.

Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude …

Eine schicksalhafte Begegnung, zwei Leben und eine Liebe, die wie ein Stern in finsterer Nacht leuchtet!



 Dieses Buch zog mich vom ersten Moment an in seinen Bann, ich habe es kaum aus der Hand gelegt, bis ich die letzten Zeilen gelesen hatte, da ich unbedingt wissen wollte wie es weitergeht.

Die Autorin hat es geschafft, einen überzeugenden und interessanten Plot auf fesselnde Weise zu vermitteln. Die Personen sind authentisch und unwahrscheinlich gut beschrieben, so dass ich mich sehr schnell in sie hineinfühlen konnte.
Man merkt dem Buch an, dass es im Hinblick auf die historischen Elemente gut recherchiert und gut durchdacht ist. Das offensichtliche Problem bei Büchern mit einer Zeitreisethematik ist ja meist, dass es doch irgendwo Punkte gibt, wo es unlogisch wird oder wo kleine Unstimmigkeiten auftauchen. Dies war bei "Eine Liebe zwischen den Zeiten" nicht der Fall. Dort, wo tatsächlich einmal kleinere "Brüche" im Zeitgeschehen durch Lea durch irgendwelche Dinge, die sie in die Vergangenheit bringt, provoziert werden, sind diese thematisiert und erklärt, so dass auch sie stimmig sind und passen.

Der Blick auf die Ereignisse und die Persönlichkeiten  im Jahr 1938 ist absolut überzeugend und sehr eindringlich dargestellt. Als Leserin fiebert man mit Lea mit, wenn es darum geht, ob es ihr gelingt, die Menschen in der Vergangenheit, die ihr lieb geworden sind, vor den Schrecken des Dritten Reichs zu retten. Auch ihr Erleben der Stadt selbst und der Atmosphäre dort ist sehr authentisch dargestellt und zieht den Leser in das Geschehen hinein.

Leas Überlegungen bezüglich der Geschlechterrollen, ihre Erkenntnisse im Hinblick auf die verschiedenen Persönlichkeiten um sie herum und die Beziehung zu den Menschen in ihrem Leben, sind ebenfalls sehr überzeugend dargestellt.


Als Lea in dem Haus ihrer Großmutter, das sie überraschend geerbt hat, auf eine Art "Übergang " in die Zeit vor 70 Jahren, in das Braunschweig von 1938 stößt, lernt sie den jüdischen Arzt Daniel, seine Tochter Miriam und seine kleine Enkelin Maxi kennen, denen das Haus damals gehörte.
Bei ihren Besuchen in der Zeit, ist sie erschüttert von dem damals schon deutlich spürbaren Antisemitismus und ihr wird immer deutlicher bewusst, in welcher Gefahr Daniel und seine Familie schweben, mit denen sie schon sehr bald viel mehr verbindet als eine einfache Freundschaft.

Sie merkt aber auch immer mehr, dass deren Leben in irgendeiner Weise mit dem ihren verknüpft sein muss, da noch zu ihrer Zeit die Wohnung von Daniel fast vollständig erhalten ist, fast wie ein Museum, obwohl ihre eigenen Großeltern viele Jahrzehnte lang dort gelebt haben. Überhaupt stellt sich ihr langsam die Frage, welche Rolle ihre Großeltern inne hatten und wie es dazu kam, dass diese das Haus übernommen haben.

Mit Hilfe ihres Freundes Carl, eines alten Freundes ihres Vaters, macht sie sich daran zu ergründen,  was sich damals genau zugetragen hat, während  sie gleichzeitig darum kämpft, Daniel und seine Familie dazu zu überzeugen, so schnell wie möglich das Land zu verlassen....

Mit hat dieses Buch ausgesprochen gut gefallen, ich kann es uneingeschränkt empfehlen!

