Je suis Charlie

Je suis Charlie

Donnerstag, 27. Februar 2014

Mythos Academie # 6: Killer Frost - Jennifer Estep

Vorgestern Nacht trudelte auf meinem Reader dieses lang erwartete Buch ein, mit dem ich es mir dann auch gleich gestern gemütlich gemacht habe:



Mythos Academie # 6: Killer Frost von Jennifer Estep
Verlag : Kensington Publishing 
ISBN: 9780758281524

Der Klappentext:

I’ve battled the Reapers of Chaos before–and survived. But this time I have a Bad, Bad Feeling it’s going to be a fight to the death … most likely mine.
Yeah, I’ve got my psychometry magic, my talking sword, Vic–and even the most dangerous Spartan on campus at my side, in Logan freaking Quinn, but I’m no match for Loki, the evil Norse god of chaos. I may be Nike’s Champion, but at heart, I’m still just Gwen Frost, that weird Gypsy girl everyone at school loves to gossip about.
Then someone I love is put in more danger than ever before, and something inside me snaps. This time, Loki and his Reapers are going down for good … or I am.


Wow, was für ein Finale! Gerade habe ich die letzten Zeilen gelesen, wie immer am Ende einer tollen Buchreihe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich bin sehr froh, dass es Jennifer Estep gelungen ist, diese Frost-Reihe genauso rasant, spannend und überzeugend abzuschließen wie ich es mir gewünscht hätte. Gerade der letzte Band ist ja immer noch einmal eine Herausforderung, man verzeiht kleinere Schwächen bei einem zweiten oder dritten Band, aber nicht beim Abschluss einer Reihe.

Es kommt sehr selten vor, dass ich Bücher vorbestelle, dieses war allerdings eins davon, allein das sagt vermutlich schon einiges über diese Reihe und wie ich sie finde aus.

Die Reihe um die Mythos-Akademie ist sehr spannend geschrieben und wartet mit vielen fantasievollen Details auf . Die Charaktere sind toll beschrieben und sehr sympathisch, so dass man mit ihnen mitfiebert und gen Ende auch mitbangt.

Die Mythos-Akademie, eine Schule für die Nachkommen antiker Helden wie etwa den Walküren und Amazonen, den Spartanern, Barden und dergleichen, ist wieder einmal der Schauplatz für den Kampf von Gut gegen Böse. Wieder einmal müssen Gwen und ihre Freunde gegen den Gott Loki und seine Gefolgsleute antreten, alles wappnet sich für den letzten und entscheidenden Kampf.

Mir hat auch dieser Band sehr gut gefallen, ich habe es genossen, noch einmal allen Personen dort zu begegnen, die mir im Laufe der Bücher ans Herz gewachsen sind, auch wenn es auch in diesem Band nicht ohne Verluste abgeht.

Ich möchte allerdings jedem raten, die Bücher der Reihenfolge nach zu lesen, da die Ereignisse aufeinander aufbauen, auch wenn die Bücher ins sich abgeschlossen sind. Beginn der Reihe ist das Buch "Touch of Frost" (dt. "Frostkuss").

★★★★★


Dienstag, 25. Februar 2014

Le Voyage d'Hector ou la recherche du bonheur - François Lelord






Le Voyage d'Hector ou la recherche du bonheur von François Lelord
Verlag : Reclam, Philipp 
ISBN: 9783150197219

Der Klappentext:

Hector ist ein junger Psychiater, ein ziemlich guter sogar, der aber an seinem Beruf zu zweifeln beginnt, weil er nicht versteht, was es eigentlich ist, das die menschen glücklich oder unglücklich sein lässt. Um das herauszufinden, begibt er sich euf eine reise rund um die Welt, sammelt seine Eindrücke und kommt tatsächlich dem Geheimnis des Glücks auf die Spur.


Bei dieser Rezension muss ich in der Bewertung ganz klar unterscheiden - einmal geht es um das Buch selbst, das ich leider nicht ganz so gelungen fand, sondern bei dem es mir im Gegenteil eher etwas schwer fiel, weiter zu lesen.
Zum anderen geht es aber um die Ausgabe des Buches, die wie immer bei den Reclam Fremdsprachentexten zwar reclamtypisch klein und handlich, somit auch sehr klein gedruckt und zweckmäßig ist, dabei aber wie gewohnt gute Vokalbehilfen und kleine Zusatzinformationen bietet und das zu einem unschlagbar günstigen Preis.
Für die Ausgabe würde ich die volle Punktzahl vergeben, aber leider hat mir das Buch nicht wirklich gefallen. Die ersten Seiten waren nett und kurzweilig, aber ich muss feststellen, dass mir ein ganzes Buch in dem naiven Stil, wie man ihn beispielsweise beim kleinen Nick vorfindet, einfach zu viel des Guten ist.
Dieser naiv-kindliche Stil passt zwar zu einem Schüler in Nicks Altersklasse, aber leider so gar nicht zu einem gestandenen Mann, der mitten im Berufsleben steht, als Psychiater arbeitet und dem man doch ein wenig mehr an Lebenserfahrung zugestehen möchte. So, muss ich leider gestehen, war ich irgendwann doch sehr genervt.

