Je suis Charlie

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Montag, 4. Mai 2015

The Homesman - Es führt ein Weg zurück von Glendon Swarthout






The Homesman - Es führt ein Weg zurück von Glendon Swarthout
Verlag: Heyne Taschenbuch 
ISBN: 9783453418172



Inhalt:

Das Buch zum Kino-Ereignis mit Tommy Lee Jones, Hilary Swank und Meryl Streep



Amerika 1862 irgendwo in Missouri: Das Leben der Siedler ist unerträglich hart. In diesen dunklen Zeiten zerbrechen vier Frauen an Einsamkeit und Hunger. Man beschließt, sie in den Osten zurückzubringen, in ein besseres Leben. Die resolute Mary Bee Cuddy wird ausgewählt, um den Treck zu führen. Doch sie weiß, dass sie allein keine Chance hat, und muss sich auf die Unterstützung des Abenteurers Briggs verlassen. Entschlossen treten sie den gefahrvollen Weg an, der durch die Weiten der gnadenlosen Wildnis führt ...



Okay, hier bin ich vielleicht doch mit zu verklärten Vorstellungen rangegangen. Mein Bild des Wilden Westens ist von Winnetou und ja, auch Lederstrumpf und dergleichen Helden geprägt. Auch wenn ich weiß, dass es hart war und dass es gefährlich war, hatte mich nichts wirklich auf dieses Buch vorbereitet.
Es ist nicht schlecht, aber es ist brutal und schlichtweg heftig. Manchmal wurde es mir etwas zu viel und ich tat mich mit dem Inhalt schon recht schwer.

Ja, vermutlich, nein, mit Sicherheit ist das Leben damals mit all seinen Schrecken realistisch dargestellt, aber für mich war es doch arg starker Tobak. Streckenweise habe ich sehr mit mir gekämpft, ob ich überhaupt weiterlese, weil mich das Schicksal der Frauen, deren Weg man hier im Buch mit verfolgt, doch sehr geschockt hat. Vielleicht mag ich mir nicht vorstellen, dass ein Mensch so am Leben zerbrechen kann, aber es sind auch einfach unwahrscheinlich harte Schicksale, die hier geschildert werden. Nicht nur die Frauen selbst, auch ihre Familien sind gebrochen und es tut weh, dies mitzuerleben.

Gut und intensiv geschrieben ist dieses Buch, das ist sicher, aber man sollte nicht mit den falschen Erwartungen herangehen. Hier kommt kein Winnetou angeritten, wenn es hart wird und Old Shatterhand rettet niemanden vor sich selbst oder dem Leben, sondern die Menschen gehen unter und es gibt keine wirkliche Hilfe.
Wer die raue und ungeschönte Wirklichkeit sucht, der ist mit diesem gut geschriebenen, ausdruckstarken Buch gut bedient, wer es allerdings nicht ganz so hart verträgt, dem wird es vermutlich so wie mir gehen. Ich kann sagen, dass das Buch gut geschrieben ist, aber es ist "nicht meins".

★★★





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