Je suis Charlie

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Donnerstag, 31. Juli 2014

Die Frauen von Tyringham Park - Rosemary McLoughlin


 Das hier war mein Flop des Monats:







Die Frauen von Tyringham Park von Rosemary McLoughlin
Verlag : Bastei Lübbe 
ISBN: 9783404169306

Den Klappentext zitiere ich hier nur, damit Ihr seht, was Ihr nicht in dem Buch finden werdet:

WENN SIE DOWNTON ABBEY MÖGEN, WERDEN SIE DIESEN ROMAN LIEBEN! Ganz im Süden Irlands befindet sich das prächtige Anwesen von Lord und Lady Blackshaw. Tyringham Park ist ein Ort voller Prunk und Privilegien. Doch ein verhängnisvolles Ereignis im Jahr 1917 zerstört den Frieden des Hauses: Victoria, die jüngste Tochter der Familie, verschwindet spurlos. Wurde sie entführt? Oder gar ermordet? Nicht nur die Blackshaws sind tief getroffen, auch die Dienstboten trauern um das kleine Mädchen. Fortan liegt ein Schatten über Tyringham Park, der das Leben aller verändert, die Victoria gekannt haben. Nur mit der Wahrheit, die schließlich ans Licht kommt, hätte niemand gerechnet ...


Uff, bei diesem Buch fällt es mir schwer, etwas Positives zu finden, hätte ich es nicht als Rezensionsexemplar bekommen, hätte ich es nicht zuende gelesen, weil ich es eigentlich einfach nur schrecklich fand.

Ich habe noch nie ein Buch gelesen, das mit so vielen schrecklichen und unsympathischen Charakteren aufwartet, die alle durchaus gut ausgeführt sind, das ja, aber sie sind vielfach einfach abstoßénd.
Ein Widerling jagt und terrorisiert den nächsten, das Schicksal schlägt wieder und wieder und wieder zu und lässt in allen nur das Bes...Verzeihung, auch hier leider nur das Schlechteste, zum Vorschein kommen und es gab kein Kapitel, wo ich das Gefühl hatte, mich auf die Personen und das Geschehen einlassen zu wollen. Taucht tatsächlich mal ein guter Mensch auf, der einem ein Gefühl von Sympathie entlockt, kann man sicher sein, dass er alsbald mit etwas Unschönem konfrontiert sein wird. Misshandlung, Missbrauch, Unzucht, erzwungene Ehen....die Liste ist lang und könnte immer länger werden und es wird sich alles in diesem Buch finden, zumindest, so lange es etwas Negatives ist.

Wer den Klappentext geschrieben hat, kann das Buch allerdings definitiv nicht gelesen haben, träfe das zu, was dort steht, wäre es vermutlich ein erträglicheres Buch gewesen. So sind es nur zwei Dinge, die tatsächlich zutreffen:
Tyringham Park liegt in Irland und Victoria verschwindet. Wäre die Familie tatsächlich so tief betroffen, wie der Klappentext es vermuten lässt, hätte es vielleicht noch eine nette Geschichte werden können, aber so? Leider nicht.
Definitiv kein Buch für mich.




Dienstag, 29. Juli 2014

Wie Flammen auf Eis - Alexandra Stefanie Höll

 Ein schönes und gut zu lesendes Buch für Romantiker mit Sinn für Humor:




Wie Flammen auf Eis von Alexandra Stefanie Höll
Verlag : bookshouse 
ISBN: 9789963524099

Der Klappentext:

Eigentlich wollte die junge Polizistin Evelyn Lauinger während ihres Las Vegas-Trips nur einen Blick auf den atemberaubenden Schauspieler Kenan Shaw werfen. Damit, dass sie wenig später lediglich in Unterwäsche in dessen Pool landet, hätte sie nicht im Traum gerechnet. Der nächste Morgen beginnt mit einem Schock, als beiden schlagartig klar wird, dass sie irgendwann in der vergangenen Nacht geheiratet haben und eine Scheidung vorerst unmöglich ist. Doch das bleibt bei Weitem nicht ihr einziges Problem, denn bald darauf beginnt ein gefährlicher Stalker, Attentate auf Kenan zu verüben …



Mir hat das Buch "Flammen auf Eis" sehr gut gefallen, genauer, ich hatte es binnen einer Nacht durch, ich denke, das spricht für sich.