Hector, eben besagter Psychiater, ist bekanntermaßen der Protagonist des Buches und er ist auf der Suche nach dem Geheimnis des Glücks. So reist er nun durch die verschiedenen Lande und versucht, herauszufinden, was es ist, was die Menschen glücklich werden lässt. So weit so gut und auch die Grundsätze für das Glück, die er dabei erstellt, gefallen mir durchaus, aber leider hat er selbst als Person mich nicht überzeugt. Liebenswert, ja, aber in seiner ganzen Art einfach zu unbedarft und naiv.

Wer mit dem Stil keine Probleme hat, kann sich aber inhaltlich auf ein nettes und unterhaltsames Buch freuen, mein Geschmack war es dadurch leider nur bedingt.

★★★ 


Unland - Antje Wagner

Und hier ein Buch, das mir die Bewertung nicht leicht gemacht hat, weil mir das Buch sehr gefiel, aber das Ende mich doch erst einmal wirklich schockiert hat.






Unland von Antje Wagner
Verlag : bloomsbury taschenbuch 
ISBN: 9783833350528

Der Klappentext:

Die vierzehnjährige Franka muss von Berlin nach Waldburgen ziehen, in ein Elbdorf mitten in Sachsen- Anhalt. Sie ist der "Neuzugang" im Haus Eulenruh, einem Wohnprojekt für sieben Kinder und Jugendliche. Doch irgendetwas stimmt nicht in dem Ort. Wieso schweigen die Erwachsenen so beharrlich, wenn man sie auf das verlassene Dorf Unland, diese Ruinenlandschaft am Waldrand, anspricht? Als plötzlich ein Junge aus dem Haus Eulenruh verdächtigt wird, einen Diebstahl begangen zu haben, gründet Franka eine Bande. Während die "Eulen" versuchen herauszufinden, wer hinter der Verleumdung steckt, stoßen sie auf ein viel größeres und unheimlicheres Geheimnis.


"Unland" ist ein Buch, das die Leser spalten wird, genauer, das Ende wird die Leser spalten. Wie meine Tochter (13) es formulierte: " "Die Schreibweise ist großartig, die Grundidee ist einfach toll, aber das Ende...."

Mit dem Ende hat sie sehr gehadert und genauso ging es mir auch. Stilistisch und als kleinen fiesen Haken, der einen an das Buch bindet und nicht loslässt, ist das Ende sehr gelungen, weil es einen umtreibt und nicht in Ruhe lässt, aber für mich und halt auch meine Tochter, war das Ende dennoch unbefriedigend und nicht so, wie ich es eigentlich bei einem Jugendbuch der angepeilten Altersklasse erwartet hätte.

Franka, die Protagonistin, kommt neu in das "Haus Eulenruh", ein Wohnprojekt für Kinder und Jugendliche ohne Eltern oder aus schwierigen Verhältnissen. Franka selbst ist elternlos und wird seit Jahren immer weitergereicht. Auch in "Haus Eulenruh" ist sie erst einmal außen vor, weil sie nicht dem gängigen Mädchenbild entspricht. Überhaupt, diese Bilder, das, was als "normal" angesehen wird und wie mit Menschen umgegangen wird, die anders sind, ist immer wieder auch Thema in dem Buch.

Franka und die anderen Jugendlichen aus "Haus Eulenruh" werden durch einige ungewöhnliche Vorgänge aufgeschreckt, offensichtlich will jemand die Bewohner des Hauses im Ort schlecht machen. Welche Rolle spielen die merkwürdigen Ruinen am Waldrand dabei und was hat es mit den regelmäßigen Stromausfällen auf sich? Als auch noch Menschen verletzt werden und einige Freunde von Franka völlig verändert scheinen, fassen Franka und ihre verbliebenen Freunde einen folgenschweren Entschluss....

Die Personen sind gut charakterisiert, wobei ich gerade auch die kurzen Andeutungen auf das, was die Kinder von "Haus Eulenruh" erlebt haben, was dazu geführt hat, dass sie nicht mehr in ihren Familien leben, sondern im Wohnprojekt, als sehr beeindruckend empfand. Die Kinder haben furchtbare Dinge erlebt, aber es ist auf eine Weise geschildert, die viel der Fantasie überlässt und zwar alles andeutet, aber nichts so darstellt, dass es für einen jungen Leser zu viel wäre.