★★★★★




Mittwoch, 15. Januar 2014

Schneeengel - Jean Little

In meinem Winter-Weihnachtsbücher-Fundus tummelte sich dieses Jahr auch das Buch "Schneeengel" von Jean Little. Ich wappnete mich, ehrlich gesagt, innerlich ein wenig gegen Kitsch und viel Gefühl, als ich schließlich danach griff, da ich in Bezug auf Weihnachtsbücher da in letzter Zeit etwas skeptisch geworden bin. Meist gibt es von beiden Zutaten ja überreichlich, wenn sich die Weihnachtszeit nähert und nicht jedes Buch setzt das wirklich gelungen um, vorsichtig ausgedrückt. Aber - mir war danach, es zu versuchen, weil ich fand, dass die Geschichte zumindest dem Klappentext nach schön und recht vielversprechend klingt und so ein bisschen was fürs Herz ist ja auch gerade in der Weihnachtszeit nicht schlecht:
 
Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: Ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen? Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dieses Mal wagen, Vertrauen zu fassen?  




Schneeengel von Jean Little 
Gebundene Ausgabe: 258 Seiten 
Verlag: Arena (Juni 2008) 
ISBN-10: 3401062735

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist ein sehr warmes und liebevolles Buch, das zeigt, worauf es im Leben ankommt.
Die Personen sind authentisch und schön dargestellt, so dass man mit ihnen mitfühlt und auch mit ihnen bangt, wenn die Dinge anders laufen als geplant.

Direkt vor Weihnachten beschließt Mins derzeitige Pflegemutter, dass sie sie nicht mehr haben will. Auf dem Weg zu Mins Sachbearbeiterin, kommt auch gleich der Koffer mit Mins wenigen Habseligkeiten mit, damit auch ja gleich Fakten geschaffen werden, egal ob überhaupt eine andere Pflegefamilie zur Verfügung steht.
Jess, eine Ärztin, bekommt die ganze unerquickliche Szene, die sich dann im Büro von Mins Sachbearbeiterin abspielt mit und nimmt kurzerhand Min zu sich.

Min weiß nicht, wie es ist, umsorgt zu werden und sich willkommen zu fühlen. Es fällt ihr anfangs auch sehr schwer, Jess zu vertrauen, aber mit viel Geduld und Verständnis, schafft Jess es, dass Min sich langsam öffnet. 

Es war schön Min und auch Jess auf ihrem Weg zueinander zu begleiten, ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Geschichten mag, die zwar liebevoll und herzlich sind, aber es trotzdem immer noch schaffen, nicht kitschig zu werden.

★★★★★

Dienstag, 14. Januar 2014

Zwischen uns die Zeit - Tamara Ireland Stone

Und hier einmal ein Buch, bei dem ich nicht ganz weiß, wie ich es finde, irgendwas fehlte letztlich, dennoch habe ich es insgesamt gerne gelesen.

Aber erst einmal zurück zum Anfang, sozusagen, ich rede von



Zwischen uns die Zeit von Tamara Ireland Stone
Ab 12 Jahren
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-570-15470-0

Der Klappentext klingt vielversprechend:  



Die Geschichte einer unmöglichen Liebe: Bezaubernd, romantisch, herzergreifend
Anna ist sechzehn, als sie Bennett kennenlernt, den geheimnisvollen Neuen an ihrer Schule, zu dem sie sich sofort hingezogen fühlt. Fast scheint es ihr, als würden sie sich kennen. Doch Bennett stammt aus dem weit entfernten San Francisco. Als die beiden sich näherkommen, vertraut Bennett ihr sein unglaubliches Geheimnis an: Er ist aus dem Jahr 2012 ins Jahr 1995 gereist, um seine Schwester wiederzufinden. Nicht nur Tausende von Kilometern trennen Anna von ihm, sondern ganze 17 Jahre … Nie hätten sie sich kennenlernen dürfen, und beide wissen, dass er nicht bei ihr bleiben kann. Als Bennett tatsächlich verschwindet, steht Anna vor einer Entscheidung, die ihr alles abverlangt und ihr Leben grundlegend verändern wird …


Insgesamt hat mir das Buch zwar gut gefallen, aber irgendwas  fehlte mir letztlich dann doch, wobei ich nicht einmal genau sagen kann, was es war.
Es ist eine schöne Geschichte mit einem originellen Plot und interessanten Charakteren, auch der Schreibstil ist sehr angenehm, wobei ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte. So floss es wunderbar leicht dahin, ohne mich jedoch wirklich zu fesseln.