Bis zu einem gewissen Grad ist es natürlich vorhersehbar, wobei es mich auch hier immer wieder positiv überrascht hat, aber es ist eine witzige und rasant geschriebene Liebesgeschichte zweier Menschen, die sich dank ihrer Sturheit und Dickschädligkeit immer wieder selbst im Weg stehen. Intrigen und ein turbulentes und sehr stressiges Leben drumherum, erleichtern die Situation auch nicht unbedingt.

Das Buch bietet amüsante Dialoge, liebenswerte und interessante Charaktere, eine gut gesponnene Story und gute Unterhaltung.

Kenan und Evelyn haben mein Herz im Sturm erobert, so dass ich mit ihnen mitfieberte, sie manchmal auch hätte schütteln oder ihnen ein paar wohlplatzierte Tritte in die werte Kehrseite hätte zukommen lassen mögen.
Dann wiederum schmolz mein Herz dahin, wenn die Beiden sich zwischendurch dann (kurzfristig, aber immerhin) mal wieder verstanden, weil das einfach sehr schöne und liebe Szenen waren - auch wenn sie selten lange anhielten.

Was macht man, wenn man morgens aufwacht und feststellt, dass man nachts einen unbekannten Mann geheiratet hat? Halt, nicht wirklich unbekannt, nur einem selber unbekannt, eigentlich ist er eine Berühmtheit und er lebt auch noch in einem anderen Land und, um das Ganze noch abzurunden, aus Angst vor schlechter Publicity, kann man die Ehe nicht gleich annullieren lassen, sondern muss erst einmal so tun als sei man frisch verliebt und glücklich verheiratet. Kein Problem? Nun ja. Wie schafft man es aber, aus diesem ganzen Spiel keinen Ernst werden zu lassen und sich nicht zu verlieben?
Evelyn hatte nicht wirklich damit gerechnet, dass sie am Ende ihres Urlaubs in Las Vegas auf einmal verheiratet im Bett eines fremden Mannes aufwachen würde, aber noch weniger hatte sie damit gerechnet, wie dieses Erlebnis ihr ganzes Leben umkrempeln würde.

Mir hat es viel Spaß gebracht, Kenan und Evelyn in der kurzen oder vielleicht ja doch nicht so kurzen Zeit ihrer Ehe zu begleiten. Beides sind wunderbare Charaktere mit Biss und Charme, die mir ein kurzweiliges Lesevergnügen beschert haben!

★★★

Das Labyrinth ist ohne Gnade - Rainer Wekwerth


Und hier kommt dann auch gleich die Rezension zu diesem tollen Abschluss einer genialen Trilogie (ja, ich musste es dann doch sofort zuende lesen, das ging einfach nicht anders!):







Das Labyrinth ist ohne Gnade von Rainer Wekwerth
Verlag : Arena 
ISBN: 9783401067902

Der Klappentext:

Sie sind nur noch zu dritt und sie sind geschwächt. Aber sie wollen überleben - um jeden Preis. Zweifel überschatten den Kampf gegen das Labyrinth, das mit immer neuen Mysterien für die Jugendlichen aufwartet. Ihr mühsam erworbener Teamgeist scheint nicht zu brechen, doch lohnt sich für Jeb, Jenna und Mary der gemeinsame Kampf, wenn nur einer von ihnen überleben kann? Die entscheidende Frage aber wagt niemand zu stellen: Was erwartet den letzten Überlebenden hinter dem sechsten Tor?





"Nur wer sich seinen Ängsten stellt, wird heimkehren."
So lautete die Botschaft, die Jeb im ersten Band gefunden hatte. Diese Aussage zieht sich durch alle Bände und auch hier, in diesem letzten Band der Trilogie, spielt sie noch einmal eine ganz große Rolle.

Wie aber kann man sich seinen Ängsten stellen, wenn man immer wieder in neuen Welten  erwacht, immer wieder neuen Schrecken ausgesetzt ist und der Horror nie ein Ende hat?
Und wieviel Sinn macht es, immer weiter zu kämpfen, wenn derjenige, den man liebt, verloren ist? Wieviel Sinn macht, es immer weiterzukämpfen, wenn man weiß, dass am Ende doch nur ein Einziger das letzte Tor durchschreiten kann?

Mary, Jenna und Jeb sind die letzten drei Überlebenden im Kampf gegen das Labyrinth, doch schon wieder sehen sie sich neuen Gefahren in einer neuen Welt ausgesetzt, die ihnen alles abverlangen. Alles wird auch noch durch das Wissen überschattet, dass am Ende nur ein Tor sein wird, nur einer von ihnen wird überleben dürfen. Gemeinsam versuchen sie dem Labyrinth die Stirn zu bieten, doch das Labyrinth wartet mit immer neuen Tricks auf, um ihren Mut zu brechen.