Uns hat das Buch sehr gut gefallen, auch wenn das Ende uns etwas frustriert hat!

 ★★★★




Montag, 17. Februar 2014

Ich und andere uncoole Dinge in New York - Julia K. Stein





Ich und andere uncoole Dinge in New York von Julia K. Stein 
Verlag : CreateSpace Independent Publishing Platform 
ISBN: 9781494295950

Der Klappentext:

Endlich New York: Für einen Sommer entkommt Judith der Kleinstadt im Ruhrgebiet, wo sie die ersten sechzehn Jahre ihres Lebens vergeudet hat. Eigentlich soll sie ihre Mutter begleiten, aber die ist mit ihrem neuen Geliebten beschäftigt. Judith wird in eine WG einquartiert und zu einem Praktikum verdonnert. Doch dann lernt sie Peter kennen und beginnt, New York zu lieben: Ab jetzt trinkt Judith bevorzugt Manhattans und versucht, alle Erfahrungen nachzuholen, die sie in der deutschen Kleinstadt verpasst hat: Clubs, Partys, Sex. Immerhin scheint der Plan aufzugehen und Peter wird ihr Freund. Doch während Judith sich mit Rachels herzlicher jüdischer Familie anfreundet, wird Peters Verhalten immer merkwürdiger. Wo ist er, wenn er angeblich studiert und warum bekommt er so viele Anrufe? Und dann ist da noch Adam, Rachels Bruder, dessen Nähe sie mehr verwirrt, als sie sich erklären kann ...


"Ich und andere uncoole Dinge in New York" von Julia K. Stein ist ein kurzweiliges Buch über einen Teenager in New Yoerk mit allen Katastrophen und Highlights, die das so mit sich bringen kann.

Aber einmal genauer - die 16jährige Judith darf den ganzen Sommer in New York verbringen, endlich raus aus ihrem kleinen Kaff im Ruhrpott und - Großstadt! Die erste Ernüchterung kommt allerdings gleich am Flughafen, wo sie von .......................niemandem abgeholt wird.

Ihre Mutter hat für Judith kurzerhand ein Zimmer in einer WG gemietet, wo sie mit Rachel, der Nichte des Geliebten ihrer Mutter und Benjamin einem anderen jungen Programmierer zusammenlebt.

A propos Programmierer - in einem besonders gelungenen Anfall von "Ich weiß, was mein Kind alles kann", hat ihre Mutter ihr auch noch einen Job als Programmiererin besorgt.
Doch als Judith den doch deutlich älteren Peter kennenlernt, verliert New York allmählich seinen Schrecken und sie fängt an, die Stadt und das Nachtleben der Stadt zu erkunden...

Das Buch ist flüssig und gut zu lesen und gewürzt mit einem ordentlichen Quentchen Humor.
Judith macht viele Erfahrungen, die man als Leser mit ihr durchlebt und manchmal auch durchleidet, manchmal möchte man sie kurz schütteln und daran erinnern, dass sie ihren Verstand einschalten sollte, aber immer wird man gut unterhalten.
Mir hat das Buch gut gefallen und ich kann es durchaus empfehlen!

 ★★★★

Heart Beat - Eliza Jones


Hier nun einmal ein Buch aus der Romance-Ecke. Das Buch ist zwar kitschig (darum liest man Romance ja auch), aber es ist tatsächlich doch weniger kitschig, als das Cover spontan vermuten lassen würde.





Heart Beat von Eliza Jones 
Verlag : Romance Edition 
ISBN: 9783902972002 

Der Klappentext

Die junge Geschichtsprofessorin Erin Parker ist in jeder Lebenslage organisiert. Was Männer wollen, darüber weiß sie allerdings nicht das Geringste. Ein großes Manko, wenn man sich den heißesten Typen der gesamten Lehrerschaft angeln möchte. Veränderungen müssen her, und zwar grundlegende. Aus der Not heraus nimmt sie die Hilfe ihres besten Freundes an, ohne zu ahnen, ihren Mr. Right bereits ein Leben lang zu kennen … Cole Stewart weiß, wie Männer ticken, immerhin gehört er derselben Spezies an. Als er von Erins Liebesproblem erfährt, bietet er an, ihr als Berater zur Seite zu stehen, und muss schon bald herausfinden, welch bezaubernde Frau in den biederen Outfits steckt …


 Eine nette leichte Lektüre, die zwar durchaus vorhersehbar ist, aber dennoch immer mal wieder kleine Wendungen einbringt, die die Geschichte trotzdem interessant machen.

