Je suis Charlie

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Mittwoch, 25. Mai 2016

Amy's Choice - Betty Bolte









Inhalt:

Without a goodbye, Amy Abernathy's childhood sweetheart, Benjamin Hanson, leaves to fight in the American War for Independence. Amy chooses to pick up the pieces of her heart and leave Charles Town to help her sister who is with child.

Benjamin knows he hurt Amy, but he plans to make it up to her after his mission is completed. Then he learns that Amy has been captured by renegade soldiers. Now Benjamin faces his own choice: free the sassy yet obstinate woman he's never stopped loving or protect Charles Town from vengeful British occupation.



Nun ja, irgendwie wurde ich mit den Charakteren dieses Buches nicht wirklich warm. Ben hat Amy ohne ein Wort verlassen, als sie dachte, dass er kurz davor stünde, DIE Frage zu stellen, blieb jahrelang weg, ohne sich zu melden und wundert sich, dass sie etwas ....sagen wir mal ... zurückhaltend... ist, als er auf einmal wieder vor der Tür steht.

Davon abgesehen, dass sich auch im Hintergrund noch einiges abspielt, was eher ein wenig verwirrend ist, als zur Handlung wirklich beizutragen, irritierte  Amy mich dadurch, dass sie sich permanent wiederholt, ohne wirklich überzeugend zu wirken, wobei sie, das muss ich fairerweise sagen, insgesamt ein erfreulich tougher und selbstständiger Charakter ist. Letzteres stellt allerdings in Bens Augen wiederum ein Problem dar, der der Meinung ist, dass eine Frau begeistert sein muss, dass sie im Zuge der Hochzeit gleich ihren Verstand an der Kirchentür abgeben und in Rente schicken darf, weil er eh nicht mehr benötigt wird. Fürs Denken ist ja jetzt immerhin dann der Mann da, der mit liebevoller Bestimmtheit das arme verirrte Hühnchen auf den richtigen Weg leitet - oder so.

Nachdem Amy das klar wird, beziehungsweise auch schon auf Grund der unschönen Erziehungsmethoden ihres Schwagers, der meint, sein verirrtes Hühnchen ein wenig handfester auf den richtigen Weg bringen zu müssen, weigert sie sich nicht nur, sich von Ben umwerben zu lassen, sondern lehnt eine Ehe generell und überhaupt und ganz und gar ab. Bis zum ersten Kuss. Okay, es kann auch der zweite gewesen sein. Ab da kämpft sie dann mit sich und den widrigen Umständen und zwischendurch auch gegen ein paar handfeste reale Gefahren.
Währenddessen wird Ben ganz allmählich ein wenig vernünftiger und weniger arrogant, es braucht dann aber doch noch akute Lebensgefahr, schussfeste - äh, nein, zielsichere Hühnchen und ein magisches Schmuckstück, um alle Zweifel auszuräumen und den Beiden den Weg in eine glückliche Zukunft zu öffnen.

Nun ja. Vermutlich klingt das jetzt extrem kritisch, ist es auch, allerdings bekommt das Buch dennoch knappe drei Sterne von mir, weil es insgesamt gut und flüssig geschrieben und auf seine Weise unterhaltsam ist, auch wenn ich die meiste Zeit am Schimpfen und genervt Aufstöhnen war.

Mir fehlten eine klare Linie, eine für mich nachvollziehbare Entwicklung, warum sich alles zum Guten wendet im Hinblick auf die Gefühle der Beiden (Sorry, aber ein magisches Schmuckstück, das das bewirkt? Echt jetzt? Nichts gegen Magie und dergleichen, aber das erschien mir hier eher wie der bekannte Kastenteufel, der rausspringt, damit der Autor die Kurve kriegt und die beiden Protagonisten sich endlich kriegen können.)
Auch die Nebenfiguren waren in meinen Augen nicht konsequent ausgeführt und die wenigsten sind wirklich sympathisch.

*I received a copy of this book from eBook Discovery in exchange for an honest review.*

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