Wird es den Dreien gelingen, gemeinsam dem Labyrinth zu entkommen? Und wenn nicht, wer von ihnen wird derjenige sein, dem es gelingt und was erwartet ihn auf der anderen Seite?

Auch dieser dritte Band schlug mich wieder ganz in seinen Bann und ich war begeistert!
Ganz wichtig allerdings, auch wenn das vermutlich sowieso klar ist, dieser Band ist der dritte Band der Trilogie und sollte deshalb auch auf jeden Fall erst nach den anderen gelesen werden.

Die gesamte Trilogie ist unwahrscheinlich spannend und erfindungsreich und auch die Auflösung in diesem letzten Band, auf die man als Leser die ganze Zeit hinfiebert, ist gelungen und schlüssig. Ich kann auch diesen letzten Band, der ein wirklich starkes Finale darstellt, ebenso uneingeschränkt empfehlen wie schon die anderen Bände dieser Reihe.

 ★★★


Teaser Tuesday #19

Bei strahlendem Sonnenschein  und allerfeinstem Sommerferienwetter, ist schon wieder der nächste Dienstag herangerückt und es ist Zeit für den nächsten Teaser Tuesday !





Dieses Mal stecke ich gerade im dritten, letzten und absolut heiß ersehnten Teil der Labyrinth-Reihe von Rainer Wekwerth. Schon die ersten beiden Bände konnten mich absolut faszinieren und seitdem grübele ich, wie es weitergeht, was es mit dem Labyrinth auf sich hat und jetzt ist es endlich so weit - ich halte es im Rahmen einer Leserunde als Vorab-Exemplar in Händen und bin wieder begeistert! Es ist immer noch spannend und fesselnd und ich fliege durch die Seiten!

Wie fühlt man sich, wenn man von Welt zu Welt gejagt wird, nie zur Ruhe kommt und weiß, dass nur einer am Ende überleben wird?

"Es gibt keine Hoffnung mehr. Ich bin nicht einmal sicher, ob ich den letzten von uns vor dem letzten Tor beneiden soll darum, dass er eine zweifelhafte Hoffnung hat auf....ja, worauf eigentlich?!"
S.160, aus Das Labyrinth ist ohne Gnade von Rainer Wekwerth

Tja, worauf eigentlich? Was wartet am Ende auf den letzten Überlebenden und wer wird der letzte Überlebende sein?


Montag, 28. Juli 2014

Code Black - Kat Carlton

 Ja, das Buch vom letzten Teaser Tuesday habe ich inzwischen natürlich auch durch und es hat mir gut gefallen!






Code Black von Kat Carlton
Verlag : IVI 
ISBN: 9783492703161

Der Klappentext:  

»Kannst Du auf dem Heimweg Milch holen?« – Eine harmlos aussehende Textnachricht, doch für die 16-jährige Kari Andrews bedeutet dieser Satz nur eins: Nimm deinen Bruder und LAUF UM DEIN LEBEN! Denn Karis Eltern arbeiten als Agenten bei der CIA und haben jede Menge Feinde. Aus diesem Grund haben sie ihre Kinder für den Ernstfall gut vorbereitet. Mit ihrem kleinen Bruder Charlie taucht Kari unter, doch irgendetwas stimmt nicht. Ihre Eltern bleiben verschwunden. Und wieso macht plötzlich die CIA Jagd auf sie? Um die Wahrheit herauszufinden, ist Kari ausgerechnet auf die Hilfe des Footballspielers Luke angewiesen, für den sie heimlich Gefühle hegt. Kari und ihre Freunde begeben sich in ein Netz aus Lügen – und in größte Gefahr ...