Letztlich hätte man insgesamt einfach mehr aus der Geschichte machen können. Ich empfand es so, dass Fragen oder Punkte angerissen wurden, die ich gerne noch weiter verfolgt hätte, die dann aber irgendwo ein wenig im Sand verliefen. Gerade das Ende war mir etwas zu schnell und ließ mir doch noch zu viel offen, um mich wirklich zufriedenzustellen, hier hoffe ich auf den zweiten Band.

Als Anna und Ben sich kennenlernen, ist Anna irritiert - vor wenigen Stunden hat sie Ben schon einmal gesehen und nun tut er auf einmal so, als würde er sie nicht kennen. Doch nicht nur dass, obwohl beide sich offensichtlich von Anfang an zueinander hingezogen fühlen, benimmt Ben sich sehr merkwürdig und blockt immer wieder ab. Als Anna schließlich hinter sein Geheimnis kommt, muss sie feststellen, dass sie viel mehr voneinander trennt als nur die Tatsache, dass er in San Francisco wohnt und sie in Chicago - Ben kommt aus der Zukunft und ist eigentlich gerade erst geboren! Dennoch verlieben sich beide immer mehr ineinander und versuchen, einen Weg zu finden, um zusammen bleiben zu können, doch dann verschwindet Ben plötzlich.

Auch wenn das Buch mich jetzt noch nicht hundertprozentig überzeugen konnte, freue ich mich trotzdem auf den zweiten Band und hoffe, dass dieser noch einige Enden für mich verknüpfen kann.

★★★











Mittwoch, 8. Januar 2014

Jenseits der Untiefen - Favel Parrett



"Jenseits der Untiefen" war für mich eine ganz große positive Überraschung, da die sehr auseinandergehenden Meinungen zu diesem Buch mich etwas vorsichtig in meiner Erwartungshaltung gemacht hatten.

 Die Buchbeschreibung hatte mich jedoch neugierig gemacht:

"Draußen, jenseits der Untiefen, jenseits der sandbödigen Buchten, kommt das dunkle Wasser - schwarz, kalt und tosend..."
Die Brüder Joe, Miles und Harry wachsen an der tasmanischen Küste auf. Ihr Leben ist geprägt vom Meer: vom Muscheltauchen, von den Gezeiten, vom unendlichen Glücksgefühl beim Ritt durch die Wellen. Nur der kleine Harry fürchtet die See und sammelt lieber Meeresschätze am Strand. Fürchten müssen die Jungen auch den Vater, der - ähnlich dem Meer - wild und unberechenbar ist. Keiner durchschaut den verbitterten Mann, den ein dunkles Geheimnis umgibt. Miles sorgt liebevoll für seinen jüngeren Bruder und versucht ihm Geborgenheit zu geben. Aber am Ende reichen brüderliche Fürsorge und Strandschätze nicht aus...
Eine unvergessliche Geschichte über das Meer, Geschwisterliebe und die Zerbrechlichkeit junger Menschen.
 Jenseits der Untiefen von  Favel Parrett 
Gebundene Ausgabe: 219 Seiten 
Verlag: Hoffmann und Campe; Auflage: DEA, (16. August 2013) 
ISBN-10: 3455404340
  


Eins ist dieses Buch gewiss nicht und das ist massenkompatibel. Es ist kein gefälliges nettes Werk, das dem Geschmack der Masse angepasst ist und einen freundlich lächelnd in ein verträumtes Paradies entführt.

"Jenseits der Untiefen" ist ein in kurzen und prägnanten, teilweise fast nüchternen Sätzen geschriebenes Buch, das seinen eigenen Sog entfesselt und den Leser in das Geschehen hinein zieht.
Die Dramatik, die das ganze Buch bestimmt, zieht sich durch bis zur letzten Seite, sie packt den Leser und gibt ihn erst am Ende, erschüttert und atemlos, wieder frei.

Mit Sicherheit ist es auch genau dieser Schreibstil, an dem sich die Geister scheiden. Entweder man mag ihn oder er schreckt einen ab, aber er lässt einen nicht kalt. Wenn man sich auf ihn einlassen kann, wird man mit einer unwahrscheinlich intensiven Erzählung belohnt.

