Je suis Charlie

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Montag, 8. Juni 2015

Blogger Raif Badawi - 10 Jahre Haft und 1000 Peitschenhiebe für die Meinungsfreiheit


*Take action!*

Raif Badawi

Er schreibt, dass er auf "wundersame Weise fünfzig Peitschenhiebe überlebt" habe, während er umringt gewesen sei "von einer jubelnden Menge, die immerzu Allahu akbar rief". 

(Quelle: http://www.spiegel.de/politik/ausland/raif-badawi-auf-wundersame-weise-ueberlebt-a-1025963.html)



Ich weiß nicht, wer sich noch an meinen Beitrag über Raif Badawi erinnert, den Blogger, der unter anderem zu 10 Jahren Haft und 1000 Peitschenhieben verurteilt worden ist, weil er von seinem Recht auf Meinungsfreiheit Gebrauch gemacht hat.

50 dieser Hiebe musste er bereits erleiden, danach ließ sein Gesundheitszustand ein weiteres Auspeitschen nicht mehr zu. Verschärfend kommt hinzu, dass er auch Diabetiker ist und auf Grund der gesamten Umstände auch seine psychische Situation derzeit verständlicherweise angeschlagen ist. 

Zu meinem Entsetzen musste ich jetzt lesen, dass jetzt der Fall zwar auf internationalen Druck hin noch einmal vor das oberste Saudische Gericht gebracht wurde, diese dieses unmenschliche und grausame Urteil jedoch bestätigt haben.

Sein Schicksal ist in Saudi Arabien kein Einzelfall, laut den Reportern ohne Grenzen, nehmen die Repressalien gegen Online-Aktivisten, Reporter und Blogger zu, Pressefreiheit oder Meinungsfreiheit gibt es hier im Grunde nicht.

Nun könnte man natürlich sagen, dass das nicht unsere Sache ist, weil diese Menschen schließlich dort geboren sind und es besser wissen müssten, als sich gegen das System aufzulehnen und müssen deshalb halt die Folgen tragen, aber genau das ist der Grund: Sie wurden in das System geboren. Niemand hat ihnen eine Wahl gegeben und Druck von außen ist das Einzige, was Menschen wie Raif oder seinen Anwalt Waleed oder die vielen anderen Menschen, die auf Grund derartiger politischer Gründe inhaftiert wurden, helfen kann. Unterstützen kann man sie auf viele Weise, zum Beispiel über Amnetsy International: https://www.amnesty.org/en/articles/blogs/2015/01/five-ways-you-can-help-raif-badawi/

Ich hoffe, dass es bald eine glückliche Wendung gibt und Raif Badawi zurück zu seiner Familie kann, die mittlerweile in Kanada Asyl gefunden hat:




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