Es ist halt nicht einfach, wenn zwei Menschen eigentlich genau wissen, wen sie wollen, es sich aber gegenseitig nicht eingestehen wollen. Erin Parker und Cole Stewart kennen sich schon seit ihrer Kinderzeit und so verbindet sie schon eine gewisse Vertrautheit - oder doch mehr?
Cole, als bester Freund, will Erin helfen, bei ihrem einen Kollegen zu landen, leider ist das gar nicht so einfach wie gedacht, weil der Kollege eigentlich andere Vorstellungen hat und so finden sich Erin und Cole auf einmal bei einem Doppeldate wieder...

Das Buch ist locker und witzig geschrieben, so dass es sich sehr schnell wegliest. Die Charaktere sind überzeugend und nett, gerade mit Erin würde ich gerne mal losziehen, allerdings würde ich wohl eher kein Billard gegen sie spielen....

Mir hat das Buch gefallen, es ist eine nette, lockere Geschichte mit sympathischen Charakteren, die sich gut liest und einen gut unterhält, allerdings sollte man auch nicht mehr als das erwarten. 

 ★★★

Sonntag, 16. Februar 2014

Jugendbücher - was macht für Euch ein gutes Kinder- und Jugendbuch aus?

Bei Wikipedia stolperte ich über ein Zitat von Maurice Sendak, das mich sehr beeindruckt hat und meines Erachtens auch gut beschreibt, was ein wirklich gutes Jugendbuch ausmacht:

Es sollte mehr ernsthafte Bücher für Kinder geben. Es ist erniedrigend für ein Kind, wenn man so schreibt wie für einen Idioten. Ich glaube, man kann alles für Kinder schreiben, viel freier als für Erwachsene, denen man zu viele Lügen erzählen muss.“

(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Sendak)

Ich glaube, dass das den Kern des Ganzen gut trifft, Kinder und Jugendliche wollen und sollten ernst genommen werden.

Wie soll ein (junger) Mensch lernen, Dinge richtig einzuschätzen und richtige Entscheidungen zu treffen, wenn man ihn nicht ernst genug nimmt, um auch unschöne Dinge anzusprechen? Wenn man alle Entscheidungen für ihn trifft und ihn nur noch "Ja" sagen lässt?

Wie soll man Situationen richtig einschätzen, wenn einem immer Lügen erzählt werden, damit man nicht zu früh mit der Realität des Lebens konfrontiert wird? Auch die Schattenseiten gehören zum Leben dazu und auch mit diesen muss man sich auseinandersetzen und auch das kann auf eine verständnisvolle Art erfolgen, ohne dass man die Dinge mit Lügen verschleiert.

Wie soll man als junger Mensch lernen, sich selbst ernst zu nehmen, wenn man in Büchern immer nur auf irgendwelche Figuren trifft, die geradezu Klischees ihrer selbst sind und die mit normalen Menschen und ihren vielfältigen Facetten wenig zu tun haben?

Wie soll man lernen, sich selbst nicht nur zu akzeptieren, sondern sich selbst sogar zu mögen, wenn in allen Büchern die Helden immer vollkommen sind und ihre Probleme sich geradezu von selbst erledigen, weil sie schön sind und ihnen die Welt zu Füßen liegt?

Wie soll man als junger (oder auch älterer) Mensch verstehen, dass es tatsächlich Menschen gibt, für die man einfach schön ist, bloß weil man so ist wie man ist, obowhl man nicht so aussieht, als sei man gerade einem Magazin entsprungen?

Und nicht zuletzt, wie soll man sich akzeptieren, wenn man tatsächlich anders ist, wenn man nicht so liebt, wie die Masse liebt, wenn man als Mädchen eben nicht den Footballstar anhimmelt oder als Junge eben nicht den Captain der Cheerleader?

Ich glaube, dass Bücher, die all diese Facetten zeigen und auf eine sensible Weise damit umgehen, gute Bücher sind, weil sie die Jugendlichen ernst nehmen.

Wie steht Ihr dazu, was macht für Euch ein gutes Jugendbuch aus?Ich freue mich über jede Meinung dazu!

Freitag, 14. Februar 2014

Valentinstag....

Und fast wäre dieser Valentinstag vergangen, ohne dass ich etwas Passendes gepostet hätte, aber ich wollte doch so gerne mal etwas Anderes probieren.Wie das aber mit diesen anderen Dingen so ist, ist es manchmal gar nicht so einfach wie gedacht und ich musste doch erst einmal herausfinden, wie ich hier eine Audio-Datein eingestellt bekomme und dann...tja, auch wenn das Ergebnis noch immer nicht perfekt ist und mein Mund bestimmt schon ganz fusselig ist vom vielen Wiederholen, aber vielleicht mag der eine oder andere sich ja doch diese Leseprobe zu "Loving" anhören.