Dies ist wieder ein Buch, das in Windeseile durchgelesen war. Es ist witzig und spannend und dabei auch noch gut geschrieben.
Meine Tochter und ich haben es beide sehr gerne gelesen.
Die Charaktere sind sehr sympathisch und so gestaltet mit all ihren Eigenarten und ihrer ganzen Art, das sich eigentlich jeder Teenager gerne mit ihnen identifiziert. Sie sind tough und erfindungsreich und halten immer zusammen, egal ob sie gerade legale Dinge erledigen oder vielleicht doch nicht ganz so legale, aber selbstverständlich absolut notwendige Angelegenheiten.
Code Black. Die harmlos erscheinende SMS, die anzeigt, dass nichts mehr sicher ist und dass Kari und Charlie schleunigst verschwinden müssen. Doch als die beiden Geschwister am vereinbarten Treffpunkt ankommen, müssen sie feststellen, dass ihre Eltern nicht dort sind, um sie zu treffen und dass an deren Stelle jemand anderes dort erscheint, jemand, der definitiv nicht willkommen ist.
Nun sind Kari und Charlie ganz auf sich gestellt, doch immerhin können sie sich auf ihre Freunde verlassen, die ihnen auch jetzt zur Seite stehen. Mit deren Hilfe und mit Hilfe der Notfallpakete, die ihre Eltern für sie vorbereitet hatten, schlagen sie sich durch, bis ins Hauptquartier der CIA - oder lieber doch nicht?
Uns hat das Buch sowohl vom Inhalt als auch vom Schreibstil her sehr gut gefallen und wir können es eindeutig empfehlen! Allerdings sollte auf jeden Fall auch das tolle Cover erwähnt werden. Das schlicht schwarze Cover, von dem sich nur der Name der Autorin und der Schfitzug "Thriller" in pink abheben, ist allein schon ein Hingucker, passend dazu noch der pinke Buchschnitt - perfekt! Ein Buch, das sowohl innerlich als auch äußerlich durch positive Eigenschaften besticht!

★★★

Freitag, 25. Juli 2014

Red Bug Charity - Es beginnt!






Na, wer erinnert sich noch daran?
Red Bug Charity, das Projekt von Red Bug Books, bei dem am 6. Dezember ein  Buch erscheinen soll, zu dem zehn Jugendbuchautoren Beiträge  in Form von Gedichten und Geschichten beisteuern werden und dessen Erlös an eine gemeinnützige Jugendbuchorganisation gehen soll?

Über 100 Blogger sind es mittlerweile, die mithelfen, dieses Projekt bekannt zu machen, in der Hoffnung, dass wir damit möglichst viele Menschen für das Projekt und somit auch für das Buch begeistern zu können.

Jetzt wurde der Vorhang gelüftet und die erste Autorin tritt auf die Bühne:

Antonia Michaelis!



Antonia Michaelis kennen viele als Autorin des Buches "Der Märchenerzähler" , das für den Jugendliteraturpreis nominiert war. Das Buch muss ich übrigens auch noch lesen, bisher kenne ich von ihr nur "Nashville oder das Wolfsspiel" , ein Buch, dessen Schreibstil mir ausgesprochen gut gefallen hat, bei dem ich mich allerdings gerne noch einmal mit der Autorin über das Ende unterhalten würde, ob man da nicht doch noch mal verhandeln könnte. Ja, es war anders als erhofft und nein, es war nicht das Ende, das ich erwartet hätte, wirklich nicht. Ja, es passt, klar, aber es hat mich doch viele Nerven und viele Taschentücher gekostet.

Und genau diese Antonia Michaelis steuert eine Kurzgeschichte zu dem Charity-Projekt bei!
Im Zuge dieses Projekts, hat Katrin Bongard von Red Bug Books sich intensiv mit Antonia Michaelis unterhalten und ihr auch ganz viele Fragen gestellt. Das Ergebnis der Unterhaltung und Katrins Eindrücke findet man hier und wer jetzt noch mehr über Antonia Michaelis wissen möchte, sollte sich schnell das Interview durchlesen.







Und nun bin ich gespannt, welche weiteren Autoren für die Mitarbeit gewonnen werden konnten, ich freue mich auf jeden Fall schon sehr und bin überzeugt, dass es ein richtig tolles Projekt wird!

Dienstag, 22. Juli 2014

Teaser Tuesday #18




Dienstag, Zeit für den nächsten Teaser am Teaser Tuesday , diesmal wieder mit einem Jugendbuch, das sich bisher gut lesen lässt.

"Wir müssen die bewährten Spionagetechniken beachten", beharrt sie. 
Ich verdrehe die Augen. "Ja...du hast recht. Ich hinterlasse also eine verschlüsselte Botschaft in Evans Seidenunterwäsche. Taste einfach danach."
S.62/63, Code Black von Kat Carlton

Spannend, dabei mit einer ordentlichen Prise Humor und - der Grund übrigens, warum meine Tochter schon die ganze Zeit um mich herumschleicht und versucht, dieses Buch zu erobern- das Ganze dann auch noch uffallend verpackt mit einem wirklich tollen Cover in reinem schwarz mit wenigen pinken Elementen und mit einem dazu passenden pinken Buchschnitt, der auch ziemlich genial aussieht.
Inhalt stimmt bis jetzt, Äußeres sowieso, ich bin gespannt, ob es so gut bleibt!

