Je suis Charlie

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Dienstag, 24. März 2015

Thoughtless - Erstmals verführt von S. C. Stephens





Thoughtless - Erstmals verführt von S. C. Stephens 
Verlag : Goldmann 
ISBN: 9783442482429

Inhalt:

Seit zwei Jahren ist die schüchterne Kiera in einer glücklichen Beziehung mit Denny. So überlegt sie nicht lange, als er ein Jobangebot in Seattle bekommt, und zieht mit ihm in die neue Stadt, um ihr Studium dort zu beenden. Bei Dennys Freund aus Kindertagen, Kellan Kyle, mieten sie ein Zimmer. Er ist der lokale Rockstar, Herzensbrecher und sieht verboten gut aus. Als Dennys Job ihn länger aus Seattle wegführt, kommt die einsame Kiera, die sich inzwischen in der Stammkneipe von Kellans Band etwas dazuverdient, ihrem neuen Mitbewohner näher. Was freundschaftlich beginnt, entwickelt sich bald zu etwas Intensiverem, Verbotenem zu einem Spiel mit dem Feuer ...


Okay, das hier ist eine der Rezensionen, die mir doch eher schwer fallen, weil ich sehr ungerne schlechte Rezensionen verfasse, aber leider ist das Buch nun mal nicht besser, zumindest für mich.

Wären die Protagonisten etwas sympathischer und weniger weichgespült, wären ihre Handlungen etwas reifer und weniger selbstbezogen, wären, wären wären...ja, dann hätte es ein gutes Buch werden können. So ist es ein Buch mit einer unsympathischen, naiven Protagonistin, die mit den Menschen um sie herum spielt und nicht einmal wirklich mitbekommt, dass sie allen damit reichlich auf die Füße tritt. Kiera denkt nur an sich, an ihre Gefühle und wäre vielleicht tatsächlich doch besser noch bei Mama und Papa zu Haus geblieben, da es ihr offensichtlich an jeder charakterlichen Reife fehlt.

Denny, ihr Freund, ist bei allem was da so passiert, der, der mir am meisten Leid tut, wobei auch er ein wenig mehr Charakter vertragen könnte. Ansonsten bleibt er als Charakter aber auch so blass, dass seine Schwächen nicht weiter ins Gewicht fallen. Sozusagen.

Kellan, ja, Kellan ist ein sehr schwacher Charakter, der mir auch sehr Leid tut, allerdings wäre es ganz schön, wenn sein Charakter aus etwas mehr als "oh, er tut mir ja so Leid - oh, und er sich auch" bestehen würde. Dafür, dass er eigentlich ein recht charismatischer Mensch zu sein scheint, bleibt er insgesamt doch erstaunlich blass. Das Schicksal teilt er allerdings mit seinen CO-Protagonisten, so dass er doch wieder recht gut ins Ganze passt. Ein wenig weniger weinerlich, ein wenig mehr Schmackes und auch hier etwas mehr Reife - ja, ich meine durchaus eine Reife im Rahmen des Alters der Personen, ich erwarte von den Protagonisten keine Weisheit, die eines Methusalem würdig wäre oder so, nein, einfach nur die Reife eines jungen Erwachsenen und etwas gesunden Menschenverstand.
Leider ist das zu viel verlangt.

Die Handlung lässt sich schnell zusammenfassen und ist mehr als vorhersehbar.
Zwei knappe Sterne gibt es trotzdem, weil ich das Buch allen Schwächen zum Trotz gelesen habe und den Charakteren gerne zwischendurch mal das eine oder andere Taschentuch gereicht oder ihnen einen kleinen Tritt in den Allerwertesten verpasst hätte, von daher hat mich das Buch also aller Kritik zum Trotz dennoch irgendwo erreicht.

 ★★


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