Die Geschichte um Miles, Harry und ihren Vater, die an der Küste leben und dort unter schwersten Bedingungen versuchen vom Fischfang zu überleben, erinnerte mich von der Stimmung her teilweise an das erste Mal, als ich "Der alte Mann und das Meer" von Hemingway las, wobei ich "Jenseits der Untiefen" vom menschlichen Aspekt her als düsterer empfinde.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich konnte es kaum aus der Hand legen, empfehlen kann ich es allerdings nicht jedem, weil der Schreibstil schon etwas Besonderes ist.

 ★★★★★


Dienstag, 7. Januar 2014

Die Gefangene des Highlanders - Megan McFadden

 Und gleich noch eine Rezension hinterher, ich habe nämlich in den letzten Tagen auch "Die Gefangene des Highlanders" von Megan McFadden gelesen.



Der Klappentext verspricht ja schon einiges:

Sie ist seine Geisel – doch ihre Schönheit schlägt sein Herz in Ketten.“

Schottland, Ende des 12. Jahrhunderts. Als der tapfere Kreuzritter Braden MacDean aus dem Heiligen Land nach Hause zurückkehrt, steht er vor dem Nichts: Seine Familie wurde getötet, die Burg zerstört, das Land vom Clan der MacArons erobert. Braden bleibt nur eine Möglichkeit: Er entführt die schöne Marian MacAron, um seine Feinde unter Druck zu setzen. Natürlich glaubt der Highlander, dass seine Geisel Widerstand leisten wird – aber er ist nicht darauf vorbereitet, welche Gefühle die temperamentvolle Rothaarige in ihm weckt…


"Die Gefangene des Highlanders" von Megan McFadden
Seiten: (ca.) 397
Erscheinungsform: Neuausgabe
Erscheinungsdatum: Apr 2013
ISBN: eBook 978-3-95520-187-6



Doch, auch wenn drei Sterne immer gleich so klingt, als sei man ganz fürchterlich unzufrieden, hat mir das Buch gut gefallen.
Ich habe es sehr gerne gelesen, wobei es eine locker-flockige leichte Lektüre ist, die auch nicht unbedingt den Anspruch hat, mehr zu tun als zu unterhalten.

Diesen Anspruch erfüllt sie gut, obwohl ich zugeben muss, dass mir der gute Braden manchmal mit seiner Sturheit und seinen Zweifeln ein wenig auf die Nerven ging.

Im Prinzip kann man sagen, dass beide Protagonisten jede Abkürzung zum Zweifeln und Unglücklichsein perfekt ausgenutzt haben und man etliche Probleme weniger hätte haben können, wenn einer dem anderne mal zugehört hätte (okay, wie im echten Leben also....).

Als Braden McDean nach einigen traumatischen Erfahrungen aus den Kreuzügen in seine Heimat zurückkehrt, muss er feststellen, dass ihm nichts geblieben ist: Seine Familie ist tot, sein Heim zerstört und sein Land geraubt.  Als er versucht, sein Land wiederzugewinnen, begegnet er Marian, der Frau, die ihm damals versprochen worden war, nun aber die Tochter des Mannes, der Bradens Familie getötet und das Land geraubt hat. Kurzentschlossen nimmt er sie gefangen, um mit ihrem Vater über sein Land verhandeln zu können.

Allerdings muss Braden feststellen, dass es nicht ganz einfach ist, Marian festzuhalten, da sie über ein sehr stürmisches Temperament verfügt. Dass sie außerdem auch noch eine ausgesprochen attraktive junge Frau mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und viel Charakter ist, macht die Situation nicht weniger kompliziert...

Manchmal war es mir etwas zu viel mit den Verwirrungen und dem ganzen Hin und Her, aber insgesamt war es eine kurzweilige und locker geschriebene Geschichte, die mich gut unterhalten konnte!

★★★

Graffiti Moon - Cath Crowley





Heute habe ich  unsere Bücherei besucht, dabei sind natürlich auch wieder viele spannende Bücher mit zu uns gewandert. Eins davon ist Graffiti Moon von Cath Crowley aus dem Carlsen Verlag, das ich heute dann erst einmal ganz fix lesen musste.
 
Eine Nacht lang jagt Lucy zusammen mit Ed den Sprayern Shadow und Poet hinterher, dabei wollten Ed und seine Freunde doch einfach nur auf nette Art die Zeit mit Lucy und ihren Freundinnen überbrücken, bis sie zu einem nächtlichen Einbruch fahren müssen.