Freitag, 18. Juli 2014

True - Wenn ich mich verliere von Erin McCarthy


Eine etwas "eckige" Protagonistin,  die erfreulicherweise durchaus weiß, dass sie auch ohne "ihn" auskommen kann, die aber trotzdem lieber mit ihm zusammen sein möchte, als ohne ihn, findet sich in ....







True - Wenn ich mich verliere von Erin McCarthy
Verlag : Egmont LYX 
ISBN: 9783802593901

Der Klappentext:

Als Rory Macintoshs Freundinnen herausfinden, dass sie noch Jungfrau ist, heuern sie den attraktiven Tyler Mann an, damit er sie verführt. Doch die Gefühle, die zwischen Rory und Tyler bei ihrer ersten Begegnung erwachen, sind ebenso leidenschaftlich wie echt – und schon bald müssen die beiden sich entscheiden, wie viel sie bereit sind, für den jeweils anderen aufzugeben …


"True - wenn ich mich verliere" ist eine wirklich niedliche Geschichte um zwei nicht ganz einfache, aber dabei sehr liebenswerte Protagonisten.
Rory ist unwahrscheinlich ehrlich und direkt, nicht unbedingt eine Eingeschaft, die einen zum sozialen Mittelnpunkt macht, aber gerade dadurch wirkt sie einfach erfrischend anders.
Tyler hingegen ist der typische Bad Boy - auf den ersten Blick. Doch schon auf den zweiten Blick offenbart sich nicht nur Rory ein interessanter und sehr anziehender Charakter, der mit Intelligenz und Herz aufwarten kann.

Die Geschichte selbst ist nicht unbedingt neu, sondern bedient einige Klischees, dies aber auf eine gekonnte Art - und letztlich liest man diese Art Bücher ja auch genau deswegen. Man möchte, dass der Bad Boy sich das Mauerblümchen angelt und man hofft, nein, man vertraut auch auf ein Happy End (wobei ich das bei diesem Buch natürlich nicht versprechen kann....) und letztlich kommt es doch nur darauf an, wie gekonnt und schön diese Handlung verpackt ist. Allerdings muss ich zugeben, dass mir hier am dramatischen Wendepunkt des Geschehens, einige Dinge nicht ganz logisch erschienen, aber dank der liebenswerten Charaktere, habe ich darüber hinweggesehen.
Ich habe dieses Buch tatsächlich deshalb wirklich gerne gelesen, weil ich einige der Charaktere sofort und spontan ins Herz geschlossen habe und unbedingt wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht.

Mir hat es gefallen, es ist ein nettes und flüssig geschriebenes Buch mit interessanten Charakteren, die man als Leser einfach gerne begleitet.


★★★

Dienstag, 15. Juli 2014

Teaser Tuesday #17

Und wieder einmal ist Dienstag und es ist Zeit für den Teaser Tuesday!

Diesmal lese ich gerade einen Klassiker, allerdings liest es sich nicht ganz so leicht wie meine immer wieder gern gelesenen Austen-Bücher oder meine Hemingways oder Sartres oder dergleichen. Es hat stilistisch etwas von einem scheinbar unkontrollierten Wortschwall, so dass es nicht ganz einfach zu lesen ist. Ich habe doch des Öfteren das Bedürfnis, die Sätze doch noch einmal zu lesen, um sicher zu gehen, dass ich auch wirklich alles wahrgenommen und richtig verstanden habe.

Und ihr alter Onkel William pflegte zu sagen, eine Dame erkenne man an ihren Schuhe und ihren Handschuhen. Eins Morgens, mitten im Krieg, hatte er sich in seinem Bett umgedreht. Er hatte gesagt, "mir reicht's". Handschuhe; aber ihre eigene Tochter, Elizabeth, gab keinen Pfifferling für beides.
S.15, aus Mrs. Dalloway von Virigina Woolf

Und ich bin nun am Überlegen, was genau mit Onkel William ist, ist er dann gestorben oder was um alles in der Welt, hat der Krieg mit Handschuhen und Onkel Williams Bett zu tun? Oder sind es einfache Gedankensprünge und Onkel Williams Dahinscheiden hat eigentlich keine wirkliche Bedeutung, sondern ist nur eine Information, die hochhüpft, um gleich darauf wieder unterzugehen?

