Je suis Charlie

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Sonntag, 13. April 2014

Das Falsche in mir - Christa Bernuth

Und hier einmal ein Buch, das mir leider nicht so gefallen hat. Vermutlich sollte ich doch die Finger von Thrillern lassen, viele sind mir heute einfach zu blutig oder zu brutal, muss ich ja zugeben, allerdings passte hier für mein Empfinden noch ein bisschen mehr nicht so ganz.



Das Falsche in mir von Christa Bernuth
Verlag : dtv 
ISBN: 9783423249928

Der Klappentext:

Lukas Salfeld, 50, führt ein ganz normales Leben. Niemand ahnt, dass er als Jugendlicher im Gefängnis saß, weil er seiner damaligen Freundin Marion die Kehle durchgeschnitten und ihr post mortem tiefe Messerstiche beigebracht hatte. Viele Jahre gelingt es ihm, seinen kranken Trieb zu bekämpfen. Eines Tages begegnet er einem Mädchen, das seiner toten Freundin auf fatale Weise ähnlich sieht. Seine gefährlichen Fantasien gewinnen immer mehr die Oberhand. Zeitgleich wird ein totes Mädchen aufgefunden, das auf dieselbe Weise wie damals Marion ermordet wurde. Die ermittelnden Kommissare entdecken schnell die Parallelen zum früheren Mordfall. Um einer Verhaftung zu entgehen, taucht Salfeld unter – mit dem kühnen Plan, als Gejagter selbst zum Jäger zu werden, um die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch was, wenn er dabei sich selbst überführt? Denn an die Mordnacht hat Salfeld keinerlei Erinnerung...


Geschrieben ist das Buch eigentlich wirklich nicht schlecht und die Idee als solche gefiel mir auch. Mir war auch klar, dass es Teile geben könnte, wo es mir ein wenig zu krass wird, aber das war es nicht,w as mich davon abhielt, dieses Buch wirklich zu mögen. Mein Problem war schlicht und einfach, dass es mir gen Ende hin ein wenig zu viel des Guten war.

Zu viele Zufälle, zu viel menschlicher Sumpf, zu viele unentdeckte Bösartigkeiten, das wirkte auf mich letztlich doch zu konstruiert.
Letztlich blieb für mich eigentlich kein Sympathieträger übrig, auch wenn der Protagonist lange Zeit eigentlich schon einen sympathischen Eindruck machte, aber gen Ende hin wurde es mir einfach alles zu viel.

Es werden Charaktere hervorgezaubert wie das Kaninchen aus dem Zylinder, nahezu das ganze Dorf, scheint es, ist in arg dustere Geschehnisse verwickelt und irgendwie hat mal wieder kein Mensch etwas mitbekommen, obwohl es sogar polizeiliche Ermittlungen gab und der ganze Spuk ist auch noch lange nicht aus der Welt.

Lukas Salfeld wird verdächtigt, ein junges Mädchen brutal ermordet zu haben. Jahrzehntelang hat er sich nichts zu schulden kommen lassen, nachdem er als Teenager seine damalige Freundin auf ähnlich brutale Weise umgebracht hatte. Er flüchtet vor der Polizei und macht sich selbst auf die Suche nach dem Mörder, obwohl auch er nicht sicher sagen kann, ob er dort war, als das Mädchen getötet wurde, weil er selber keine Erinnerung an die Nacht hat. Je mehr er sucht, desto mehr Dreck wird aufgewirbelt und es offenbahrt sich ihm und der Polizei ein unglaublicher menschlicher Abgrund. Die ermittelnde Beamtin Sina Rastegar, muss feststellen, dass dieser Fall sie viel zu oft an ihre eigenen Grenzen führt und sie selber Dinge erinnern lässt, die sie viel lieber vergessen wollte...

Interessante Charaktere und eine gute Schreibweise, reichten in diesem Fall für mich leider nicht, um das Buch zu einem Lesegenuss werden zu lassen. Ich fürchte, es liegt auch mit daran, dass mir für meinen Geschmack einige Schilderungen doch zu drastisch waren, aber das oben erwähnte Ende hat auch viel dazu beigetragen, dass es mir einfach nicht wirklich gefiel.

★★




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