Lucy ist schon lange von Shadow fasziniert, seine Bilder begeistern sie und sie hat  das Gefühl, viel mit ihm gemeinsam zu haben. Wie es allerdings jetzt dazu kommen konnte, dass sie ausgerechnet mit Ed, mit dem sie die Erinnerung an ein etwas...hm...stürmisches und nicht wirklich erfolgreiches erstes Date verbindet, auf der Suche nach Shadow ist, weiß sie selber nicht so ganz. Ganz allmählich verändern die Erlebnisse dieser Nacht die Mädchen und auch die Jungen bleiben nicht unberührt davon. Ist es wirklich noch Shadow, der Lucy so fasziniert?

Ich bin schon länger immer wieder um das Buch herumgeschlichen, weil es mich irgendwie ansprach. Sprayen, Kunst, Gefühle - das klang nach einer guten Mischung, die mir gefallen könnte.

Da diese Story, die von Lucy und Ed im Wechsel erzählt wird, dann auch noch spannend geschrieben ist und mir auch die authentischen und gut ausgeführten Charaktere sehr gut gefallen haben, enttäuschte mich das Buch auch nicht. Im Gegenteil, ich habe es ausgesprochen gerne gelesen und kann es auf jeden Fall empfehlen!
Mir gefiel sehr, wie hier vermittelt wird, dass klug sein nicht immer etwas mit Schulnoten zu tun hat, dass jeder Mensch seine andere Art hat, sich auszudrücken und dass jeder seine Stärken und seine Schwächen hat.

★★★★

Sonntag, 5. Januar 2014

Rezensionen aus "alten Zeiten"...

...oder so ähnlich, werde ich jetzt dann peu à peu auf dem Blog einfügen. Allerdings werde ich sie auf den November zurückdatieren, damit sie hier nicht zwischen den anderen Beiträgen erscheinen. (Danke für den Tipp, Anja! *g* ) Das eine oder andere Buch habe ich ja doch schon gelesen und rezensiert, die sollen hier dann auch ihren Platz finden! Allerdings werde ich sie nicht mehr groß kommentieren, es sei denn, es drängt sich irgendwie auf.

Spannend finde ich ja die ganze Geschichte mit den`Covern und wann man wie und was und wo einstellen darf und nicht, also bitte nicht wundern, wenn zwischendurch ein Buch ohne Cover hier auf den Seiten auftaucht. In echt ist es dann gar nicht so nackert, ich scheue mich nur, etwas hochzuladen, wenn ich nicht sicher weiß, was ich darf oder nicht. Und ein bisschen üben tue ich ja auch noch. Also, ich darf das! :-)

Ach ja, falls Euch das noch nicht aufgefallen sein sollte - ich bin eher eine Frau der kurzen Rezensionen, weil ich selber auch eher die kürzeren lese, wie ich gestehen muss. Außerdem kann ich zwar endlos reden, aber beim Schreiben fasse ich mich doch eher kurz.
Spoiler wird man bei mir (Hoffentlich - sonst bitte schreien!) nicht finden, weil ich mich viel zu oft selber darüber ärgere, dass mir jemand das "völlig überraschende und sooo tolle Ende" schon zu Beginn der Rezension erzählt hat.

Samstag, 4. Januar 2014

Der Duft der Seerosen - Kirsten John

Beim dotbooks Verlag fiel mir vor Kurzem ein eBook auf, das sich sehr interessant anhörte:

"Der Duft der Seerosen" von Kirsten John.
 
Seiten: ca. 314
Verlag: dotbooks Verlag
ISBN: eBook 978-3-95520-422-8





Der Klappentext:

„Endlich erscheint ein anderer Mann, der sie erneut nach dem Codewort fragt.
Waterlily. Hanna wiederholt es auf Deutsch, mehr für sich: Seerose.“

Berlin in den 30er Jahren. Hanna wünscht sich nichts anderes, als ein normales Leben zu führen: mit den Freundinnen ins Café gehen, ihren Freund Moritz ins Museum begleiten, von einer glücklichen Zukunft träumen. Doch dann tauchen sie überall in den Schaufenstern auf – die Schilder, auf denen „Juden unerwünscht“ steht. Bald gibt es keine Freundinnen an Hannas Seite mehr, und ihre unschuldigen Gefühle für Moritz können ihn in große Gefahr bringen. Doch was kann man tun, wenn das Unfassbare Tag für Tag näher rückt? Hanna fasst einen mutigen Entschluss …
 

Ein Roman über das Grauen, das sich in unser Leben schleichen kann, und die Hoffnung, die stärker ist als alles andere. 

