Je suis Charlie

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Donnerstag, 15. August 2013

Nashville oder das Wolfsspiel - Antonia Michaelis





Nashville oder das Wolfsspiel  von  Antonia Michaelis
Verlag : Oetinger 
ISBN: 9783789142758

Der Klappentext

Atemlos spannend! Ein mörderischer Thriller über Liebe und Verrat. Die achtzehnjährige Svenja findet in einer Abseite ihrer neuen Tübinger Studentenwohnung einen verwahrlosten, stummen 11-jährigen Jungen und nimmt ihn bei sich auf. Nach seinem T-Shirt-Aufdruck nennt sie ihn Nashville. Als eine Serie von Morden an Obdachlosen die Stadt in Aufruhr versetzt, wird Svenja unruhig. Hat Nashville, der immer wieder heimlich verschwindet, etwas damit zu tun? Bald schon merkt sie, dass nicht nur Nashvilles, sondern auch ihr Leben bedroht ist. Ein grandioser Thriller der mehrfach ausgezeichneten Autorin Antonia Michaelis, eine packende und fesselnde Geschichte von Liebe, Sehnsucht, Ängsten und Freunden, denen man nicht trauen kann.





Puh, dieses Buch hat mich sehr gefesselt. Nicht immer waren wir beide einer Meinung, wie es weitergehen sollte, manchmal waren wir sogar sehr uneins, aber es hat mich einfach nicht mehr losgelassen.

Svenja entdeckt beim Einzug in ihre neue Studentenbude auf einmal in ihrem Küchenschrank einen kleinen Jungen, der auf dem Kopf steht. Sowohl die Tatsache, dass ein Junge im Schrank ist als auch die Tatsache, dass er auf dem kopf steht, sind ja nun etwas ungewöhnlich und noch ungewöhnlicher ist es, dass er nicht spricht. Nach seinem T-Shirt nennt sie ihn Nashville.

Nashville bleibt ganz selbstverständlich bei ihr - meistens. Durch ihn wird Svenja in einige erschreckende Erlebnisse hineingezogen, die immer am Rande des Vorstellbaren kratzen, aber durch die Charaktere, die sich in dem Buch finden, durchaus glaubhaft und überzeugend werden. Als schließlich nicht nur ein Mord passiert, wird Svenja klar, dass auch Nashville und sie in Gefahr sind. Oder ist nur sie selbst in Gefahr? Svenja und ihre Freunde versuchen verzweifelt, dahinter zu kommen, wer für die Morde verantwortlich ist, aber oft genug scheint es so, als könnte Svenja keinem mehr trauen.
Die Geschichte selbst gefiel mir gut, auch wenn ich gerade mit dem Ende doch recht hadere.
Einige Eigenschaften von Svenja, besonders ihre sehr freie Auffassung von körperlicher Liebe, stören mich schon etwas. Es ist nicht die Tatsache, dass sie recht freizügig ist, was die Liebe anbelangt, sondern die Art, wie beiläufig das passiert, obwohl es für die jeweiligen Partner teilweise doch mehr bedeutet.
Diese Buch ist ungewöhnlich, dabei aber in einem wunderschönen Stil geschrieben, der mir sehr gefallen hat. Ich kann das Buch sehr empfehlen, aber es ist nichts für Zartbesaitete, sprich, es sollte auch keinen zu jungen Lesern in die Hand gegeben werden.

★★★★

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