Je suis Charlie

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Mittwoch, 1. April 2015

Das Blut der Rebellin - Sabrina Qunaj









Das Blut der Rebellin von Sabrina Qunaj
Verlag : Goldmann 
ISBN: 9783442479894



Inhalt:

Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen walisischen Tudor-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen.



Ich war sehr neugierig auf dieses Buch, weil ich Sabriny Qunaj bisher nur von ihren Fantasybüchern kannte und so ein historischer Roman ist da ja noch was ganz anderes. Verschärfend kommt noch hinzu, dass ich zu historischen Romanen leicht einmal ein etwas gestörtes Verhältnis habe, entweder mag ich sie richtig richtig gerne  - oder ich mag sie überhaupt nicht. Bei historischen Romanen gibt es da irgendwie selten eine Mitte bei mir.

Kurz gesagt, "Das Blut der Rebellin" hat sich spontan auf den "Immer-wieder-lesen-Stapel" katapultiert, weil es mich sofort in seinen Bann gezogen hat.
Nicht nur die fesselnd erzählte Geschichte, die historisch gut recherchiert ist, sondern besonders auch die authentischen und sympathischen Charaktere, die nie  nur schwarz oder nur weiß sind, sondern ganz viele Facetten von Grau aufweisen, machen das Buch zu etwas besonderem.

"Das Blut der Rebellin" befasst sich mit einem eher unbekannten Zeitabschnitt der walisischen Geschichte. Eingebettet in eine spannende und mitreissende Erzählung finden sich viele interessante Fakten, die zumindest mich dazu einladen, mich ein wenig näher mit dem Thema zu befassen.
Der Freiheitskampf der Waliser mit all seinen politischen Verwicklungen, seinem Machtgehabe und auch seinen Grausamkeiten, bestimmt in dieser Region die Zeit am Anfang des 12. Jahrhunderts.

Dieser Kampf bestimmt auch das Leben der Protagonisten. Isabel, die Enkelin von Nesta ferch Rhys, die den Lesern des ersten, ebenfalls in sich abgeschlossenen Bandes, "Die Tochter des letzten Königs" bekannt sein dürfte, ist eine der Hauptfiguren. Sowohl Isabel als auch Nesta sind faszinierende, sehr starke Persönlichkeiten, die man sehr gerne begleitet, auch wenn Isabels Weg nicht gerade leicht ist.
Aus politischen Gründen wird Isabel mit dem Scheriff von Pembroke verlobt, der ein grausamer und sehr kalter Mensch ist, doch bevor es zur Hochzeit kommt, wird Isabel von den Freiheitskämpfern entführt. Leider ist der Scheriff zu Allem bereit, um sie zurückzuholen, auch gegen ihren Willen....

Mich faszinierten nicht nur die vielschichtigen und wirklich toll entwickelten Charaktere, sondern auch die bildhafte und eindringliche Sprache, die mir das Geschehen sehr nahe brachte. Binnen kürzester Zeit fiel es mir sehr sehr schwer, dieses Buch wieder aus der Hand zu legen, so dass ich diese knapp 700 Seiten binnen eines Tages gelesen hatte, ich denke, das spricht schon für sich, oder?

★★★★★


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