"Loving" - genau, das meine ich, das Buch von Katrin Bongard aus dem Red Bug Books Verlag, dem Buch seid Ihr hier schon begegnet:




Meine Rezension findet sich hier: http://cupofteaandbook.blogspot.de/2013/11/loving-katrin-bongard.html , aber weil das Buch und der Titel so schön zum Valentinstag passen, muss es hier doch noch einmal vertreten sein!

Viel Spaß beim Zuhören!

Dienstag, 11. Februar 2014

City of Fallen Angels - Cassandra Clare

Und das habe ich doch auch noch gelesen, nicht ganz so gut wie erhofft und erwartet, aber trotzdem eine nette Unterhaltung und als Fan der Reihe natürlich auch ein Muss:






City of Fallen Angels von Cassandra Clare 
Verlag : Arena
ISBN: 9783401065595

Der Klappentext:

Simon Lewis muss sich noch daran gewöhnen, ein Vampir zu sein. Besonders seit seine beste Freundin Clary kaum noch Zeit für ihn hat. Sie ist zu beschäftigt mit ihrer Ausbildung zur Schattenjägerin und träumt von ihrer großen Liebe. Doch finstere Dinge geschehen. Ist der Krieg, den Simon gewonnen glaubte, noch nicht vorbei? In dem nervenzerreißenden vierten Band der Chroniken der Unterwelt nimmt uns Cassandra Clare wieder mit in die Welt der Schattenjäger, die im Herzen von New York mit Liebe, Verrat und Rache kämpfen.


 Ich mag diese Reihe, wirklich und darum mag ich schon mal so ganz aus Prinzip auch diesen Band, ABER....er hat es mir doch etwas schwer gemacht.

Das Gewicht liegt diesmal auf Simon und seinem ja doch noch recht frischen und ungewöhnlichen Vampir-Dasein. Eigentlich wäre kein Problem, allerdings bleibt er mir manchmal doch etwas blass, aber die anderen Protagonisten wirken auf mich insgesamt teilweise doch sehr verändert gegenüber den anderen Bänden, was es wiederum schwierig macht, wenn man doch eher ziemlich lange recht wenig über sie erfährt und das Ganze nicht wirklich einordnen kann.

Gen Ende hatte ich das Gefühl, dass der Fokus wieder mehr auf Clary und Jace lag und - schwubs, wurde die Geschichte auch wieder flotter. Es vermittelte mir ein wenig das Gefühl, als hätte die Autorin selbst mehr gedacht, dass es jetzt wichtig sein könnte, Simons Weg genauer zu zeigen, aber eigentlich fühlt sie sich ihm doch nicht so verbunden, dass sie das dann auch mitreissend rüberbringen kann.

Allerdings war ich etwas irritiert, dass Clary und Jace nun schon wieder große Probleme miteinander haben, ich hatte ja doch gehofft, dass das nun bald mal alles auf dem Weg der Besserung wäre, aber nein, es wird doch wieder arg viel gelitten.

Ich hoffe nun auf einen schlüssigen Abschluss im fünften Band, der mich mit allen Schwächen dieses Bandes versöhnt (den ich trotz meiner Kritik auf jeden Fall auch wieder lesen werde, wenn ich die anderen Bände noch einmal lese - ja, ich bin "Mehrfach-Leserin", ich liebe es, mich mit guten alten Bekannten hinzusetzen und noch einmal in den guten alten Zeiten zu schwelgen und liebgewonnene alte Bekannte erneut zu treffen. ;-) ).

Schön fand ich, wie in diesem Band auch ein Bogen zu den Geschehnissen in der zweiten Reihe um die Schattenjäger geschlagen wird.

Insgesamt hat mir das Buch schon gefallen und ich habe es gerne gelesen, aber ihm fehlt ein wenig der Schwung der Vorgänger.

  ★★★


Samstag, 8. Februar 2014

High Love - Madlen Ottenschläger


Eine gute Grundlage für Diskussionen über die hier im Buch behandelten Themen:






High Love von Madlen Ottenschläger 
Verlag : Carlsen 
ISBN: 9783551311764

Der Klappentext

Manja, 16, muss ihr Leben ändern. Endlich auch zu den Angesagten in der Clique gehören, das wär's. Und tatsächlich freundet sie sich mit der beliebten Kati an, die sie auf eine Party an der Isar mitnimmt. Dort verliebt sich Manja in Moritz. Plötzlich ist alles neu und wunderbar. Dass Moritz kifft, findet Manja eigentlich ganz spannend - bis sie Moritz' bedrohliche Aussetzer bemerkt...


Meine Tochter und ich haben das Buch beide gerne gelesen, hätten uns allerdings beide insgesamt noch etwas mehr Intensität und ein runderes Ende gewünscht.

