Je suis Charlie

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Mittwoch, 15. Januar 2014

Schneeengel - Jean Little

In meinem Winter-Weihnachtsbücher-Fundus tummelte sich dieses Jahr auch das Buch "Schneeengel" von Jean Little. Ich wappnete mich, ehrlich gesagt, innerlich ein wenig gegen Kitsch und viel Gefühl, als ich schließlich danach griff, da ich in Bezug auf Weihnachtsbücher da in letzter Zeit etwas skeptisch geworden bin. Meist gibt es von beiden Zutaten ja überreichlich, wenn sich die Weihnachtszeit nähert und nicht jedes Buch setzt das wirklich gelungen um, vorsichtig ausgedrückt. Aber - mir war danach, es zu versuchen, weil ich fand, dass die Geschichte zumindest dem Klappentext nach schön und recht vielversprechend klingt und so ein bisschen was fürs Herz ist ja auch gerade in der Weihnachtszeit nicht schlecht:
 
Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: Ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen? Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dieses Mal wagen, Vertrauen zu fassen?  




Schneeengel von Jean Little 
Gebundene Ausgabe: 258 Seiten 
Verlag: Arena (Juni 2008) 
ISBN-10: 3401062735

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist ein sehr warmes und liebevolles Buch, das zeigt, worauf es im Leben ankommt.
Die Personen sind authentisch und schön dargestellt, so dass man mit ihnen mitfühlt und auch mit ihnen bangt, wenn die Dinge anders laufen als geplant.

Direkt vor Weihnachten beschließt Mins derzeitige Pflegemutter, dass sie sie nicht mehr haben will. Auf dem Weg zu Mins Sachbearbeiterin, kommt auch gleich der Koffer mit Mins wenigen Habseligkeiten mit, damit auch ja gleich Fakten geschaffen werden, egal ob überhaupt eine andere Pflegefamilie zur Verfügung steht.
Jess, eine Ärztin, bekommt die ganze unerquickliche Szene, die sich dann im Büro von Mins Sachbearbeiterin abspielt mit und nimmt kurzerhand Min zu sich.

Min weiß nicht, wie es ist, umsorgt zu werden und sich willkommen zu fühlen. Es fällt ihr anfangs auch sehr schwer, Jess zu vertrauen, aber mit viel Geduld und Verständnis, schafft Jess es, dass Min sich langsam öffnet. 

Es war schön Min und auch Jess auf ihrem Weg zueinander zu begleiten, ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Geschichten mag, die zwar liebevoll und herzlich sind, aber es trotzdem immer noch schaffen, nicht kitschig zu werden.

★★★★★

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