Kaum hatte ich angefangen, musste ich das Buch auch schnell zu Ende lesen,weil ich einfach gefesselt war von dem Geschehen. Es ist ein sehr intensives Buch, das mich wirklich beeindruckt hat.

Der Leser begegnet Hanna, der Protagonistin, als sie gerade dabei ist, einen Dampfer nach Amerika zu betreten, ihr Losungswort: Waterlily.

Auf diesem Schiff fährt sie als Begleitung von Hans, einem Schifsoffizier, der ihr diese Fluchtmöglichkeit angeboten hat, als es auf Grund der immer größeren Präsenz der Nazis in Amsterdam für sie, eine deutsche Jüdin, zu gefährlich wird. Dieses Schiff scheint trotz des fehlenden Affidavits, das sie allen Bemühungen zum Trotz nicht bekommen konnte, ein Weg in die Sicherheit zu sein.

In Rückblicken erlebt man als Leser mit, wie Hannas Leben in Berlin durch die Nazis und ihr Gedankengut immer schwerer und gefährlicher wird. Schließlich kann sie ihre Augen nicht mehr davor verschließen und flieht nach Amsterdam. Alle Menschen, die ihr etwas bedeutet haben, muss sie zurücklassen, ohne zu wissen, ob sie sie jemals wiedersehen wird.

Als die Situation in Amsterdam sich immer weiter verschärft, bleibt ihr keine Wahl mehr und sie nimmt das Angebot von Hans an, ohne genau zu wissen, worauf sie sich eigentlich einlässt. Erst an Bord wird ihr langsam klar, auf was sie sich genau eingelassen hat, auch hier, parallel zu den Geschehnissen in ihren Rückblicken, keimt langsam die Erkenntnis auf, wie zerbrechlich die Sicherheit ist und wie wenig man seinem Schicksal entrinnen kann. Manchmal sind es Ruhe und die Gewissheit, welcher Schrecken einen erwartet, die das Gefühl von Sicherheit ausmachen.

Hanna ist mir in diesem Buch sehr nahe gekommen, die Ausweglosigkeit ihrer Situation und das langsame Erkennen dessen, was passieren wird und wie sie trotz Allem versucht, einen Weg für sich zu finden, den sie gehen und mit dem sie leben kann, haben mich sehr beeindruckt.

Keine leichte Kost, aber ein intensives und gut geschriebenes Buch, das ich uneingeschränkt empfehlen kann.

 ★★★★★

Freitag, 3. Januar 2014

Die Buddenbrooks - Thomas Mann


 

Thomas Mann - Buddenbrooks

Verfall einer Familie
In der Fassung der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe

Roman
Taschenbuch
Preis € (D) 9,99 | € (A) 10,30 | SFR 14,90
ISBN: 978-3-596-90400-6


Damit es nicht langweilig wird, kommt doch gleich noch eine Rezension hinterher, damit mir auch jeder glaubt, dass ich schon mehr als ein Buch gelesen habe.
Diesmal sind es die Buddenbrooks. Bis ich mich an sie rantraute, vergingen allerdings einige Jahre, da ich in der Schule eine recht abschreckende Begegnung mit dem "Tonio Kröger" von Thomas Mann hatte. Damals hatte ich beschlossen, dass Thomas Mann und ich offensichtlich eine so unterschiedliche Vorstellung von ansprechender Literatur hatten, dass unsrere Wege sich künftig nicht mehr kreuzen würden.