Das Buch liest sich flüssig, sehr schnell findet man als Leser hinein und hofft einfach nur, dass die Protagonistin vielleicht doch nicht so schnell in das ganze Geschehen hineinrutscht, wie es anfangs den Anschein, um dann davon überrascht zu werden, dass die Achterbahnfahrt in den Abgrund noch viel schneller gehen kann als erwartet.
Es geht in diesem Buch um Themen wie Freundschaft, Liebe, um die Erwartungen aneinander und es geht um Rauschgift, Alkohol und Vertrauensbruch.

Sowohl die Protagonistin als auch die anderen Charaktere, sind sehr gelungen dargestellt und wirken insgesamt sehr authentisch.
Man möchte Manja manches Mal schütteln und aufwecken, weil man denkt, dass sie das doch nun wirklich merken muss, was da abgeht.

Dies alles ist durchaus eindringlich geschildert, gen Ende wird mir dann aber zu viel durcheinandergeschmissen.
Im letzten Abschnitt werden noch einmal mehrere wichtige Themen zusätzlich angerissen und hängen teilweise komplett ungelöst in der Luft. Hier hätte ich mir noch eine Auflösung und eine Auseinandersetzung mit diesen Themen gewünscht, gerade in Anbetracht dessen, dass es sich um ein Jugendbuch handelt.

Trotzdem finde ich das Buch lesenswert, auch als Basis für eine Diskussion über Drogen und die Folgen auch eines vermeintlich harmlosen Mittels wie Hasch.

  ★★★


Donnerstag, 6. Februar 2014

Die Schattensurfer - Hubert Wiest

Und hier ein Jugendbuch, das mich zwar nicht gänzlich überzeugen konnte, das ich aber dennoch gerne gelesen habe.



Die Schattensurfer von Hubert Wiest
Verlag : Lomoco Publishing 
ISBN: B00GSF6NUW


Der Klappentext:

Die Schattensurfer – ein Jugendroman über Geheimnisse in einer vernetzten Welt. Die vierzehnjährige Sansibar möchte endlich im Netzwerk von RUHL aufgenommen werden. Alle wollen aufgenommen werden. Ihre beste Freundin gehört längst dazu. Sansibar lernt wie besessen für die Aufnahmeprüfung. Sie ist bereit, alle Gedanken mit dem mächtigen Netzwerk zu teilen. Nur die einzige Erinnerung an ihre verschwundene Mutter will sie für sich alleine behalten. Computergenie Luan hat nur ein Ziel, Programmierer zu werden. Doch mit einem Diebstahl ruiniert er seine ganze Zukunft und muss fliehen. Sansibar will Luan helfen, oder sind es nur seine tintenblauen Augen, die sie süß findet? Auf jeden Fall hat sie Luan noch nie zuvor in ihrem Leben gesehen, aber genau das behauptet Luan. Die beiden haben keine Zeit die Sache zu klären und Luan ist überzeugt, dass Sansibar ihn verraten hat. Da macht Kalawesi, der Besitzer eines Vergnügunsparks, Luan ein unglaubliches Angebot. Zum Selberlesen, Vorlesen, Zuhören, Zittern, Bibbern, Mitfiebern und Genießen! Selbst im hintersten Winkel des Internets ist vermeintlich Privates längst öffentlich. Wohin führt diese Entwicklung? Wie lange bleiben unsere Gedanken noch geheim? Oder muss das Wort Geheimnis bald aus unserem Wortschatz gestrichen werden? Was wäre wenn…? Die Schattensurfer zeichnen ein Zukunftsszenario ohne zu moralisieren oder zu werten. Abwechselnd aus der Perspektive von Luan und Sansibar geschrieben sind die Handlungsstränge ineinander verwoben und zeigen die Träume und Ziele zweier Teenager in einer oberflächlich bunten Welt. Aber sind sie auch bereit für ihre Wünsche gegen RUHL zu kämpfen? Doktor Tornham und die Sipos verkörpern das totalitäre Netzwerk. Mit Emotionen und Irrationalität gibt Vergnügunsparkbesitzer Kalawesi viel Farbe in die technisierte Welt. Ein Buch, in dem es nicht um Technik sondern um Menschen geht.



Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und ich habe es gerne gelesen. Es liest sich locker weg, allerdings sehe ich die Zielgruppe weniger im All-Age-Bereich, sondern schon eher im frühen Teenager- oder späten Kinderbuchalter.

Warum ich dennoch nur drei Sterne vergebe, liegt daran, dass mir zum Schluss dann doch einiges zu glatt ging, bzw. mir hier dann doch etwas zu große Fragezeichen offen blieben, wie und warum alles so funktioniert. Hier tauchen leider gen Ende doch einige größere Widersprüchlichkeiten auf, die mich zwar nur bedingt beim Lesen selbst, aber nach dem Zuklappen des Buches dann doch etwas mehr beschäftigten.

