Je suis Charlie

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Freitag, 15. Mai 2015

Alles Licht, das wir nicht sehen - Anthony Doerr






Alles Licht, das wir nicht sehen von Anthony Doerr 
Verlag : Beck 
ISBN: 9783406680632

Inhalt:

Saint-Malo 1944: Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des „Muséum National d’Histoire Naturelle“, aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich. Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt …
 

Dieses Buch war toll, auch wenn es mich teilweise extrem mitgenommen hat, auch wenn es mich manches Mal mit einem kalten Schauer überraschte, auch wenn....es unwahrscheinlich schön geschrieben ist.

Von der Sprache her ist es eine wirkliche Offenbarung. Es sind fast magisch wirkende Worte, die teilweise nackte harte Fakten schildern, bei denen es dauert, bis wirklich "sackt", was man eigentlich gelesen hat. Diese Diskrepanz hat mir manches Mal zu schaffen gemacht. Gefangen im Zauber der Worte, brach eine harte Realität ein, die mir den Atem raubte. Faszinierend, aber nicht immer einfach. Gerade dadurch, dass der Schreibstil einen so mitreisst, war dieser Kontrast zu dem Erzählten manchmal für mich wirklich hart.

 Es ist eine grausame Zeit, die in dem Buch geschildert wird. Es gibt kleine Lichtblicke, es gibt Momente und dann werden die Protagonisten und mit ihnen auch der Leser, wieder von der Realität eingeholt. Als Leser verfolgt man das Schicksal der blinden Marie-Laure und das des jungen Deutschen Werner im Zweiten Weltkrieg, bis sich die Wege der Beiden kreuzen und doch wieder wieder auseinandergehen.

Das Buch ist in seiner Art unwahrscheinlich intensiv, schön, hart, ein immerwährender Kontrast zwischen hell und dunkel, zwischen Licht und Schatten. "Alles Licht, das wir nicht sehen" ist faszinierendes Buch, das den Leser gefangen nimmt und nicht so schnell wieder loslässt.

 ★★★★★ 


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