Freitag, 11. Juli 2014

Mein Sommer mit Nora - Linda Yellin

 Hier einmal zwischendurch ein kleiner Sommerroman, der mir gut gefiel:






Mein Sommer mit Nora von Linda Yellin
Verlag : Insel Verlag 
ISBN: 9783458360032

Der Klappentext:


Molly, Ende 30, lebt in New York und hat dem Traum vom großen Glück abgeschworen. Stattdessen führt sie eine unaufgeregte Beziehung mit dem soliden Chiropraktiker Russell und schreibt Klatsch-und-Tratsch-Reportagen für ein Online-Magazin. Die Tiefen des Alltags meistert sie mit spitzzüngiger Ironie und einem zur Perfektion eingeübten Galgenhumor. Dass das allerdings nicht immer funktioniert, bekommt sie zu spüren, als sie eine Reportage über die Liebe im Großstadtdschungel New Yorks schreiben soll und das zu allem Überfluss im Geiste der romantischen Übermutter Nora Ephron. Harry und Sally, Schlaflos in Seattle, E-Mail für Dich alles wird von Molly zu Rate gezogen, doch der romantische Funke will einfach nicht überspringen. Und blind, wie sie für die Chancen im Leben geworden ist, sieht sie auch die Begegnung mit Cameron, einem Mann, der sie aus der Reserve zu locken versteht und ihr in Witz und Schlagfertigkeit in nichts nachsteht, nicht unbedingt als Wink des Himmels §Spritzig, wunderbar frech und entwaffnend komisch erzählt Linda Yellin vom unerwarteten Liebestaumel einer abgeklärten New Yorkerin, die feststellen muss, dass sie im Grunde ihres Herzens eben auch nur eines will: ein Happy End!


Es hat mir viel Spaß gebracht, das Buch "Ein Sommer mit Nora" zu lesen. Oft genug fühlte ich mich auch an die dort zitierten Filme von Nora Ephron erinnnert und rutschte ganz einfach -schwups- in die Stimmung dieser Filme hinein.
Manches Mal habe ich laut gelacht, manchmal habe ich mich auch einfach nur köstlich amüsiert, aber gelangweilt habe ich mich nie.

Ich habe das Buch in einer Leserunde gelesen, wo einige Leserinnen die Entwicklung der Charaktere bemängelten oder das Ende zu überstürzt fanden, das habe ich nicht so empfunden. Zwar weiß ich, was diejenigen meinten, aber für mich war die Entwicklung eindeutig und einige Entscheidungen oder Ereignisse in sich logisch, ebenso wie ich das Ende zwar kurz, aber dennoch überzeugend fand. Einige Seiten mehr hätte ich trotzdem gut verkraftet, aber einfach deshalb, weil ich Spaß an dem Buch hatte und nicht, weil mir etwas gefehlt hätte.

Ich empfand die Figuren als überzeugend und konnte ihre Handlungen in der Regel gut nachvollziehen. Die Handlung selbst entwickelte sich flüssig und nachvollziehbar, so dass ich das Buch gerne gelesen habe und es selten aus der Hand gelegt habe. Der lockere und humorvolle Schreibstil, der sich und die Geschichte selbst auch nicht zu ernst nahm, trug ebenfalls zu meinem Lesespaß bei.

Mir hat das Buch auf jeden Fall wirklich gut gefallen!


★★★



Dienstag, 8. Juli 2014

Red Bug Books -> Charity Projekt: Buchblogger gesucht!





Für ein wirklich tolles Charity-Projekt, sucht Red Bug Books noch Buchblogger zur Unterstützung!
Wer meinen Blog kennt, hat bestimmt schon mitbekommen, dass ich eine klitzekleine Schwäche für die Bücher von Red Bug Books habe. Ich habe mich darum sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich an diesem Projekt mit teilnehmen will. Worum es geht?

"Red Bug Books wird am 6. Dezember 2014 ein Buch mit Gedichten und Geschichen von zehn Jugendbuchautoren veröffentlichen. Der Erlös geht an eine gemeinnützigen Jugendbuchorganisation und Buchblogger werden helfen, das Projekt bekannt zu machen."


Buchblogger!? Genau, dafür werden die Buchblogger gesucht!
Wer Interesse daran hat, meldet sich am Besten per Mail bei Red Bug Books:
mail@redbug-books.com

Teaser Tuesday #16

Uuuuund es ist wieder Zeit für den Teaser Tuesday  und sogar am richtigen Tag, wenn das nichts ist!






