Je suis Charlie

Je suis Charlie

Montag, 24. November 2014

Kennt Ihr das?

Kennt Ihr den Moment, wo man sich fragt, warum man Bücher liest, die man einfach nur schlecht findet?
Dies wird jetzt keine Rezension, weil ich das Buch, das ich gerade vor Augen habe, nicht ernsthaft bewerten kann.

Ist es einfach nur schlecht, weil es eigentlich wirklich nicht gut geschrieben ist, übermäßig kitschig, absolut und mehr als vorhersehbar ist, ich tatsächlich (ungelogen!) ab und an Gänsehaut bekam (nein, es war kein Thriller oder Horror...), einfach nur, weil einige Stellen geradezu gruselig kitischig waren und mir allein die Wortwahl dabei schon zu schaffen machte - oder bewerte ich die Tatsache, dass ich dieses verflixte Buch trotzdem bis spät in die Nacht gelesen habe, am Ende todmüde war und unbedingt und überhaupt auf jeden Fall wissen musste, wie es ausgeht? Auch wenn mir letzteres natürlich schon spätestens ab Seite zwei klar war, weil, wie erwähnt, die Originalität durchaus etwas zu wünschen übrig ließ. Auch die. Aber definitiv nicht nur die, ganz bestimmt nicht nur die.

Ist das nun die Faszination des Schrecklichen? Der absolute Buch-Junkie-trip, der es einem nicht erlaubt, ein Buch aus der Hand zu legen, egal wie schlecht es ist? Oder ist das doch der kleine Romantiker, der sich in einem breit macht und sagt "Pfeif drauf, ich muss sehen, wie sie sich kriegen, egal wie dramatisch das wird, weil - das ist ja soooooo romantisch! *seufz*" Oder gibt es noch irgendwelche anderen rationalen Gründe (oder mildernde Umstände?) , die einen geistig klaren Menschen dazu treiben, Stunden seines Lebens mit schlechter Literatur zu verbringen - und das Ganze irgendwie auch noch  ein bisschen zu genießen??

Kennt Ihr das? Ertappt Ihr Euch auch mal beim Lesen solcher Bücher oder packt Ihr so ein Buch gnadenlos zur Seite?

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