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Freitag, 27. April 2018

Blogtour: Teufelsfarbe von Ivonne Hübner - Das Lehnswesen #blogtour #teufelsfarbe



Blogtour!





Endlich ist die Blogtour zu Teufelsfarbe zu (fast) guter letzt auch bei mir angekommen...

und bei mir erfahrt Ihr heute ein kleines bisschen über das Feudalsystem, das im Mittelalter bei uns herrschende Gesellschaftssystem, das auch das Leben unserer Buchcharaktere nachhaltig beeinflusst.


Feudalsystem, der Feudalismus, diese Begriffe kommen vom lateinischen Wort "feudum", das soviel wie "Lehen" bedeutet. Lehen? Das Lehen bezeichnet etwas Geliehenes, in der Regel ein Stück Land, das demjenigen zum Bearbeiten und Bestellen überlassen wurde. Der oberste Lehnsherr war übrigens der König, der Lehen an hohe kirchliche Würdenträger wie die Bischöfe und Äbte sowie Mitgliedern des damaligen Hochadels, sprich Herzögen und Grafen vergab. Diese schworen dem König die Treue. Ein adliger Lehnsmann, der Vasall, zahlte für dieses Lehen unter anderem mit der Bereitsstellung von Soldaten, sollte dieses erforderlich sein.

Der Hochadel vergab wiederum Lehen an den Landadel, die das Land selbst aber auch nicht bebauten, sondern es an ihre eigenen Lehnsleute, wie etwa die Freibauern als Lehen weiter vergaben. Um diese Pyramide sozusagen abzurunden, bestellten auch die Freibauern ihr Land nicht ausschließlich selbst, sondern vergaben selbst auch Land an ihre Leibeigenen und ihre Hörigen. Diese besaßen in der Regel keinen eigenen Besitz und waren größtenteils unfrei oder halbfrei und an den Gutsherrn, bzw. im Fall der Hörigen, an die Scholle, das Gut gebunden, sprich, die Hörigen gehörten zum Land und wurden gegebenenfalls auch mit dem Land mit verkauft. Häufig handelte es sich bei den Hörigen um ehemals freie Bauern, die ihr Land an den Gutsherrn abgegeben und sich seiner Autorität unterstellt hatten.

Wie wir auch im Buch sehen, ist der Einfluss des Gutsherrn auf die ihm unterstellten Leibeigenen immens. Ohne seine Genehmigung durfte u.a. keine Ehe geschlossen werden und er befand darüber, wo die ihm unterstellten Bauern leben durften. 
Im Buch macht gerade diese Macht, die der Gutsherr Nickel von Gerßdorf über die ihm unterstellten Menschen hatte, das Leben unserer Protagonisten immer schwerer und trägt mit dazu bei, dass es langsam aber sicher zu einer Tragödie kommt...

Nebenbei bemerkt, es gab tatsächlich noch jemanden, der weniger Rechte hatte als ein Leibeigener oder ein Höriger - als Frau hatte man weniger als nichts und war den Launen der Männer ausgeliefert, wie auch Margarete, unsere Protagonistin, sehr deutlich erfahren muss.  
  

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Gewinnen könnt Ihr natürlich auch etwas:  

Kommentiert einfach auf den jeweiligen Blogs die Tagesfrage, um am Gewinnspiel teilzunehmen.
Das Gewinnspiel läuft bis zum 30. April 2018 um 23.59 Uhr, die Auslosung findet am 02. Mai 2018 auf dem Bakerstreet-Bibliothek-Blog des Dryas-Verlags statt, wobei ich die Gewinner natürlich auch hier bekanntgeben werde.
Zu gewinnen gibt es übrigens zwei Exemplare von Teufelsfarbe.

Meine Frage lautet: 

Wenn Ihr darüber nachdenkt, was Euch so wichtig ist und wie anders das Leben beispielsweise der Leibeigenen aussah, auf welches Recht würdet Ihr auf gar keinen Fall verzichten wollen?

Teilnahmebedingungen

Für dieses Gewinnspiel gelten folgende Teilnahmebedingungen:
1. Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Erlaubnis der Eltern.
2. Es wird keine Haftung für den Postweg übernommen.
3. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
4. Barauszahlung der Gewinne ist ausgeschlossen.
5. Der Versand der Gewinne erfolgt nur nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz.
6. Verwendet der Teilnehmer Bildmaterial, so bestätigt er mit der Teilnahme, dass er sämtlich Bildrechte innehat.
6. Der Gewinner ist im Falle eines Gewinns mit namentlicher Nennung auf dem Verlagsblog “Bakerstreet Bibliothek” und Facebookseite  des Dryas Verlags einverstanden.
7. Mit der Teilnahme am Gewinnspiel gelten die Teilnahmebedingungen als im vollem Umfang akzeptiert.





Kommentare:

  1. Huhu,
    Danke für den tollen Beitrag.
    Oh du hast ja eine schwere Frage gestellt.
    Es gibt vieles auf das ich nicht verzichten könnte. zu aller erst meine Freiheit, Selbstbestimmung, mir etwas Schaffen zu können, freie Meinung zu haben.

    LG Manu

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  2. Hallo,
    die damalige Gesellschaftsform hast du schön und verständlich dargestellt. Worauf ich nie verzichten könnte ist meine Freiheit. Ich möchte mein Leben selbst bestimmen und von Niemandem abhängig sein.
    Viele Grüße
    Carmen

    AntwortenLöschen

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