Diesmal ist es ein Buch, das mit dem startet, was ich auch immer noch einmal gerne machen möchte - ein Roadtrip. Nachdem ich "Amy on the Summer Road" schon etliche Male gelesen habe, zog mich auch dieses Buch "The Edge of Never" geradezu magisch an:

Einfach losfahren? ✔
Greyhound?  ✔ (Spätestens seit Simon and Garfunkels "America" für mich der Inbegriff von                                          Freiheit und Abenteuerlust)


Liebesgeschichte? ✔
Geheimnis? ✔

Okay, alle wesentlichen Komponenten für mein momentanes Lesefeeling vorhanden, also kaufte ich es mir und ich muss sagen, dass es mir schon sehr gut gefällt.Es sind Charaktere, die mir gefallen, die Entwicklung gefällt mir und ich bin gespannt, wie es weitergeht:

"No one wants to do what I want to do, " I say and my explanation begins to unfold more quickly now that I feel more confident in the answer. "Just like with living free and not taking the ordinary road, y'know? No one wants to step out of their comfort zone to do that with me because it's not something most people do."
S. 208, The Edge of Never von J.A. Redmerski

Seid Ihr schon mal einfach drauf losgefahren? Früher habe ich das ab und an gemacht, es waren eigentlich die Erfahrungen, an die ich mich immer noch unwahrscheinlich gerne erinnere, das Gefühl, einfach loszulassen und etwas zu tun, was nicht geplant ist und am Ende nicht genau zu wissen, wo man ankommen wird.

Und nachdem mich das Buch "Dein eines, wildes, kostbares Leben" neulich wieder einmal mit den Gedichten von Robert Frost in Kontakt gebracht hat, fiel mir zu meinem Teaser doch auch noch Frosts schöne Textstelle aus dem Gedicht "The Road Not Taken" ein:

Two roads diverged in a wood, and I—
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference.   

Manchmal macht es eben doch einen Unterschied, welchen Weg man geht und manchmal ist es einfach schön, einen Weg zu gehen oder Dinge zu tun, die nicht geplant sind und die nicht von einem erwartet werden. Träumt Ihr auch machmal davon, so wie Camryn in "The Edge of Never"?

Sonntag, 6. Juli 2014

Klammroth - Isa Grimm




Klammroth von Isa Grimm 
Verlag : Bastei Lübbe 
ISBN: 9783785761076

Und der Klappentext:

Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinder wispern in der Dunkelheit - die toten Kinder von Klammrodt. Einst war der Weinort am Fluss eine Idylle. Doch dann starben Dutzende Kinder bei einer Katastrophe im Tunnel, zahllose weitere wurden entstellt. Jetzt, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammrodt zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des nachts vor den Fenstern. Seltsame Dinge geschehen - und fordern neue Opfer. Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...


"Klammroth"...ganz ehrlich, ich kann nicht genau sagen, wie ich es fand. Überhaupt gelesen habe ich es nur, weil mich die ganze PR doch irgendwie neugierig gemacht hat, so dass ich wissen wollte, was sich dahinter verbirgt, obwohl ich normalerweise keine Horrorbücher lese.

Einmal angefangen, packte es mich und ich las es gebannt bis zum Ende - um dann doch irgendwie frustriert zu sein, weil ....ja, weil. Doch ein bisschen zu viel Mystik gen Ende? Zu einfach? Zu wenig Spannung? Aber gerne gelesen habe ich es trotzdem, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was mich daran dann irgendwie doch wieder fasziniert hat.

Letztlich fühlte ich mich aber schon fast etwas betrogen, weil das Ende zu sauber verlief und der mystische Part mir da doch zu sehr zum Einsatz kam.

Die Grundidee fand ich spannend, auch die Persönlichkeiten eigentlich interessant, aber es fehlte doch etwas, um daraus für  mich eine wirklich runde Geschichte zu machen. Ein gewisses Gefühl von Tragik überwog für mich gerade zum Ende hin dann doch manches Mal und wirklich gruselig fand ich es nicht.
Es ist nicht so, dass ich noch keine Gruselbücher gelesen hätte, aber dieses wirkliche Kribbeln, die Spannung, die ich damit verbinde, die bauten sich beim Lesen von "Klammroth" zu keinem Zeitpunkt bei mir auf.

Insgesamt war es ein nettes und gefällig geschriebenes Buch, aber nicht mehr. Kein Buch, das einem schlaflose Nächte bereitet oder einen noch einmal unters Bett gucken lässt, ob sich dort auch wirklich niemand versteckt hat, nicht einmal den Kontrollgang zur Haustür, ob auch wirklich abgeschlossen ist, hat es mir beschert. Von daher - nice to read, but not more.

★★★





Freitag, 4. Juli 2014

Indulge - Ednah Walters (Review in English )






Review of Indulge by Ednah Walters

Fortunately I received Indulge as an ARC in exchange for an honest review.
Fortunately? Yes - fortunately because I recieved it in advance and didn't have to wait till the release date as I had been waiting rather impatiently for it after having read Impulse, the first book in the series.
When Indulge finally „landed“ on my reader, I didn't put it down till I had finished it!