Die Sprache ist im Hinblick auf die oben beschrieben Leserschaft durchaus angemessen und gut lesbar. Die Personen bleiben leider ein wenig blass, allerdings sind Handlung und Umgebung selbst gut nachvollziehbar und plastisch beschrieben.

Sansibar, die eifrig für ihre Kristallprüfung lernt, um endlich, endlich auch einen Kristall zu bekommen und somit ein vollwertiges und anerkanntes Mitglied von RUHL werden zu können, trifft zufällig auf Luan. Luan ist zwar ein Computergenie, musste aber in die Verbotene Stadt fliehen, nachdem er beim Stehlen erwischt wurde. Warum ist Luan nur so überzeugt, dass er Sansibar aus dem Waisenhaus kennt, wo sie doch bei ihrem Vater lebt? Sie kann sich an nichts erinnern, aber er weiß ihren Namen und warum ist er sich so sicher, sie zu kennen?
Noch ehe sie weiß, was eigentlich los ist, überschlagen sich die Ereignisse und die beiden geraten in große Gefahr, als sie sich gegen das System stellen...

Trotz der Schwächen war es eine spannende, kurzweilige und fantasievolle Lektüre, die ich gerne gelesen habe.

 ★★★




Mittwoch, 5. Februar 2014

Im Garten der verlorenen Träume - Nadja Reinbach

 Und wieder einmal hatte ich das Glück bei einem eBook aus dem dotbooks-Verlag gut gewählt zu haben.




Im Garten der verlorenen Träume von Nadja Reinbach 
Verlag : dotbooks Verlag 
ISBN: 9783955203450


Hier einmal die Buchbeschreibung

»Wir gehen zusammen nach Rom«, schlug sie vor. Doch Ettore schüttelte abwehrend den Kopf. »Niemals. Ich kann das Haus und den Obstgarten nicht verlassen, meine Mutter …« »Deine Mutter«, rief Emilia wütend, »deine Mutter ist tot …« »Meine Mutter hat sich nie beklagt und ich bin es ihr schuldig, ihr Vermächtnis nicht einfach aufzugeben.« Mitte des 20. Jahrhunderts: Die schöne Emilia hat sich nie in dem kleinen Ort Azzano im Nordosten Italiens willkommen gefühlt. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, in das schillernde Rom zurückzukehren. So ringt Emilia ihrem Mann Ettore das Versprechen ab, mit ihr nach Rom zu kommen, sollte sie dort einen Mäzen für seine ausgefallenen Taschen finden. Tatsächlich gelingt es ihr, einen Förderer von Ettores Kunst aufzutun, aber dieser verlangt einen hohen Preis. Emilia muss sich der Frage stellen, ob sie bei diesem Handel nicht gar einen Teil ihrer Seele aufgeben würde. Ein ergreifender Roman über eine starke Frau in einer unruhigen Zeit.

 Ich muss gestehen, dass ich erst einige Zeit um dieses Buch herumschlich, bis ich mich dann doch erst einmal auf die Leseprobe einließ. Als ich mich dann doch zum Lesen entschloss, wurde ich wieder einmal sehr positiv überrascht.

Meine ursprüngliche Befürchtung, dass es in der Hauptsache darum gehen könnte, welchen Preis eine Frau zu zahlen ist, um diejenigen zu schützen und zu unterstützen, die sie liebt, entpuppte sich als nicht zutreffend. Diese Frage zieht sich zwar auch mit durchs Buch, aber es ist auch eine fesselnde Geschichte über eine starke Frau, in einer schweren und turbulenten, dabei aber auch sehr interesanten Zeit, die ihren Weg geht, ohne sich selbst zu verlieren und ohne das aus den Augen zu verlieren, was wirklich zählt.

Emilia, die im Dorf ihres Mannes Ettore, dem Schuster des Ortes, nie wirklich als zum Dorf dazugehörig anerkannt worden ist, zieht es mit Ettore und ihren Söhnen zurück nach Rom, wo auch immer noch ihre Eltern wohnen. Hier hofft sie, dass Ettore seine Taschen, die er mit viel handwerklichem Geschick und großer Raffinesse herstellt, erfolgreich verkaufen und ihre Söhne eine gute Schulbildung erhalten können.

Im Ladenbesitzer Benedetto, findet sie jemanden, der bereit ist, Ettores Taschen auf den Markt zu bringen, allerdings sind an dieses Angebot bestimmte Bedingungen geknüpft, die Emilia erfüllen soll. Kann sie es mit sich vereinbaren, dieser Forderung nachzugeben? Was bedeutet dies für ihre Liebe zu Ettore?