Nachdem ich mittlerweile in Lübeck wohne, eine Stadt, in der man den Buddenbrooks ja nicht wirklich aus dem Weg gehen kann und nachdem ich auch bereits im Buddenbrookhaus gewesen bin, fasste ich mir nun doch ein Herz und gab Thomas Mann im Rahmen einer wirklich interessanten Leserunde bei LovelyBooks zumindest mit den "Buddenbrooks" eine zweite Chance.
Ob ich mich nun allerdings auch noch mal an den "Tonio Kröger" traue, nachdem mir die Buddenbrooks wirklich gefallen haben, weiß ich nicht, wobei es ja eigentlich schon interessant wäre, zu sehen, ob es damals an mir lag und wir heute auch miteinander klarkommen würden oder ob es wirklich das Buch war. Mal gucken, was da kommt, hier stehen tut er noch, dieselbe alte Ausgabe von damals.
Aber nun zurück zu den Buddenbrooks, um die geht es hier ja primär:

Mit Sicherheit sollte man sich den "Buddenbrooks" selbst mit einer gewissen Ruhe und Muße widmen, um das Buch wirklich genießen zu können.

Ich habe es als wunderbares und interessantes Gesellschaftsportrait empfunden, das eine erfolgreiche Kaufmannsfamilie, somit Angehörige des hanseatischen Großbürgertums durch die Jahrzehnte von der Mitte des 18 Jahrhunderts bis zum Ende des 19. Jahrhunderts begleitet.

Die Familie Buddenbrook, die eine recht bedeutende gesellschaftliche Position in Lübeck inne hat, wird in ihrem gesellschaftlichen und politischen Umfeld begleitet. Es ist faszinierend, zu sehen, was damals das gesellschaftliche Leben bestimmt hat und wie sehr man sich diesen Zwängen auch untergeordnet hat. Das gesamte Leben war streng geregelt, man unterwarf sich den gesellschaftlichen Konventionen und tat sein Möglichstes, um den Ruf der Familie zu wahren.
Nicht alle Mitglieder der Familie sind diesem Druck gewachsen, der auf ihnen allen lastet, einige zerbrechen daran und langsam wird deutlich, dass der Fall der Familie Buddenbrook nicht mehr aufzuhalten ist.

Es finden sich interessante und gut ausgeführte Charaktere, die ebenso wie die intensiven und lebendigen Beschreibungen, den Leser in das Geschehen hineinziehen und ihn an das Buch fesseln. Viele Dinge erscheinen einem aus der heutigen Sicht unvorstellbar, manchmal jedoch merkt man auch, dass die menschliche Natur sich letztlich im Laufe der Jahrhunderte nur wenig verändert hat.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich bin froh, dass ich mich doch rangetraut habe!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Street. Art. Love ...



Street. Art. Love.

von Katrin Bongard 

176 Seiten · broschiert
EUR 9,99 · SFR 14,90 · EUA 10,30
ISBN-13: 978-3-86430-021-9
EAN: 9783864300219
Erschienen im November 2013 


Ein Buch von einer Autorin, deren Bücher ich immer wieder besonders gerne lese, macht sich doch recht gut als eine der ersten Rezensionen auf diesem Blog, denke ich.

 "Street Art Love"  ist wieder ein Buch von Katrin Bongard, wer meine Rezensionen schon von früher kennt, weiß ja schon, dass ich die Bücher dieser Autorin und ihren Schreibstil liebe und auch dieses Buch macht da keine Ausnahme.

Der unverkennbare prägnante Schreibstil von Katrin Bongard ist auch bei diesem Buch wieder deutlich erkennbar. Es schwingt in ihren Büchern immer ein leicht distanzierter, beobachtender Ton mit, der den Leser dennoch sofort mitten in die Personen und das Geschehen hineinführt und ihn fesselt.

"Street Art Love" ist als Teil der Pink-Reihe des Oetinger-Verlags für Mädchen im Alter zwischen 11 und 14 geschrieben. Da meine Tochter im einschlägigen Alter ist, habe ich natürlich auch sie nach ihrer Meinung zu diesem Buch befragt und konnte feststellen, dass wir uns einig sind.

Vor dem Hintergrund des Street Art-Themas, das nicht nur meine Tochter auch sehr spannend fand, findet sich in diesem Buch eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Verantwortung und den Umgang mit ihr und nicht zuletzt auch über die Liebe und das Verliebtsein.
Auch Farbe und Kunst haben ihren Platz und ziehen sich als Motiv auch unabhängig von der Street Art als solcher durch das Buch und zeigen dem Leser, was Kunst bedeuten kann und was man in ein paar Strichen oder einer Farbe sehen kann. 