Those of you who have seen my other reviews know that I've already read many many books by E.B.Walter
or else Ednah Walters and that none of them ever disappointed me – this was definitely true for Indulge as well! It's not just that it hasn't disappointed me (and my expectations were already rather high), on the contrary it was just amazing!

Maybe it's even a bit hotter than Impulse but I'm not sure about that yet, I might have to re-read them some more times to be sure. Apart from that it is incredibly thrilling and captivating and I sat there mesmerized and had to remind myself to breathe – well, that was, when I wasn't sporting a rather broad goofy smile because Jillian and Lex were so sweet together.

Especially those lovable and sympathetic characters top it off but the story itself is also gripping and well constructed.

Jillian and Lex would really simply love to marry now and enjoy there life together but unfortunately there're some people around who don't think that this is desirable and who try to seriously hurt them.
As a reader I really felt with them and was worried about them especially as even Lex and his friends seem to fail in their attempt to find their adversaries despite all their abilities and their money.

Brilliant characters, a hot and sweet love story and a suspenseful, convincing story in combination with the captivating writing of E.B. Walters have made this book one of my favorite books of the year! Just make sure that you read Impulse first otherwises it'll be half the fun and you might have problems to understand what's going on.

★★★★★


★★★★★



Mittwoch, 2. Juli 2014

Teaser Tuesday #15


Uff, kann mir bitte bitte bitte jemand sagen, dass heute NICHT Mittwoche ist und ich zu spät mit meinem Teaser Tuesady bin?!? Ich verzeihe ihr oder ihm die Lüge auch wirklich gerne....

Montag sagte ich noch, dass der gemütliche Grillabend vor dem Fußballspiel (okay, ich gebe zu, vor dem eigentlichen Spiel bin ich geflüchtet, das war mir dann doch zu spät) mein ganzes Zeitgefühl durcheinander bringt - well, mission accomplished: Zeitgefühl effektiv ausser Kraft gesetzt, ich war heute den ganzen Tag der Meinung, dass heute Dienstag ist und habe mich schon geärgert, dass ich jetzt erst so spät dazu komme, meinen Teaser einzustellen und dann, eben, kam die Erkenntnis.....


Diesmal ein Buch, das ich jetzt durch habe und das mich etwas zum Nachdenken gebracht hat (ja, auch das kommt vor...) . Thema ist letztlich, neben einer wirklich netten Liebesgeschichte, das Selbstwertgefühl und wie es durch das Gewicht bestimmt wird.

"Nate had helped me realize that I wasn't most attractive when I looked like everyone else - I was most attractive, wenn ich looked like myself. When I acted like myself instead of worrying about what everyone thought of how I looked." 
Pos. 2777, aus Picture Perfect von Allessandra Thomas

Wer ist wirklich zufrieden mit seinem Gewicht? Ich nicht, da bin ich ehrlich, es dürfte gerne etwas (mehr) weniger sein, allerdings finde ich es gerade bei den jungen Mädchen heute auch sehr bedenklich, wie viele doch sehr wenig wiegen und wie früh das schon thematisiert wird.

Was mich allerdings auch etwas geschockt hat, war die Tatsache, dass  das Mädchen in diesem Buch verzweifelt war durch eine unfallbedingte Gewichtszunahme, dass sie als Plus-Size-Model gehändelt wurde und - dass sie dabei gerade mal auf Größe 12 bis 14 kam. Die amerikanische Größe 12 entspricht laut Google gerade mal Größe 40 (!), eine Größe, die ich persönlich für eine erwachsene und (im Fall der Protagonistin) auch hochgewachsenen Frau schon noch als "normal" empfinde, aber offensichtlich ist sie das nicht mehr.

Für mich ist es auch immer eine Frage, wie alles zusammenpasst  - trainierte Kurven sind für mich etwas anderes als eine Figur, die sich nur durch die Abwesenheit von Gewicht defininiert und letztlich kommt es doch bei Allem auch immer wieder darauf an, wie man das Ganze dann verpackt. Geht man unbedingt mit der Mode und versucht vielleicht gar, seine Figur der Mode anzupassen oder versucht man nicht doch lieber eher, seinen Stil zu finden und sich entsprechend der eigenen Figur, so qwie sie ist, zu kleiden)

Wie seht ihr das? Wie und wann empfindet Ihr Euch oder jemand anderen als schön?