Die Zeit ist insgesamt geprägt vom Einfluss und der Politik Mussolinis und so ist es in Rom nicht ganz sicher für Emilias kleine Familie, da ihre Eltern, bei denen sie wohnen, als Staatsgegner bekannt sind. Immer mehr werden Emilia und Ettore in den Strudel der Ereignisse hineingezogen, sie verlieren einander über den Anforderungen des Alltags und durch den Krieg und es stellt sich manches Mal die Frage, wie es weitergehen soll und weitergehen kann.

Mir hat das Buch gut gefallen, es ist ein intelligentes und fesselnd geschriebenes Bild der Zeit mit eindringlich beschriebenen starken Charakteren, deren Schicksal man als Leser mit Spannung und ein wenig Bangen verfolgt. Die Frage nach der Liebe zu einem anderen Menschen mit all ihren Facetten, zieht sich als roter Faden durch das ganze Buch und schließlich erkennen nicht nur Emilia und Ettore, worauf es wirklich ankommt.

 ★★★★


Das Haus der Tänzerin - Kate Lord Brown




Und schon wieder  habe ich mich in der Zeit des Zweiten Weltkriegs herumgetrieben, diesmal allerdings in Spanien mitten in den Wirren des Bürgerkriegs.




Das Haus der Tänzerin von Kate Lord Brown 
Verlag : Piper 
ISBN: 9783492302326

Der Klappentext:

Die alte Villa in den Hügeln von Valencia ist für Emma der perfekte Rückzugsort: Der verwilderte Garten duftet nach Orangenblüten, die Leute im Dorf sind hilfsbereit und schon bald eröffnet die gelernte Parfümeurin einen Blumenladen. Doch warum vermachte ihre verstorbene Mutter ihr dieses Anwesen? Immer mehr fühlt sich Emma von der geheimnisvollen Vergangenheit des Hauses angezogen. Und dann entdeckt sie ein zugemauertes Zimmer ...


Bei diesem Buch tue ich mich mit der Bewertung etwas schwer.

Eigentlich gefiel mir jeder einzelne Teil an sich gut, aber es waren einfach zu viele Teile im Wechsel. Lediglich das Ende war für mich nicht passend, das hat mich sogar richtig wütend gemacht, weil mir das doch zu vorhersehbar und klischeemäßig ablief und für mein Empfinden nicht richtig in die sehr stimmungsvoll erzählte und bei allem Schrecken, der auch manches Mal geschildert wurde, auch sehr malerisch geschilderte Handlung hinein passte.

Aber einmal zurück auf Start - "Das Haus der Tänzerin" erzählt die Geschichte einer Gruppe von Freunden, die durch den Krieg und die damit verbundene Zerrissenheit Spaniens durch den Bürgerkrieg auseinandergerissen wurden. Viele der Freunde waren direkt an der Front, teils als Sanitäter und Krankenschwestern oder auch als Kämpfer oder Journalisten, als noch versucht wurde, Spanien gegen die Faschisten zu verteidigen. Als der Kampf verloren ist, bricht alles auseinander und nur wenige der Freunde überleben.

Emma, die Protagonistin des Buches, zieht nach dem Tod ihrer Mutter in eine alte Villa in den Hügeln von Valencia, die diese ihr vererbt hat. Nach und nach kommt sie einigen erschütternden Geschehnissen der Vergangenheit auf die Spur und muss erkennen, dass ihr eigenes Leben eng mit diesen Ereignissen verbunden ist. Auch ihr eigenes Leben ist durch einen weiteren tragischen Verlust auf den Kopf gestellt, so dass sie hofft, hier in Valencia zur Ruhe kommen zu können, doch auch hier verweben sich abermals die Geschehnisse der Vergangenheit ein Stück weit mit denen der Gegenwart.

Jede einzelne Handlung fand ich spannend und toll dargestellt, allerdings war mir der Wechsel zwischen den Zeiten und den Orten einfach zu häufig, da ich jedes Mal aus der Handlung rausgerissen wurde und mich dann erst wieder in die Handlung hineinfinden musste. Dafür waren die einzelnen Abschnitte dann doch wiederum zu kurz, so dass die aufgebaute Spannung für mich immer wieder verloren ging. Oft ertappte ich mich gegen meine Gewohnheit sogar dabei, dass ich vorblätterte, um erst einmal in der jeweiligen Teil-Handlung weiterzulesen, weil es mir einfach zu sehr hin und her hüpfte.

Das Buch zeigt eine interessante Grundidee vor dem Hintergrund des Spanischen Bürgerkriegs und ist trotz der Kritikpunkte durchaus lesenswert, auch wenn es mir insgesamt zu sprunghaft umgesetzt ist.

★★★