Die Geschichte von Sophie und Charly, die auf dem Weg über ihre Kunst zueinander finden, hat meiner Tochter und mir sehr gut gefallen, ich kann das Buch uneingeschränkt empfehlen!

★★★★★

Mittwoch, 1. Januar 2014

Alles Gute für das Jahr 2014!







Ein frohes neues Jahr wünsche ich Euch Allen!


Und pünktlich zum neuen Jahr geht auch meine erste Rezension hier online, passend zum gemütlichen Tee mit ein wenig Kuchen und Gebäck: Heute möchte ich nämlich eine Rezension zu einem Sachbuch einstellen, genauer - einem Backbuch aus dem Gräfe und Unzer Verlag und zwar dem Buch 

 LiebesBisschen von Laura Seebacher


Vorab - dies ist kein gewöhnliches Backbuch, es geht nicht einfach darum, zu lernen, wie man schönen Butterkuchen und andere "Standards" backt, auch wenn ein ganzes Kapitel dieses wirklich wunderschön und übersichtlich gestalteten Buches auch den Basics gewidmet ist.
Hier finden sich Grundteige wie etwa heller und dunkler Rührteig oder auch ein Biskuitteig und andere derartige hilfreiche Basisrezepte.

Ein großer  Teil des Buches allerdings widmet sich mehr den Feinheiten. Es gibt so leckere Dinge wie Lavendel-Honig-Trüffel (ungewöhnlich, aber nach kurzem Stutzen sehr sehr lecker) oder gefüllte Schaumkuss-Waffeln, Rumkugelwaffeln, Pralinés, Mini-Muffins und viele andere Leckereien mehr bis hin zu dreistöckigen, sehr edel aussehenden Torten.

Die Rezepte sind übersichtlich sortiert und verschiedenen Kapiteln zugeordnet, jedes Rezept hat eine Angabe dabei, wie schwer es umzusetzen ist, so dass man sich langsam und mit viel Genuss an die größeren Herausforderungen heranarbeiten kann.

Bei jedem Rezept sind Anmerkungen dazu, wieviel Zeit benötigt wird, welche Hilfsmittel benötigt werden und natürlich auch eine Auflistung der benötigten Zutaten. Die schriftlichen Erklärungen sind gut durch Fotos unterstützt, so dass eigentlich wenig Fragen offen bleiben.       
Auch geschmacklich bin ich sehr begeistert von den verschiedenen Kreationen, die ich bisher ausprobiert habe und freue mich darauf, noch weitere davon in diesem Buch zu entdecken.

In diesem Buch versammeln sich ungewöhnlichere Rezepte mit dem Hauch des Besonderen, die schön dargeboten werden und durch die guten Erklärungen auch gut nacharbeitet werden können.

Ich würde es allerdings hilfreich finden, wenn die Erläuterungen noch Hinweise enthalten würden, wie man verfahren kann, wenn man bestimmte, nicht ganz alltägliche Zutaten vor Ort nicht bekommt, welche Alternativen es gibt oder auch einfach mal Variationen. Gerade bei den Trüffeln fiel mir das auf, da fehlten mir eindeutig Variationen, was man aus dem Grundrezept denn noch alles so machen könnte.
Gelegentliche Tipps, wie man verfahren kann, wenn die häuslichen Verhältnisse beispielsweise sieben Backbleche für eine kleine Küche nicht wirklich zulassen, hätte ich auch günstig gefunden. Hier wäre noch Verbesserungspotential, aber insgesamt ist ein rundes, übersichtliches und tolles Backbuch, das auch noch ausgesprochen ansprechend gestaltet ist.

Wer sich auf dieses Buch einlässt, will mehr backen als nur einen guten Butterkuchen (auch wenn auch das eine Kunst ist) und hat Spaß am Experimentieren und Gestalten. Man sollte sich allerdings dessen bewusst sein, dass einige Rezepte auch speziellere Hilfsmittel wie ein Hörncheneisen oder auch einfach nur einen Backring oder dergleichen erfordern.
Mir bringt es viel Spaß, die Leckereien nachzuarbeiten und meine Familie hat sich bisher auch nicht beschwert, dass sie als Tester dafür herhalten müssen! 

★★★★